Vollblutschauspieler | Stefko Hanushevsky
Shownotes
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00:00:02:
00:00:16: Ich begrüße den Schauspieler Stefko Hanoszewski in meiner Sendung und freue mich, lieber Stefko.
00:00:22: Schönen guten Morgen!
00:00:24: Guten Morgen Hallo Chris
00:00:26: Du bist Österreich auch?
00:00:28: Ja so ist es
00:00:29: Und lebst in Deutschland.
00:00:30: also bist schauspielender Österreicher in Deutschland ansässig.
00:00:34: Ja, ich bin tatsächlich aktuell sogar in Deutschland.
00:00:37: Ich lebe in Deutschland und Österreich quasi.
00:00:40: Ich arbeite auch noch in Österreich und hab zwei Wohnorte momentan.
00:00:46: Zwei Orte an denen ich lebe.
00:00:48: Aber meine Familie lebt in Deutschland ... Genau, bin ich auch sehr viel.
00:00:54: Ich würde auch mal behaupten, du bist jetzt der erste Österreicher in meiner Sendung.
00:00:59: Großartige Premiere.
00:01:01: Ich freue mich, höchste Zeit!
00:01:02: Höchstezeit?
00:01:04: Ja also ich mein auch traditionell, also früher noch bei Wetten Das hat man doch auch mal gesagt, noch schöne Grüße in die Schweiz und Österreich.
00:01:10: und so ist es irgendwie so ein bisschen weggefallen mittlerweile im
00:01:12: Falle.
00:01:13: Jetzt war ja grad wieder Eurovision und ich erinnere mich noch sehr gut an hier immer die Fanfare vor Wetten das.
00:01:21: Hier an das ganze Ding kann man jetzt vielleicht auch mal vor dem Podcast nochmal einspielen oder so dass wir hier an der europäischen Deutschsprache europäischen Vereinigung arbeiten.
00:01:31: Ja, das ist doch genau da waren immer diese Sterne dieser Kreis.
00:01:33: Da kann ich so ein bisschen deinen Kopf in die Mitte machen.
00:01:35: Das zum
00:01:36: Beispiel.
00:01:38: Und dann auch schön dieses achtziger neunzige Jahre noch dieses leichte Bildschirm gekrisselt an.
00:01:45: Der muss ich dir jetzt mal grad fragen bist du bist du auch oder merkst du umso älter?
00:01:50: Du wirst du wirst nostalgischer was die Vergangenheit angeht also auch so die Medien jetzt wo wir das gerade kurz mal aufgegriffen haben.
00:01:56: oder bist du nicht so ein Typ?
00:01:58: Doch, natürlich.
00:01:59: Ich glaube das erwischt uns ja alle da kommen wir nicht drum herum.
00:02:02: aber ich finde auch in unserer Generation ist es noch extremer geworden oder es ist noch stärker geworden vielleicht als früher weil ich finde die ganze Pop-Kultur und überhaupt unsere Kultur befördert das eigentlich auf allen Ebenen.
00:02:15: also diese Nostalgie wird ja auf allen ebenden befeuert und gefördert und quasi angeschoben In der Musik, in den Serien.
00:02:28: Es gibt von allen Remakes es gibt von Allen relaunches es wird alles noch mal gemacht.
00:02:34: die ganze Musik von früher kommt so wieder zurück.
00:02:36: meine Kinder hören jetzt quasi... Die gleiche Musik die ich zuteil gehört habe und finden das ganz toll was mich natürlich auch freut.
00:02:44: hier haben auch ganz viele andere Musik aber dass ist alles überhaupt nicht uncool oder so.
00:02:48: Und ja, es geht bis in die Politik wo's viele Kräfte gibt.
00:02:53: Die sagen irgendwie früher war alles besser und wieder so wie früher.
00:02:57: bitte!
00:02:58: Gott, ja das hab ich jetzt gar nicht gemeint gehabt.
00:03:02: Aber du hast natürlich recht auch das stimmt solche ... wie man würde sagen vielleicht solche Rückwärtsbewegungen oder so.
00:03:09: Das sind ja immer ein bisschen, habe ich das Gefühl dann so Wellenbewegung.
00:03:11: also das ist ja so bei mir nicht in der Nostalgie aber in der Politik.
00:03:14: also dass man sagt sehr liberal dann kommt wieder die Gegenfront und dann wieder konservativ dann kommt wider die gegen Front weißt du's
00:03:22: irgendwie?
00:03:23: Aber schon Karl Fallentine hat gesagt früher war alles besser sogar die Zukunft
00:03:28: Sehr schön.
00:03:30: Wo ist es denn jetzt, wo ist es dann schöner?
00:03:33: Das ist eine bisschen blöde Frage.
00:03:35: aber in Österreich oder Deutschland ist es schöner?
00:03:37: also Theater wird sich ja unterscheidet sich das sind haben Feiern die Österreicher ihr Theater mehr als die Deutschen?
00:03:45: Also ich würde sagen die Unterschiede sind sind da.
00:03:50: Ich könnte nur ganz schwer sagen wo ich jetzt wirklich lieber bin weil ich finde mich gerade Freue mich gerade mit dem Gedanken an, dass man wirklich auch wie so zwei zu Hause haben kann und das man sich an zwei Orten Zuhause fühlen kann.
00:04:03: Und es sind ganz unterschiedliche orte und auch wieso unterschiedliche Arten mein Leben zu leben wenn ich da bin oder dort bin?
00:04:13: Ich finde beides ganz toll.
00:04:14: aber was jetzt das Theater betrifft muss ich schon ganz ehrlich sagen Da kann man sich nichts vormachen.
00:04:20: die österreicher Und vor allem jetzt die Wiener im Speziellen, wo ich da bin am Burgtheater.
00:04:25: Die lieben ihr Theater und das gehört auch den Österreicherinnen und Österreichern.
00:04:31: Das geben sie einem zu spüren.
00:04:34: Man arbeitet da aber es ist das Theater von allen.
00:04:37: quasi.
00:04:38: Da reden auch alle mit und haben eine Meinung zu, ob sie nur ins Theater gehen oder nicht.
00:04:43: Aber es wird sehr geschätzt.
00:04:45: Man hat das Gefühl, die Leute gehen da gerne hin durch alle Generationen.
00:04:49: Das ist was Besonderes.
00:04:52: Es ist irgendwie relevant für die Leute.
00:04:55: Ich hab so das Gefühl aus meiner Erfahrung ... ich bin kein Schauspieler und hab mit Theaterhäusern nicht viel zu tun, aber kenn ein paar Leute.
00:05:03: In Deutschland gibt's dann verschiedene Häuser, die teilweise auch durch die ... Ansässigkeit und die jeweiligen Menschen, die dort leben.
00:05:12: Dass dann eben passiert dass alle das großartig feiern, dass man den Herrn Intendanten auf der Straße sieht und sagt ach schönen guten Tag Herr Intendant!
00:05:21: Und dann gibt es Häuser wie zum Beispiel ich bin ja hier in Darmstadt du warst mal in Frankfurt am Schauspielhaus?
00:05:26: Ja bestimmt,
00:05:27: ja.
00:05:28: In Darmstad haben wir auch ein Staatstheater da ist aber quasi nur mit Mitgliedschaften hat man dann so ab fünfundsechzig eine Mitgliedskarte dass man das dann hat.
00:05:39: Geht man ins Theater, weil man hat diese Mitgliedskarte.
00:05:41: Man hat seinen Beitrag schon bezahlt und schaut was läuft.
00:05:45: Wenn man untersechzig ist, drückt man den Altersspiegel weit nach unten übertrieben gesagt.
00:05:50: Aber so hier in Darmstadt haben wir mit dem Schauspiel gar nicht viel zu tun.
00:05:57: Also eine gewisse Schublade, weißt du?
00:05:59: So hab ich das Gefühl ... Das ist in Deutschland unterschiedlich.
00:06:03: In Österreich hätte ich jetzt das Gefühl, dass man das mehr zelebriert.
00:06:07: Hier unser Theater!
00:06:09: Ja, ich glaube das kann man schon so sagen.
00:06:11: Deutschland, da stimme ich dir total zu ist auch was die Städte betrifft ganz unterschiedlich.
00:06:15: also in den Städten gibt es ganz unterschiedliche Theater und auch ganz unterschiedlichen Bezug von den Leuten zu ihrem Theater.
00:06:21: und es gibt auch Städter und Orte wo die Verbindung von dem Publikum wenn man das überhaupt so beschreiben kann dass Publikums sehr viel enger mit dem Theater verbunden ist und sie sich sehr stark damit identifizieren ... und so, aber ja ich glaube wenn man es so verallgemeinern kann... ... kann man schon sagen in Österreich oder in Wien jetzt auch vor allem spielt Kultur einfach ist.
00:06:41: Es ist einfach eine Kulturstadt auch und es spielt eine große Rolle und... Ich habe das jetzt auch schon ein paar Mal erlebt, wenn man dann so bei Anlässen ist oder bei Gesprächen mit Leuten der Smalltalk in der Gesellschaft dreht sich dann ganz oft da auch drum was du auf den Konzert.
00:06:58: Da haben wir jetzt ja Karten für und es ist dann Vielleicht ein Klischee, aber manchmal öfter so dass die Leute nicht sagen.
00:07:05: Geben wir denn da zum Golf oder geben wir den da irgendwie?
00:07:08: Da oder dorthin oder machen das sondern unterhält man sich dann geht man auf die Theaterprämie oder geht man auch das Konzert in Musikvereinen oder ins Konzertehaus oder sonst was und dass Man spürt dass die Kultur da einen einen hohen Stellenwert hat.
00:07:22: Es ist ja eigentlich auch etwas tolles.
00:07:25: letztens ich ganz
00:07:27: toll.
00:07:28: Manchmal vermisse ich das auch.
00:07:30: Hier in Darmstadt, zum Beispiel.
00:07:33: Ich hab übrigens in Dammstadt auch mal Theater gespielt und stand auf der Bühne in Darnstadt einmal.
00:07:37: Einmal?
00:07:38: Ja, das war für so eine spezielle Weiche in Frankfurt engagiert.
00:07:40: Und da haben wir irgendwie von ... Das waren hessische Theater-Tage oder sowas.
00:07:44: Da haben wir aus verschiedensten Theatern von jedem Theater einen Schauspieler getroffen und haben dann auf der Darmstädterbühne ein Stück zusammengespielt.
00:07:55: Wir haben uns erst auf der Bühne zum ersten Mal begegnet.
00:07:57: Jeder hat sich alleine geprobt, das war ganz lustig.
00:08:00: Erinnere ich mich noch.
00:08:01: Fast schon wie im Pro-Theater?
00:08:04: Ja genau so ein bisschen aber es war absurd, aber eigentlich ganz lustige.
00:08:09: Aber ist schon sehr lange her.
00:08:12: Und das ist für dich... also wie bist du denn...?
00:08:14: Ich habe ja ein anderes Gespräch von dir gehört in anderen Podcasts von dir gehörts nicht einfach viele Interview zu finden muss ich sagen Und da hab ich so ein paar Sachen über dich erfahren.
00:08:25: Erst mal, was ich am interessantesten fand ist du kommst aus so einer Musiker-Familie.
00:08:28: Du hast auch schon als du klein warst Musik gemacht und stand auf der Bühne?
00:08:31: Das ist richtig
00:08:32: ja!
00:08:33: Ja, das kann man so machen.
00:08:33: Wie kann ich mir
00:08:34: vorstellen, bist du ... Seid ihr die österreichische Kelly-Family
00:08:37: gewesen oder wie?
00:08:38: Wir hießen tatsächlich die Jazz Family, was dann auch schon die Musik beschreibt, die wir gemacht haben.
00:08:42: also wir haben Jazz gespielt Aber das war in keinster Weise so wie die Kelly Family, insofern als dass es nicht zu groß war und wir hatten tatsächlich eigentlich sehr viele Auftritte schon.
00:08:54: Aber das waren auf Straßenfesten, auf Festivals haben wir uns irgendwie hingestellt, haben auch öfters auf Hochzeiten gespielt oder einfach so Konzerte gegeben aber das war eher sage ich mal auf Feiern so im diesem Rahmen.
00:09:05: Wir haben jetzt keine Hallen gefüllt oder sowas.
00:09:11: Opel Cadet Kombi, mit einem Anhänger hinten.
00:09:14: dran sind wir durch Österreich und Deutschland.
00:09:16: Und auch Italien und manchmal ein bisschen so Südtirol sind wir da getuckert und waren schon relativ viel on the road und haben viele Auftritte gespielt und waren da viel unterwegs genau.
00:09:27: War es cool?
00:09:28: also für dich als Kind?
00:09:29: Das ist toll oder nicht toll?
00:09:31: Ich glaube das war beides würde ich sagen.
00:09:33: Also es gab einen Aspekt davon der toll war.
00:09:35: natürlich hat man irgendwie dann im zunehmenden Alter... Genossen, dass man da irgendwie ... manchmal eine coole Socke war.
00:09:46: Wenn man sich hingestellt hat und schön gesungen oder ein paar Lieder auf der Trompete gespielt hat.
00:09:52: Und die Leute das gut fanden.
00:09:55: Ich erinnere mich auch daran, dass wir dann quasi immer so eine Gage bekommen.
00:09:59: Taschengeldmäßig.
00:10:01: Das erinner ich auch, Freude gemacht hat, dass es so ein Hand-to-mouth Prinzip gab schon früh.
00:10:07: Dass man sagt ich hätte jetzt gerne Ich weiß nicht habe dann so ein paar Konzerte gespart auf mein Gameboy oder sowas da, dass ich mir das dann kaufen kann.
00:10:16: Aber ich muss auch sagen natürlich in diesen Zusammenhängen mit Kindern.
00:10:19: Ich finde das ist auch vielleicht so wie wenn Kinder Jetzt vor der Kamera stehen oder somit kinder Schauspielern.
00:10:26: Es ist auch ein schmaler Grad den man da beschreitet ja glaube ich auch vor allem als Eltern Wo man gut schauen muss was... Was tut den Kindern gut und was tut ihnen nicht gut?
00:10:39: Das auf jeden Fall, ich würde mal sagen das ist jetzt nicht nur schwarz-weiß oder so.
00:10:44: Das ist nicht nur toll gewesen aber es war auch nicht nur furchtbar oder war nicht nur blöd Aber klar.
00:10:49: man kommt dann auch in Situationen wo's dann einfach mal so ist dass man sagt eigentlich hat man da vielleicht grad nicht so Lust Aber dann ist das Konzert zugesagt und dann ist man da schon unterwegs.
00:10:57: Und da macht man es halt trotzdem, ne?
00:10:59: Wie kann man sich den Rahmen denn vorstellen?
00:11:00: also deine Eltern haben das wie oft gemacht.
00:11:02: im Jahr waren die Berufsmusiker haben sie das auch alleine gemacht oder...
00:11:06: Also meine Eltern machen das mittlerweile die sind machen sehr viel Musik.
00:11:12: mein Vater war auch gelernter Musiker hat aber auch als Lehrer gearbeitet.
00:11:16: das war quasi sein Brotjob.
00:11:19: Und jetzt mittlerweile machen sie in einer eigenen Formation sehr erfolgreich, schon seit vielen Jahrzehnten Musik ohne die Kinder quasi.
00:11:27: Damals haben Sie auch miteinander Musik gemacht aber eben auch viel mit uns.
00:11:32: also das war es auch ein... Also die eigene Gruppe war damals noch sehr klein die eigene Formation mit der sie gespielt haben so dass waren doch da haben sich noch nicht so viele Musik gemacht.
00:11:40: Das heißt, wir sind jetzt hier nicht bei SternTV.
00:11:43: Aber trotzdem so ... War das eine Wahl für dich damit zu machen?
00:11:47: Nur mal ganz kurz!
00:11:48: Wir können auch über was anderes sprechen, wenn ich keine familiären Sachen da ausnehme.
00:11:52: Hattest du eine Wahl
00:11:53: dann?
00:11:53: Nein doch natürlich hatten wir eine Wahl.
00:11:55: Es war überhaupt nicht ein Zwang, es war auch kein Druck in diesem Sinne von ihr musst jetzt dahin und du musst leisten.
00:12:01: Ich sag erst mal nicht dieses Hockey-Marm oder so gab's da nicht dieses Prinzip.
00:12:08: Das war nicht der Fall... Aber ich glaube, das kann ich vielleicht da noch zum Abschluss sagen.
00:12:13: Es ist natürlich schwieriger... es gab diesen Druck nicht, diesen ganz klaren Druck.
00:12:19: aber wenn du mal in diesem Zusammenhang entsteckst auch als Kind ist es auch schwieriger.
00:12:25: also ein Kind sagt dann vielleicht doch öfters mal Ich mache das gerne oder ich will das unbedingt machen und vielleicht gibt's auch mal einen Punkt wo man sagt eigentlich ist das jetzt nicht gut?
00:12:30: Oder müsste man das Eltern sagen Lass mal gut sein wir machen das jetzt trotzdem nicht oder so.
00:12:35: Also das ist ein ... ist ein schmaler Grad.
00:12:41: Ich sag mal so, ich glaube, ich würde diesen Weg mit meinen Kindern nicht gehen wollen.
00:12:45: Also ich finde das ist... Das ist... Ist nicht ganz unkompliziert immer.
00:12:51: So und nicht das vielleicht sagen?
00:12:52: Genau!
00:12:54: Ja, ich find's auf jeden Fall interessant.
00:12:55: also das hört man ja auch nicht alle Tage so ein bisschen.
00:12:58: Deswegen musste ich es nochmal...
00:12:59: Und wie alles, es gibt tolle positive Seiten zum Beispiel für zu sagen eine Selbstverständlichkeit auf einer Bühne zu stehen oder einfach auch spontan mit Leuten zu reden zu moderieren oder sowas zu machen.
00:13:11: Ich habe sehr viel Bühnenerfahrung im positiven Sinne da auch gesammelt, glaube ich und einfach eine Natürlichkeit oder Selbstverständlichkeit schon früh entwickelt vor Leuten zu stehen und was zu machen oder so.
00:13:23: Das hat mir viel geholfen in meiner späteren Laufbahn.
00:13:27: Ja das glaube ich.
00:13:30: Wurde das Familie dann quasi eher begrüßt dass du Schauspieler geworden bist?
00:13:35: Ja das war in unserer Familie ... war ich da eher das schwarze Schaf, dass ich dann kein Musiker geworden bin.
00:13:42: Aber nur im freundlichen Sinne.
00:13:45: Nein, das wurde auf jeden Fall begrüßt.
00:13:46: und ja also... Da gibt es schon in den Generationen vor mir, gab's glaube ich immer schon wieder so mal den Wunsch,... ... so eine Karriere zu machen und ich bin der erste, der es dann quasi wirklich gemacht hat.
00:13:57: aber ich weiß, dass mein Großvater schon... In Wienerburg Theater, der war Wiena und schon in Wienernburg Theater stand so wie ich auf dem... ... auf den billigen Plätzen ganz oben in der Galerie und sich da, glaube ich, hingeträumt hätte wie so viele.
00:14:08: Da vielleicht mal zu stehen... ...und wahnsinnig gerne Gedichte recitiert hat und so.
00:14:14: aber sich das eine Zeit war in der er sich das nicht zugetraut hatte oder auch nicht.
00:14:18: Ja, da waren andere Sachen dran.
00:14:21: Also du kommst quasi aus einer Künstlerfamilie?
00:14:24: In der ersten Generation auf jeden Fall.
00:14:25: also was jetzt meine Eltern betrifft finde ich... Kann man das schon so sagen?
00:14:30: Aber zum Beispiel mein Großvater war Wirtschaftsdirektor, also der hat nichts Künstlerisches gemacht.
00:14:34: Das war eher dann eine Leidenschaft die er vielleicht heimlich verfolgt oder ein Traum, den er vielleicht hatte im Hinterkopf.
00:14:40: Aber in meiner Familie gibt es viele Leute, die was in diesem Bereich machen.
00:14:45: Ja ich meine wenn ich jetzt frage, haben die die Schauspielerei eher begrüßt ist, gibt ja sogar... Auch wenn die Eltern vielleicht selber Schauspieler sind, oft dann die Antwort, nee eigentlich nicht.
00:14:55: Die haben gesagt lernen was ordentlich ist macht es nicht so wie ich.
00:14:58: oder man sagt die Leute haben eigentlich gar nichts damit zu tun, haben ganz bodenständige Jobs.
00:15:04: Dann kommt einer und sagt Ich werde Schauspieler und Schausspielerin und sagen Gott das Willen!
00:15:08: Das klingt ja jetzt bei dir eher ein bisschen harmonisch.
00:15:10: war also fast schon dass es erwartet wurde Dass du irgendwas Kreatives auf jeden Fall machst.
00:15:16: Ja das eine gute Frage.
00:15:17: ob es erwartet wurde weiß ich nicht aber Es lag irgendwie nahe, würde ich sagen.
00:15:22: Ich habe mich auch irgendwie erst recht kurzfristig entschieden das zu machen.
00:15:25: Ich hatte eigentlich mir einen anderen Plan überlegt.
00:15:28: Ich wollte gerne tatsächlich in die Politik gehen oder um genauer gesagt eigentlich so ein bisschen in den diplomatischen Bereich arbeiten.
00:15:36: Das war ganz lange Zeit mein Wunschtraum und auf die diplomatische Akademie wollte da irgendwie tätig sein hat mich immer sehr viel Geschichte für Politik auch so interessiert Und das war ganz lange Zeit der Wunsch.
00:15:49: Dann habe ich das mit der Schauspielerei, dann wurde mir das so nahe gelegt in... ...in der Schule und so im Schultheater.
00:15:54: und ach, du solltest es schon mal probieren, da ist wirklich schon Talent und so.
00:15:57: und dann hab' ich das eigentlich wieso probiert?
00:16:01: Und dann hat das geklappt.
00:16:03: und dann bin ich da so weitergegangen auch noch mit vielen umwägen und wieder aus einer Schauspilschule raus und nochmal gearbeitet und in Deutschland nochmal Aufnahmeprüfungen gemacht ... da viele Erfahrungen gesammelt und dann... Ja, dann habe ich gemerkt okay das macht mir Spaß.
00:16:19: Das ist ein guter Weg und da komme ich weiter.
00:16:21: Aber es war bei mir nicht so dass ich... Das wurde man noch manchmal an der Schauspielschule gefragt.
00:16:25: Hätte ich immer völlig absurd bei den Aufnahmeprüfnungen, ja können Sie sich denn vorstellen was anderes zu machen als Schauspieler zu sein?
00:16:32: Und dann hat man vorher gehört, man muss dann sagen nein!
00:16:35: Ich kann mir nichts anderes vorstellen.
00:16:36: Ich muss Schausspieler sein, das kann ich nicht leben.
00:16:38: sie müssen mich aufnehmen an einer Schauspiechschule.
00:16:40: Das ist natürlich totaler, das ist grundsätzlich sowieso totaler Humbug.
00:16:44: Für mich und für mich noch mal für mir.
00:16:45: Ich habe immer gesagt ich kann mir vorstellen ganz viele andere Sachen zu machen also... Und so ist es auch, so ist bis heute eigentlich.
00:16:53: Ja ich hatte irgendwie gelesen, ich hab's jetzt gar nicht mehr parat, aber du hast auch ein paar andere Sachen gemacht.
00:16:57: Irgendwie hier steht neben Jobs Bademeister Reiseleiter von
00:17:03: US-Touristen.
00:17:06: Das ist... Genau, Bademeister.
00:17:08: Eigentlich war ich nur ein Sommer in Oberösterreich im kalten Müllviertel.
00:17:15: Da war der Klimawandel noch nicht so weit fortgeschritten und da konnte ich quasi habe ich ein ganz kleines Grundgehalt bekommen und musste dann immer arbeiten wenn das Wetter schön genug war dass die Leute ins Freibad gekommen sind.
00:17:24: und in diesem Sommer glaube ich habe ich zehnmal gearbeitet den ganzen Sommer weil das Wetta sonst so schlimm war, dass sich einfach nie gearbeitet hat.
00:17:31: Also, das war nur eine sehr kurze Episode.
00:17:33: Aber es hat für den Wikipedia-Eintrag gereist auf jeden Fall?
00:17:37: Ganz blöd gesagt ich weiß bis heute nicht wer meinen Wikipedia Eintrag geschrieben hat aber irgendjemand ... Es ist niemand aus meiner direkten Familie da hab' ich nachgefragt.
00:17:44: Aber jemand der sehr viele Insiderinformationen hat.
00:17:47: Aber genau!
00:17:48: Vielleicht ne Ex-Randen oder so?
00:17:51: Da würde vielleicht je nachdem kann ja noch können auch schlimme Sachen drinstehen.
00:17:55: Ich muss mal... Das ist ja nicht worum's in Wikileaks geht's ja um was anderes glaube ich, aber das wär mal Das wären mal gute Wiki Leaks.
00:18:02: Stimmt, gute Wiki-Leaks von der Ex-Freunde geschrieben.
00:18:05: Was da alles rauskommt!
00:18:07: Ja wer weiß genau... und Gott es sollte man verfolgen.
00:18:10: Nein aber du hast den amerikanischen Pass oder?
00:18:12: Ist das richtig?
00:18:13: Das ist richtig.
00:18:14: Bist du halber Amerikaner?
00:18:16: Also mein Vater ist Geburtigamerikaner, er ist dort aufgewachsen und hat da studiert.
00:18:22: für sein Studium ... nach Österreich gegangen, da hat deine meine Mutter kennengelernt.
00:18:27: Und als ich auf die Welt gekommen bin war er noch Amerikaner mittlerweile also Österreicher und hat die amerikanische Staatsbürgerschaft quasi dadurch abgeben müssen... ...und dadurch habe ich automatisch auch den amerikanischen Pass bekommen.
00:18:36: und sie ist dann immer noch beim... ...wie ich aufgewachsen bin, den muss ich irgendwann abgeben, man muss sich irgendwann entscheiden.
00:18:42: aber das hat sich dann im Laufe meiner Adoleszenz... ...hat sich die Gesetzeslage verändert und jetzt hab' ich quasi immer noch beide.
00:18:49: Ah ja!
00:18:51: Okay.
00:18:51: Und was für ein Bundesstaat kommt dein Vater?
00:18:55: Aus Rhode Island, aus der von der Ostküste im kleinsten Bundesstaats.
00:19:00: Ah!
00:19:00: Cool
00:19:02: und verbindet dich irgendwas mit Amerika?
00:19:05: Naja ich hab da auch noch relativ viele Verwandte die dort leben eine Familie meines Vaters, die ich dann besucht habe natürlich.
00:19:13: also ich bin wirklich am Dorf aufgewachsen in Oberösterreich, am Land ... überhaupt junge Menschen und in meiner Generation noch mal viel mehr.
00:19:24: eine große ... ... Faszination für die Filme aus Amerika, für die Musik, ... ... für die Kultur.
00:19:30: Und habe mich da wirklich auch in... Ich hatte einfach ein Zimmer des Bestands.
00:19:34: also wir hatten einen Zimmer das Bestand nur als Regal mit VHS-Kassetten.
00:19:38: Und ich hab angefangen irgendwann Filmen nur noch auf Englisch zu schauen.
00:19:42: Wir sind nicht zweisprachig aufgewachsen aber ... hat mir dann wirklich richtig saßen im Vokabelbuch da und hat mir Wörter rausgeschrieben, die ich nicht kannte Englisch-Vokabeln.
00:19:50: Und hab nur noch englische Filme geschaut und Bücher gelesen.
00:19:52: Ich habe mich in diese Kultur ... Also hab sie mir sehr rangeholt für mich und hab mich da sehr hingeträumt auch so.
00:20:01: Das war ein wichtiger Bezug für mich quasi.
00:20:04: Aber ich hab auch das Gefühl manchmal, dass es das für ganz viele meiner Generationen war.
00:20:07: Nicht nur weil ich diesen Pass auch hab, sondern dass das irgendwie für viele... So ein Sehnsuchtsort oder so ein Identifikationsland auch irgendwie war erst recht durch die Kultur oder durch die Filmkultur vor allem Serien.
00:20:22: Ja ja, durch die Filmkultur.
00:20:23: Ich denke natürlich hier in Deutschland hat es auch ein bisschen was mit dem Krieg zu tun gehabt.
00:20:26: dann man wurde ja quasi hier besetzt und auch hier in Darmstadt hat man unglaublich viele Kasern gehabt
00:20:31: und alles also
00:20:32: das hatte einen schon geprägt.
00:20:33: Es gab ja richtige Viertel richtig amerikanische Vierteln Da sahen die Häuser so aus wie in einem Suburb in Amerika.
00:20:40: Das war als Jugendlicher ganz faszinierend weil man hat die Filme geguckt da ist man lange im Fahrrad und hier sieht's genauso aus.
00:20:47: Und dann natürlich hat man immer so ein bisschen als Deutscher ein leichtes Gefühl gehabt Amerikaner wegen der Kultur, wegen den Medien wirklich.
00:20:55: Also angefangen von AFN dem amerikanischen Militärfernsehen quasi was hier irgendwie was man als Kind auf schwarz-weiß irgendwie empfangen konnte manchmal auch ohne Ton hat man das geguckt.
00:21:06: Toll, toll, toll!
00:21:09: Trickfilme und so ein Zeug was man gar nicht kannte noch nie gesehen im Leben alles in schwarz weiß durchgerattert und so.
00:21:15: und das andere ist natürlich die ganzen angefangen vom Western mit John Wayne oder so was rauf und runter lief.
00:21:22: Du hast ja dann das übernommen, sodass du quasi das Gefühl hattest ... Weißt du, so wie auch der Vietnamkrieg.
00:21:30: Als wäre das was mit Deutschland zu tun?
00:21:33: Weil alle Serien, die in den Achtzigern liefen, hatten alle die Hauptdarsteller eine Vietnam-Vergangenheit.
00:21:40: Absolut!
00:21:41: Und dann war das einem ... als Jugendlicher hat ein Latent geprägt, merkwürdigerweise finde ich.
00:21:46: Deswegen glaube ich, dass es nicht nur was damit zu tun ist, wenn man Schauspieler ist oder für Filme interessiert.
00:21:50: Man ist gar nicht dran vorbeigekommen in unserer Zeit.
00:21:52: Das sehe ich absolut so und das war ja wirklich dieser ... Dieser Export, dieser Kultur hierher und auch... Das war wahnsinnig prägend.
00:22:03: Das sehe ich ganz genau so.
00:22:04: Also unabhängig von Schauspiel oder eben auch irgendwie dass man so ein Pass hat oder so das war omnipräsent und das war einfach sehr toll.
00:22:12: also das war alles auch sehr positiv konnotiert eigentlich.
00:22:15: Also wirklich auch im großen
00:22:17: Stil.
00:22:17: Bist du ein großer Filmfan heute noch?
00:22:20: Ja auf jeden Fall!
00:22:21: Ja, was ist so deine Richtung?
00:22:22: Was sind so Kassetteure die dich so abholen wo du sagst geil da wenn die mich anfragen komme ich auch nach Amerika.
00:22:29: Ach du, da wenn sie mich in amerika anfragen dann komme ich glaube ich ziemlich zu jedem.
00:22:35: Lacht
00:22:35: das
00:22:38: nicht!
00:22:39: Da wäre jetzt nicht so wählerisch.
00:22:43: also ich würde schon sagen dass ich sehr stark durch diese ganze... New Hollywood-Schiene, das hat mich schon sehr geprägt.
00:22:54: Ich bin Jahrgang in den Achtzig.
00:22:55: Das war dann natürlich schon im vollen Gange.
00:22:57: aber ich erinnere wirklich also die Filme von Scorsese und auch Coppola ... Die ganzen Leute, äh... das hat sich schon sehr geprägt oder das waren so die Filmen die mich wirklich mitgenommen haben, die mich ins Filme schauen als Erwachsener quasi ab Achtzehn Wirklich mitgenommen.
00:23:20: Natürlich haben wir es ja früher angeschaut schon, das waren große tolle Filme und Leute die ich sehr gefeiert hab so.
00:23:29: Das war sicher die prägenste Generation würde ich jetzt mal so sagen.
00:23:37: Also hast du in ... Ich glaub, du machst mehr Theater als Film?
00:23:42: Ja, das ist mein Haupt ... oder Fernsehen.
00:23:44: Genau, mein Haupt- Job quasi, würde ich mal so sagen.
00:23:48: Ich bin fest am Theater war auch immer und habe jetzt dann aber seit ja seit zehn Jahren seit guten zehn zwölf dreizehn jahren Dreh' ich auch relativ viel Und jetzt in den letzten jahren immer mehr Auch quasi nebenbei on top noch Aber es ist schon noch immer im endeffekt wahrscheinlich mehr theater als als als vor der kamera.
00:24:07: Hattest du jemals sozusagen wenn du dein fernsehen oder film gemacht hast diese assoziation dass Du gesagt hast so ein bisschen ... habe ich jetzt das Gefühl, dass sich in sowas... Also vielleicht nicht inhaltlich unbedingt immer aber so.
00:24:20: So hab' ich mir jetzt eigentlich vorgestellt wie es ist für was ich mir früher zum Beispiel angeschaut habe.
00:24:24: Das ist so ähnlich als ein Squasee-Film oder so und jetzt bin ich auch in sowaz drin, steh hier, wir machen hier so eine Geschichte.
00:24:31: Hast du je sowas erlebt?
00:24:33: Oder wenn nicht hast du je so etwas vermisst?
00:24:37: Das ist ne gute Frage für mich.
00:24:38: Ist ne sehr gute Frage!
00:24:39: Also,... ...das Interessante ist also ich hab'... Was für mich wirklich auch ein wichtiges und tolles Projekt war ... war, wie ich mit David Schalco M eine Stadt sucht ein Mörder gedreht hat.
00:24:52: Und das war auch insofern toll als das... ... erstens war es, dass hatte einen langen Vorlauf,... ... ich hatte eine lange Vorbereitungszeit, ich musste Gebärdensprache lernen,... ... weil in dem Film hatte ich eine Filmtochter die gehörlos war,... ... auch im wirklichem Leben gehörlos war und mit der ich mich in Gebärdensprache unterhalten habe.
00:25:09: Das muss sich dann lernen.
00:25:11: dann war das einfach eine sehr, sehr große Produktion mit sehr vielen tollen Kolleginnen und Kollegen.
00:25:16: Und da ging es wirklich auch zur Sache.
00:25:19: Das waren sehr emotionale Szenen in denen ich spielen musste.
00:25:21: Es waren tolle Bilder... Da hatte ich wirklich das Gefühl wow!
00:25:27: So ein bisschen habe ich mir das vorgestellt aber zum Beispiel auch unter anderem deswegen weil ich mir so einen Skill draufschaffen musste für die Produktion.
00:25:34: Und das war glaube ich einer Aspekt wie ich daraus gefunden hab den ich immer damit assoziiert habe dass er so ein toller Beruf ist.
00:25:41: Dann wird man quasi bezahlt dafür, dass man noch sowas lernen darf.
00:25:44: Dass man sich so was draufschaffen muss ein Instrument oder eine körperliche Fähigkeit oder eben sowas.
00:25:50: Oder ne Sprache.
00:25:52: das war ein Projekt wo ich ... Wo ich das Gefühl hatte... Das habe ich mir ein bisschen glaube ich ein bisschen so vorgestellt.
00:26:00: Ich war dann auch ich hab ja auch einmal da für Netflix mit Duncan Jones habe mich mute gedreht mit Paul Rudd und Justin Thoreau hat er da ... eine sehr lustige und schöne Szene mit denen.
00:26:10: Und war da irgendwie ein Tag auf so einem Riesenset in Berlin, wo dann wirklich auch glaube ich... ... fünfhundert Kompasen und ich weiß nicht also einfach das größte Set, auf dem ich immer es war, weil in der Messe in Berlin... ...aufgebaut.
00:26:22: Danke John!
00:26:23: Ist doch ist das der Sohn von David Bowie?
00:26:25: Genau, der Sohne von David Boe.
00:26:27: Und da hatte ich dann auch das Gefühl okay dass... durch welche Instanzen das alles lief und wie man dann mit diesen großen Stars da zusammengearbeitet hat.
00:26:39: Das hatte etwas von diesem Riesen-Set-Gefühl oder vielleicht so Hollywood Geschmäckle, aber das Interessante war trotzdem auch dass in der eigentlichen Arbeit ich dann gemerkt habe... Der Job ist ja eigentlich immer gleich.
00:26:55: Man hat bessere und schlechtere Drehbücher Vielleicht bessere und schlechtere Kolleginnen, aber die eigentliche Arbeit ist dann doch auch immer sehr ähnlich.
00:27:07: Naja gut, aber ich denke natürlich wenn du dir so was drauf schaffst wie zum Beispiel Gebärdensprache und dann du das Szene drehst.
00:27:12: Dann kann ich mir schon vorstellen dass es so wenn es dann auch gut gelingt.
00:27:15: das hat ja schon eine gewisse Lebendigkeit die vielleicht nicht reproduzierbar ist oder die dann wenn man sie vergleicht mit was für sich ein ganz normalen Dialogsszene bei einer Serie oder so ist schon einen Unterschied wahrscheinlich oder vom Gefühl vom eigenen gefühl von der Befriedigung oder?
00:27:31: Ja ja da gut ich meine gute Gebärdensprache kam wirklich dazu dass man quasi sich so freut, dass man einfach das jetzt alles richtig gemacht hat.
00:27:38: Und dass er einen Flow hatte und so ein Stress damit quasi.
00:27:43: Das gab es auf jeden Fall.
00:27:48: Aber ansonsten... Na klar!
00:27:52: Es waren einfach Szenen mit sehr hohen Stakes.
00:27:57: Es ging irgendwie um sehr viel.
00:27:58: Da sollte es eigentlich immer.
00:28:00: Ja ja natürlich.
00:28:01: Aber da hat man dann schon vielleicht noch mal aber ich weiß gar nicht ob ob ich so ein gutes Gefühl danach hatte.
00:28:12: Ich bin auch tendenziell da sehr selbstkritisch, ich musste dann am Schluss wirklich... Das war absurd!
00:28:16: Wir waren in einer riesigen Kanalisationshalle von Wien, wo das große Finale der Serie stattgefunden hat.
00:28:22: Es war ein unglaubliches Motiv.
00:28:25: Das war so unterirdisch.
00:28:26: Ein Wasserreservoir ist das, dass dann leer gepumpt war, wo auch irgendwie zwei Hundertfünfzig Statisten waren und die ganze Hauptkast aufgeregt diese Gerichtsverhandlungen.
00:28:34: Und da musste ich einen einen knapp vierseitigen Monolog halten.
00:28:41: Und das war natürlich auch ein wahnsinniger Druck.
00:28:46: und da war ich zum Beispiel dann wahnsinnig selbstkritisch und habe gedacht, ich hab diesen einen Moment, den habe ich nicht gekriegt und dieser eine Satz, da war eigentlich nicht da wo ich sein wollte und klar... ...und habe mir dann riesen Kopf gemacht.
00:28:56: und natürlich ist es nicht so dass du da ten takes machen kannst.
00:28:59: Ganz zu schweigen davon eben, dass es dann in diese Halle zwischendurch Kohlenmonoxid Alarm gab dass alle wieder rein mussten und dann halt eine halbe Stunde später wieder raus.
00:29:09: Es war ein wahnsinniger Drehtag, da hat man schon einen anderen Druck noch mal oder noch einen anderen Stress.
00:29:19: Aber ich habe auch gemerkt – das finde ich beim Film und vor der Kamera ja nochmal einfach viel verrückter – was man spielt ist wirklich nur so ein Teil von diesem Ganzen.
00:29:31: Man ist wirklich in Zahnrädchen im Getriebeln.
00:29:33: Man steht vor der Kammerer und hat das Gefühl ... Das ist das Wichtigste, was der Schauspieler jetzt macht.
00:29:39: Aber durch die Art und Weise wie das Drehbuch geschrieben ist... ...wie es gefilmt ist, wie es beleuchtet ist,... ....wie es vom Ton aufgenommen ist und vor allem wie es geschnitten wird,... ...merkst du wirklich ein Teil von diesem ganzen Gesamtkunstwerk bis zu?
00:29:56: Und das kann manchmal auch mit Erfahrung, finde ich,... ...kanne er dann auch ein bisschen entspannen wieder.
00:30:05: Ja, also was ich halt überlege dabei ist.
00:30:09: Weil du eben New Hollywood auch angesprochen hast zum Beispiel kennst du die Filme von John Casavetes?
00:30:17: Und wenn ich mir da gibt es ja schon so jeden ein oder anderen Film Und Calvates hat ja schon sehr stark.
00:30:25: vor allem ging es um die Beziehung der Figuren und um die Schauspieler an sich.
00:30:30: Es ging weniger um, habe ich das richtige Licht oder ist wie ist die Kamera positioniert?
00:30:35: Es gibt da wirklich ganz wahnsinnige Beispiele teilweise also ich glaube erst mal wo ich auch Gloria gesehen habe.
00:30:43: Der Film fängt an dass er die Kamera irgendwo in so einer dunklen Wohnung aufstellt und dann passiert ganz viel in dieser Wohnung.
00:30:48: Da ist eine Familie die da so rumlaut.
00:30:49: Du weißt nicht genau wer ist jetzt der Hauptdarsteller?
00:30:51: Manchmal erkennst du auch nix.
00:30:53: Aber das interessiert ihn nicht, und bei so einen Kassavetes würde ich sagen ... Da ist doch die ... Wenn ich mir Gina Rowlands angeschauere?
00:31:01: Ich finde eben Woman and the Influence ja.
00:31:06: Das find ich eine ganz große Leistung, die sie da vor der Kamera abliefert.
00:31:12: Da würde ich doch sagen, steht die Schauspielerin sehr stark im Fokus.
00:31:16: Da ist dieses ganze Trummerum gar nicht so wichtig.
00:31:18: eigentlich zum Beispiel.
00:31:20: Ja, das stimmt.
00:31:22: Weißt du so?
00:31:22: Da ist doch eigentlich ... da ist die Kamera fast schon intim!
00:31:25: Da ist nur noch der Schauspieler und die Kamera, hast du's gefühlt.
00:31:29: Und der Zuschauer.
00:31:30: Ja, dass stimmt.
00:31:31: Es gibt absolut diese Zusammenhänge und diese Produktionen auch, wo es quasi so isst... Das
00:31:40: findest du sowas toll?
00:31:41: Wenn du so was ... Natürlich
00:31:42: natürlich.
00:31:44: Ich denke auch ... Das da wo ich herkomme vom Theater.
00:31:47: Ich wollte das vielleicht auch ein bisschen in diesen Vergleich setzen, weil man im Theater das Gefühl hat du hast mehr Kontrolle über dass Weil du bist direkt mit dem Publikum und die sehen das was du jetzt in dem Moment machst Du bist mehr Und vor der Kamera denkt man das als Spieler manchmal und im Ergebnis siehst du dann Also, der hat das da überhaupt nicht ... Die Kamera hat das gar nicht eingefangen.
00:32:08: Der war im Schnitt dann sowieso auf dem anderen Kollegen in dem Moment oder ... Das mein ich damit?
00:32:13: Ja, ich verstehe.
00:32:14: Dass man das Gefühl hat, dass wirkt ganz anders als wie du es gespürt hast oder wie du dachtest, dass deine Wirkung jetzt in dem moment ist.
00:32:23: Wenn du eine Show hast, eine Serie hast oder ein Projekt hast wo... wo der Fokus so auf den Spielern liegt und du das Gefühl hast, dass wird auch auf die Art und Weise gefilmt.
00:32:38: Natürlich ist das ganz toll!
00:32:39: Und natürlich ist das großartig... Aber Casa Vete hat ja auch nichts gemacht.
00:32:45: Natürlich hat er dann diese tollen unglaublichen Spielerinnen und Spieler oder jetzt eben die Gino Rollens oder diese ganzen Leute.
00:32:54: aber natürlich wenn du die nicht hast oder wenn du auch nicht ein gutes Buch hast Gute Szenen hast, dann wird es da auch ganz schnell, ganz eng so.
00:33:07: Ja klar!
00:33:08: Ich glaube, da ist es auch speziell so eine ganz große Leidenschaft gewesen.
00:33:11: Der hat ja auch dann bei sich zu Hause gedreht und er hat sein Eltern seine Geschwister alles möglichen.
00:33:16: Und dann aber auch ganz Peter Fawke mit dem er immer wieder gedrehte.
00:33:20: Immer so ganz tolle Schauspieler, die dann dazwischen drin waren in diesem ganzen Echten teilweise... Was ist denn für dich?
00:33:28: Gibt's Schauspieler, wo du sagst, die dich früher inspiriert haben oder möglicherweise verbunden mit einem Film, wo Du sagst das ist so ne Performance, sowas würde ich ganz gerne mal spielen.
00:33:42: Also ich glaube, was sich immer ganz toll fand war... weil ich schon auch sage, ich würde behaupten, ich habe irgendwie ein komediantisches Talent.
00:33:53: oder das ist eine Ebene, die mich sehr interessiert im Film und mich hat es immer fasziniert wenn besonders lustige Leute plötzlich ernst waren zum Beispiel oder wenn's diese Ebene gab wo sich ... wo sich diese Komöde und die Tragödie so vermischt hat.
00:34:12: Also ich zum Beispiel einer meiner Lieblingsfilme ist immer noch, glaube ich, Eternal Sunshine of the Spotless Mind.
00:34:19: Finde ich einfach bis heute einen fantastischen Film... ...und auch was Jim Carrey da macht
00:34:24: z.B.,
00:34:25: als ein Beispiel dieser Ebenen zu verbinden.
00:34:30: auch das ist etwas, was mich immer total fasziniert hat oder was ich sehr toll fand.
00:34:37: also Das hat aber zum Beispiel auch in meiner Jugend, das hat auch Josef Hader... ...in seinem Kaivaree-Programm privat auch gemacht.
00:34:44: Er bringt die Leute zum Lachen und du fällst fast um weil es so lustig ist und dann sagt er einen Satz und in einem Moment dreht sich die Stimmung um.
00:34:55: Und es ist total ernst und total bedrückend und total berührend.
00:35:01: Ich glaube, dass ist etwas, was mich auf jeden Fall... dass mich immer wieder beeindruckt oder fasziniert.
00:35:07: Eigentlich, wenn es so ein Gegenspiel von diesen Ebenen gibt.
00:35:11: Ist das möglicherweise auch dann so faszinerend?
00:35:15: Weil das Leben auch so ist?
00:35:18: Wir mögen ja alles echte und wenn wir kreativ, kann ich mir vorstellen Schauspieler oder so, man sagt, das fühlt sich ja auch echt an!
00:35:24: Das Leben ist ja auch so ein Auf-und ab oder es sind manchmal in einer Situation verschiedene Gefühle da Und das ist fast reproduziert auf der Bühne.
00:35:34: Ja, total.
00:35:34: Auf jeden Fall!
00:35:35: Ich finde das ist immer der Moment wo es am allermeisten connectet ist wenn du das Gefühl hast dass du dich in einer Figur nicht dem was die Figur emotional gerade durchmacht wenn man sich wiederfindet Wenn etwas spiegelt von deinen eigenen Erfahrungen mit dem was auf der Bühne oder vor der Kamera dann so passiert.
00:35:55: Also eigentlich wenn jemand vielleicht auch die Emotionen ausleben kann Du gerade nicht formulieren kannst oder auslegen kannst wenn da was resoniert zwischen Publikum, Zwischenspieler auf der Bühne das ist magic.
00:36:08: Das ist wirklich ganz besonders toll und das erlebe ich... Auf der bühne natürlich dann immer meistens noch direkter weil du wirklich im direkten Kontakt bist und es entsteht so ein Raum.
00:36:19: aber es kommt eben auch vor dass Dass dir dann jemanden Feedback gibt und sagt, ich hab das da gesehen was du da gespielt hast.
00:36:25: In dieser Serie oder in diesem Film und es hat mich total berührt oder es hat sich total bewegt und ... Das ist sicherlich der Grund auch warum man das, warum ich das auch gerne mache oder warum ich dass überhaupt mache so diesen ganzen Job quasi.
00:36:43: Weil diese Verbindung herzustellen.
00:36:45: Das in den Menschen zu erzeugen, verbindung ist das beste Wort dafür.
00:36:50: Man tritt in Verbindung mit anderen Menschen mit deren Welt.
00:36:55: Und es hat was unglaublich... Es verbindet die Welten und die Menschen miteinander, das ist sehr befriedigend finde ich.
00:37:06: Das ist einfach etwas Gutes zu machen.
00:37:12: In dem in einem anderen Interview was ich gehört habe da haben sie dich auch gefragt, ob du irgendwann mal Lust hättest Regie selber zu machen hast du dann gesagt mach so viel passiert.
00:37:20: Ich lerne für viele Leute kein so viel Projekte blabla.
00:37:23: So ist es eigentlich.
00:37:24: alles bin eigentlich ganz zufrieden.
00:37:25: also ich mache erst das dann mache ich einen Sprechentext ein und stich auf der Bühne dann drehe.
00:37:29: ich war sonst weil ist das bei dir heute immer noch so dass es sich für dich dann möglicherweise auch anfühlt wie ein großes Abenteuer sage ich mal, dass du immer noch überrascht bist.
00:37:41: Dass du nicht so eingefahren bist und sagst, ich bin ein Schauspieler.
00:37:45: Ich gehe zur Margarinenfabrik jeden Tag und bin da am Fließband.
00:37:48: So ist das für dich gar nicht?
00:37:50: Nein!
00:37:50: Das ist wirklich auch einer der tollsten Sachen an meinem Job.
00:37:53: Dass ich das Privileg habe, dass ich ihn auf sehr viele unterschiedliche Art und Weisen ausüben kann... ...und arbeiten kann.
00:38:01: ... Schauspieler bin und auf so vielen verschiedenen Ebenen arbeiten kann.
00:38:06: Ist wirklich ganz, ganz toll!
00:38:07: Und das ist ein großes Privileg... ...und langweilig war mir schon seit ... ... das Jahr zwei Tausende Eins nicht mehr, glaube ich, ungefähr.
00:38:16: Also ...
00:38:17: Ja okay.
00:38:18: Das ist wirklich nicht das Problem.
00:38:20: Und das is' wirklich ganz toll.
00:38:22: Es ist dann eher auch eine Frage, finde ich,... ...und es ist eine sehr privilegierte Frage wenn man viel zu tun hat,... ...wo liegt man den Fokus hin?
00:38:30: Wo habe ich das
00:38:30: Gefühl?...
00:38:31: was interessiert mich als nächstes?
00:38:32: Wo ist der nächste Schritt
00:38:33: so?".
00:38:34: Und jetzt würde ich das mittlerweile sagen, dass Regie weiß ich nicht inwieweit mich das interessiert.
00:38:39: Aber im Moment interessiere ich mich zum Beispiel wirklich stark dafür Stoff mitzuentwickeln, Projekte mitzuformen auch schon in der Drehbuchphase oder in der Entwicklungsphase zu begleiten.
00:38:54: Das bedeutet nicht, dass ich selber jetzt komplett alleine an einem Buch schreibe.
00:38:57: ... aber da gemeinsam mit Leuten drüber nachzudenken, sich in so den Kosmos von Figuren im Vorfeld hinein zu denken.
00:39:05: Nicht nur auf der Probe am Set... ... in der Vorbereitung sondern wirklich in der Entwicklung.
00:39:11: das zum Beispiel war es, dass mich total interessiert aktuell und fasziniert.
00:39:15: Und wo ich meine Fühle ausstrecke und schon an den einen oder anderen Sachen dran bin.
00:39:22: Das ist dann etwas wo ich merke okay das braucht alles natürlich viel Zeit und viel Energie.
00:39:25: und wenn du diese Zeit und Energie in anderen Projekten bindest, in denen du das machst was du kannst und was du immer und immer wieder machst.
00:39:33: Dann ist das Zeit, die dafür einfach auch fehlt so.
00:39:35: Und das sind dann Entscheidungen, die man abwägen muss.
00:39:38: Wohin geht's?
00:39:39: Was mache ich zu?
00:39:44: Wenn ich fragen darf deine Frau ist sie auch künstlerisch unterwegs sozusagen oder er hat einen bodenständigen Job?
00:39:51: Nein, die ist tatsächlich auch Spielerin.
00:39:53: Die ist auch Schauspielerin und Sprecherin?
00:39:55: Genau!
00:39:56: Und arbeitet frei.
00:39:59: Und dementsprechend gibt es da eine große Toleranz und ein großes Verständnis für Arbeitszeiten- und Arbeitsumstände.
00:40:09: Da muss ich quasi nicht erklären was das bedeutet den Endproben zu sein oder dass mal einen Drehtag einfach länger geht oder wie diese Dinge sind... Da gibt es zum Glück eine große Toleranz.
00:40:22: Das heißt, das ist eigentlich auch dein ganzes Umfeld?
00:40:24: Weil ich meine, ich frag so deshalb ... weil du auch so wie du erzählst und so wichtig wahrnehme bist.
00:40:29: Du bist so durch-und-durch irgendwie ein Künstler.
00:40:32: Du kommst aus der Künstelfamilie quasi so ein bisschen.
00:40:35: Aber auch so, wie du über Schauspielerei sprichst oder diese auf der Bühne stehen und das Ganze dann hast du auch... Freunde, die was ganz anderes machen?
00:40:46: Die beim Supermarkt arbeiten oder so.
00:40:49: Also ich hab jetzt grad meine Tochter ... Deswegen habe ich mich für fünf Minuten verspätet, weil ich fährt heute auf Klassenfahrt und der Bus ist irgendwie später gekommen und nicht losgefahren.
00:41:01: und dann steht man da als Helikoptereltern, die mittlerweile alle sind.
00:41:05: Man wartet nur, dass der depperte Bus endlich losfährt damit man noch einmal winken kann geht aber sonst keiner einfach vorne schon weg und sagt, ich habe eigentlich einen Termin.
00:41:15: Und da zum Beispiel auch in der Schule ... Ich würde mal sagen die Kinder haben das sehr befördert.
00:41:24: Die Kinder haben es sehr befürdert dass sich die sozialen und freundschaftlichen Kreise wirklich ausbreiten und über die Theater und, sag' ich mal, Businesskreise hinausgehen so.
00:41:36: Ansonsten ist es natürlich so klar, dass man viel mit Leuten zu tun hat die im selben Job arbeiten oder in den selben Richtungen arbeiten und dass gerade auch im Theater dann viele Freundschaften sich aus diesen Kreisenspeisen.
00:41:48: Aber gerade durch die Kinder ist es toll, weil ich das Gefühl hatte, dass wirklich viele Beziehungen und viele Freundenschaften von außerhalb dazugekommen sind.
00:41:56: Und jetzt gerade wo ich wieder in Österreich arbeite bin noch immer sehr eng mit vielen Jugendfreunden, die ganz andere Sachen machen auf ganz anderen Ebenen arbeiten und unterwegs sind ... würde ich schon, glaube ich schon zu behaupten.
00:42:13: Ich finde es lustig, dass du mich quasi so als Künstlerpersönlichkeit wahrnimmst... ...ich habe dieses Gefühl selber oder diese Selbseinschätzung immer irgendwie gar nicht.
00:42:20: Also ich hab eigentlich immer das Gefühl, ich lebe so irgendwie ein seltsames Leben.
00:42:26: aber eigentlich ist es bodenständig das richtige Wort vielleicht nicht,... ...aber auf jeden Fall sehr unaufgeregtes Leben für dich irgendwie so behaupte von mir selbst.
00:42:37: Aber das ist meine Eigenwarnung!
00:42:38: Na ja, gut.
00:42:39: Das ist ja was sehr Positives eigentlich wenn man ein unaufgeregtes Leben oder?
00:42:41: Also ich meine das beziehungsweise du meinst es im Sinne von eher so dass man sich vielleicht von außen vorstellt da ist immer Trubel als Künstler immer der Spotlight auf den... Ja
00:42:50: genau ganz genau!
00:42:53: So meine ich das.
00:42:53: Das is mein Job und den mache ich sehr gern und den mach' ich auch gut und das ist auch etwas was ich natürlich auch in die Familie hineinträgt um meine Kinder wissen was ich mache und wir unterhalten uns darüber.
00:43:10: Das ist trotzdem meine Arbeit und mein Job.
00:43:12: Und da gibt es ganz viel Leben drum herum, was auch nichts damit zu tun hat, sagen wir so.
00:43:17: Also
00:43:18: das heißt wie wirst du dann auf dem Elternabend nicht als ... Ah, da kommt der Schauspieler?
00:43:22: So wirst Du nicht wahrgenommen von den anderen Eltern!
00:43:25: Ja, das ist so und so.
00:43:26: Jetzt lebe ich auch in Köln hier.
00:43:28: Da gibt's ganz viele die auch irgendwas mit Medien machen, wie man früher so schön gesagt hat.
00:43:37: Also das ist auch, ich glaube man isst da jetzt nicht so ganz der bunte Hund wie vielleicht anderswo.
00:43:44: Und dann gibt es irgendwie doch auch wenn man sich so umhört den einen oder anderen die dann auch in dem selben Business arbeiten oder in der Ebene erarbeiten.
00:43:53: Ansonsten kriege ich eigentlich vor allem immer zu hören Mensch hier kannst du dir den ganzen Text merken Das fragen immer alle.
00:44:00: Die Frage die jeder Schauspieler millionenfach sein Leben schon gehört hat.
00:44:04: Dann antwortet man die freundlich, aber dann geht es auch ganz schnell wieder um die Klassenfahrt und um Elterngespräche.
00:44:11: Und um Handyzeiten für die Kinder und um Hausaufgaben und Schularbeiten.
00:44:16: Und hast du nicht gesehen?
00:44:19: Ah, ist klar!
00:44:20: Ich grad mal auf meine nächste Frage schon – wie kannst Du Dir den ganzen Text eigentlich
00:44:25: nachmachen?!
00:44:26: Habe
00:44:26: ich noch gar nicht gefragt!
00:44:30: Das ist lustig.
00:44:31: Es wird ja behaupten, wenn du mal... Eigentlich solltest du das... Du solltest die Frage nicht in jedem Schauspielerin hier, deinem Schauspieler stellen den du interviewst aber du solltest nur die Frage stellen wie oft hast du in deinem Leben diese Frage schon gesagt?
00:44:42: Diese Frage tatsächlich.
00:44:43: Da sollte
00:44:43: man so eine repräsentative Umfrage machen weil ich... Das ist definitiv die Frage die man am meisten gestellt bekommt.
00:44:49: Nicht!
00:44:51: Ja
00:44:51: gut.
00:44:52: Okay, ja okay?
00:44:54: Ja gut vielleicht macht das auch für außenstehende also nicht so weil ich so denke es ist super einfacher oder so.
00:44:58: aber ich denke Es ist ja ein teil des jobs ist es ja Teil der auch der berufung dass man wahrscheinlich auch eben Ein willen entwickelt sage ich mal der dann das die lernfähigkeit Wahrscheinlich auch dementsprechend fördert dass man sagt möchte das ja können Ich möchte ja super das ist mein ding.
00:45:16: so.
00:45:16: ich glaube sowas ist mein Ding.
00:45:18: deswegen kann ich's halt
00:45:20: Ja, das stimmt.
00:45:21: Obwohl ich finde auch da ist es ja auch wirklich sehr unterschiedlich.
00:45:23: Es spricht mir vom Theater, vom Film und ich weiß nicht wie deine Erfahrung diesbezüglich ist.
00:45:27: aber ich hab schon auch erlebt dass Kolleginnen und Kollegen das mit einem ganz unterschiedlichen Ehrgeiz betreiben, das Text lernen.
00:45:34: also manche können ihre Texte sehr gut und manche kann sie auch gar nicht so gut Und wurscht sich auf andere Art und Weise durch.
00:45:43: Also auch da gibt's große Unterschiede würde ich mal sagen Mit welcher Art und Weise man das betreibt mit dem Text lernen.
00:45:49: Also ich hab ja früher Kurzfilme gemacht und so weiter und sofort, ich habe irgendwann mal einen Kurzfilm gemacht der war auch relativ prominent besetzt Was für sich Götz Otto war zum Beispiel mit dabei, falls der dir was sagt oder so.
00:46:02: Also immer ein paar... Und da gab es schon den einen, ich will jetzt keinen Namen nennen.
00:46:05: Es war nicht Götzt Otto übrigens aber es gab schon den anderen, der natürlich auch an Zettkamp kein einziges Wort auswendig kannte.
00:46:13: und dann haben wir bei dem einen, der auch immer wieder das vergessen hat, haben wir dann so einem anderen Kompasen immer den Text auf die Brust geklebt.
00:46:22: Weil es war schon drei Uhr morgens und er hat's immer wieder verhauen ja?
00:46:28: Das heißt, du kannst auch nicht hingehen und sagen, warum kannst du den Text nicht?
00:46:32: Man muss irgendeine Lösung finden.
00:46:34: Dann haben wir das so gemacht, dann hat es irgendwann funktioniert.
00:46:38: Und ich weiß nicht wie das im Ergebnis aussah, aber das ist das Gemeinde.
00:46:41: Wenn die Leute gut sind, du siehst das dem Ergebnis dann nicht an!
00:46:48: Also im Ergebnis denkst du dann so super gespielt gut gemacht.
00:46:51: So also ich habe auch wirklich schon, ich nenne da jetzt auch keine Namen aber auch schon mit dem einen oder anderen prominenten Kollegen oder Kollegin gearbeitet.
00:47:00: Oder wirklich denkst das ganze dauert hier sehr viel länger als es müsste weil der Kollege die Kollegin einfach ihren Text überhaupt nicht können.
00:47:08: und dann stückelt sich die Szene aus hundert kleinen Takes zusammen und dann schaust du dir das im Schnitt an und es sieht super aus.
00:47:16: Und du denkst naja Die Magie des Films und das Schnitt.
00:47:22: Aber eine gute Arbeitseinstellung finde ich es
00:47:24: nicht,
00:47:25: also dass ist nicht meine Art, meine Arbeitseinstellung.
00:47:28: Ich denke auch wirklich immer... Auch da denke ich man ist ein Teil von diesem großen Betrieb und diesem Getriebe und man muss sehr bedacht mit der Zeit umgehen die man hat Die anderen Gewerke und Leute da kostet so.
00:47:50: Und es ist wichtig, dass man die Zeit nimmt, die man braucht um ein gutes Ergebnis zu schaffen... ...und eine künstlerische Freiheit nicht aufzugeben.
00:47:58: aber... Auch so
00:47:59: der Teamgedanke oder?
00:48:01: Genau!
00:48:01: Absolut der Team-Gedanke.
00:48:04: Das du sagst das sind Leute, die wollen noch irgendwann nach Hause.
00:48:06: Die haben alle Kinder, sie wollen zu den Familien.. ..oder zu ihren Partnerinnen und Partnern.
00:48:11: Wenn's jetzt an mir liegt weil ich einfach meinen Text nicht kann.... dass das alles hier zehnmal so lang dauert.
00:48:17: Und wenn es dann noch Leute sind, die da noch sagen, das ist aber jetzt gar nicht meine Schuld, weil ich meinen Text nicht kann sondern das ist die Schuld... Weil mein Kaffee nicht die richtige Temperatur hatte und Mandelmilch statt Hafermilch war, ...dann wird's wirklich problematisch.
00:48:34: Aber es gibt solche und es gibt auch wie immer ganz viele andere wo es überhaupt nicht so ist.
00:48:40: Das Interessante finde ich nur,... Ja, dass es oft so ist das je höher man so hoch steigt.
00:48:49: Dass du auch merkst.
00:48:50: Es gibt viele Leute die wirklich dann Die nicht umsonst dort sind wo sie sind weil sie einfach unglaublich professionell und unglaublich gut arbeiten.
00:49:00: Also das hat seinen Grund manchmal, dass jemand sehr bekannt ist zum Beispiel.
00:49:04: Weil er einfach ein harter Arbeiter ist.
00:49:06: Ja ich kenne das von anderen Geschichten tatsächlich auch.
00:49:09: Ich kenne es auch von Bühnenkünstlern also eher so Comedy und so oder Zauberreihe und alles Müche.
00:49:15: und dann gibt es jemanden auch der sehr gut befreundet ist ... mit einem großen Bühnkünster, der sagt ja aber das auch als er noch nicht so bekannt war.
00:49:24: Der hat auch im Nachts um drei mich angerufen und gesagt, wie findest du die Idee?
00:49:29: Ich habe gerade die Idee ich arbeite grade an was... ...der hat eigentlich wie du hast das Gefühl gehabt er hat nie geschlafen also der hat immer irgendwie etwas dafür getan anders als alle anderen.
00:49:38: Und dadurch ist er am Ende irgendwie auch weitergekommen als alle andern.
00:49:41: Ja,
00:49:42: ich glaube schon dass es in diesen Bereichen den wir sind gibt's kannst du nicht immer sagen, wenn du diese Arbeit investiert wird das das Ergebnis haben.
00:49:52: Du sammelst nicht irgendwie Credits die du irgendwann einlösen kannst bei der Bank aber die... Wenn du es dir unter dem Strich anschaust, die Statistik dann kannst du sagen Es gibt eine ganz klaren Zusammenhang von Leuten die wahnsinnig hart arbeiten und bei denen dann auch wirklich was dabei rumkommt.
00:50:12: also das ist keine Garantie Aber in den meisten Fällen ... ist es, gibt's diese Zusammenhang einfach auch.
00:50:19: Muss man einfach auch so sagen?
00:50:20: Ja und vielleicht auch Durchhaltevermögen würde ich auch immer noch sagen...
00:50:23: Auf jeden Fall!
00:50:24: Resilient und Durchhalter-Vermögen auf jeden Fall.
00:50:28: Wird man eigentlich wenn man als Österreicher hier mit den, sagen wir mal an den, weiß nicht ob das auch beim Theater so ist aber sagen wir bei Film und Fernsehen wird ... wirst du anders, auch wegen vielleicht möglicherweise Sprache die man so leicht anders hört.
00:50:47: Hast du jemals irgendwie so ein Erlebnis gehabt dass du anders wahrgenommen wirst?
00:50:50: Dass du anders behandelt wirst das gesagt wird naja du kannst jetzt halt kein richtig deutschen spielen.
00:50:54: oder war mal das Thema sowas?
00:50:58: Also dass ich keinen deutschen spielen kann das war tatsächlich kein Thema insofern als dass ich zwar jetzt wenn ich im Alltag spreche darf meine österreichische Färbung da Platz haben aber ich habe in Berlin studiert Und da wurde mir quasi von Semester eins klar im Sprechunterricht vermittelt.
00:51:13: Es wäre ganz wichtig, dass du die in der Lage bist deinen Dialekt komplett abzulegen weil du sonst Gefahr drohst in irgendeiner Schublade zu landen und das haben diese ernst genommen.
00:51:22: Ich habe mich darauf eingelassen und dann hab ich auch wirklich das so weit betrieben, dass sich dann... Auch wenn du dir jetzt meine Arbeiten vor der Kamera oder auch vom Mikrofon, ich spreche ganz viel auf den Deutschlandfunk oder für den WDR Das ist quasi akzentfrei.
00:51:37: also da gibt es keine dialektale Färbung in irgendeine Richtung, die man da hört.
00:51:44: Und dementsprechend habe ich diese Erfahrung eigentlich nicht gemacht zumindest wenn die Leute mich dann kennen.
00:51:52: aber ich hab einerseits... Ich hab lustigerweise andersherum die Erfahrung gemacht dass ich in Österreich manchmal dann Wenn ich jetzt wieder in Österreich gearbeitet habe oder jetzt wieder mehr in Österreich arbeite Dann Dialektal verwirrt bin weil ich manchmal zwischen den verschiedenen Sprachebenen und In Oberösterreich, wo ich herkomme gibt es einen sehr starken Dialekt.
00:52:12: Und das wienerische klingt wieder irgendwie anders oder das wie die Leute in Wien sich eigentlich unterhalten meistens zu meiner... Also da gibts bei mir manchmal barbilonische Sprachverwirrung auf der österreichischen Seite manchmal je nachdem mit wem ich mich gerade unterhalte.
00:52:27: und grundsätzlich muss man überhaupt sagen als Österreicher ... Man hat's als Österreich ein Deutschland leichter als das Deutsche an Österreich würde ich sagen
00:52:35: Ist das so?
00:52:36: Ja, ich glaube unter dem Strich kann man das schon sagen.
00:52:38: Weil das Schlimmste was jetzt Österreicher in Deutschland passiert ist eigentlich dass man ein bisschen verniedlicht wird.
00:52:44: ach die lustigen kleinen Österreicher nach dem Motto Das kann auch sehr sehr nerven manchmal aber Ich habe anderes rum erlebt dass es viele deutschen deutsche gibt dann in Österreich dies manchmal schwer haben, in Wien.
00:53:01: Es ist auch besser geworden aber das gibt es an viele Piefgevorurteile oder einfach auch so eine gewisse Animosität weil es wahnsinnig viele Deutsche mittlerweile auch gibt in in in Wiedern in Österreich da gab's dieses Thema mit den Studienplätzen.
00:53:14: und hast du nicht gesehen was kein NC gibt in Österreich dass da viele dahin sind?
00:53:20: Und da gibts so ne alte österreichische Animosität gegenüber manchmal den Deutschen, die sie da manchmal auch zu spüren kriegen.
00:53:31: Sind die Österreicher aus deiner Erfahrung konservativer oder heimatorientierter als Deutsche?
00:53:40: Also Heimatverbunden?
00:53:41: dann sag ich mal oder vielleicht auch haben Sie mir Vorurteile gegenüber fremden kann man das nicht so sagen.
00:53:49: Das ist schwer zu verallgemeinen.
00:53:50: aber grundsätzlich würde ich sagen sind die Österreichern schon Ein Heimatverbundener würde ich nicht sagen, aber so ein bisschen mehr Vorurteile oder so das glaube ich schon.
00:53:59: Es gibt auch wieder riesige Unterschiede zwischen Land und Stadt.
00:54:02: Aber grundsätzlich sind die Österreicher Was das betrifft vielleicht so ein bischen noch konservativer als die Deutschen oder so wenn man das so verallgemeinern kann oder So ein bisschen Feindseliger gegenüber den fremden Aber auf jeden Fall anders sind einfach hinten Hinterrücks.
00:54:24: Ja, sie sind einfach... Sie sind auch außenfreundlich und hinterm Rücken.
00:54:27: fangen
00:54:28: die dann an?
00:54:28: Ach
00:54:29: echt?!
00:54:29: Ja!
00:54:29: Das ist gerade ja Blades verschluckt.
00:54:31: Okay,
00:54:33: das heißt eigentlich findest du den Podcast jetzt vordergründig super aber hintenrum
00:54:36: sagst du es war ja schrecklich.
00:54:37: Aber ich habe dann gleich im Anschluss einen österreichischen Podcast und da werde ich mich über diesen Podcast furchtbar beschweren.
00:54:44: Das ist das eigentliche Thema von dem österreichischem
00:54:46: Podcast.
00:54:47: Genau.
00:54:48: Super
00:54:50: Okay, okay.
00:54:52: Also das ist zumindest das Klischee wie es mit allen Klischees ist immer irgendwie was dran.
00:54:56: aber zum Beispiel die Erfahrung, die ich jetzt in Wiegen gemacht habe, das kann ich vielleicht noch kurz sagen.
00:55:00: also jetzt war ich Ewigkeiten nicht mehr in Österreich und bin jetzt wieder viel da Und dass hat sich Wien... Zum Beispiel er hat sich wahnsinnig verändert in den letzten zwanzig Jahren einfach auch weil die Bevölkerung viel jünger geworden ist sich viel mehr durchmischt hat wie überall auf der Welt.
00:55:14: der Dialekt Die Einzigartigkeit der Sprache, dass alles geht zurück.
00:55:18: Das verschwindet immer mehr.
00:55:19: Es gleicht sich alles mehr an zu einer Sprache die jetzt jemand in Norddeutschland genauso im Slang und Wörter und Anglizismen, die jemand in Deutschland genau so benutzt wie in Bayern oder wie in Österreich oder sonst wo quasi.
00:55:33: da gibt's das, das gleicht es sich auch von der Sprachheher, von der Kultur her alles immer mehr an.
00:55:37: Und wie findest du das?
00:55:39: Ja, ich finde das... Ich glaube so ist die Zeit.
00:55:43: Ich glaube dass diese Bewegung auch schon immer gegeben hat wenn auch nicht in diesem globalen Ausmaß wie jetzt.
00:55:49: wir haben ja selber gerade darüber gesprochen wie sie uns diese amerikanische Kultur zum Teil geprägt hat dieser Filme Wie omnipresent das war wie man dem gar nicht ausgekommen ist.
00:55:58: aber natürlich gibt es auch einen teil den man sehr schade findet auf allen ebenen.
00:56:02: ich erlebe hier Die kölschesprache in köln die total einzigartig ist und wirklich sogar noch ein bisschen besseren Stand hat, weil sie durch diese Karnevalskultur und durch diese Lied-Kultur so verankert ist.
00:56:18: Und in Wien aber natürlich ganz stark dieser Schmäh, dieser Witz, dieser schwarze Humor, diese Art die auch weniger wird – das hat natürlich auch was Trauriges wenn diese regionalen und wirklich örtlichen Bezüge und einzig Art.
00:56:37: Sichkeiten auch so verschwinden oder wenn die sich so nivellieren und angleichen.
00:56:42: Also es hat auf jeden Fall beides.
00:56:44: Ja ja klar, wobei natürlich wahrscheinlich auch von Generation zu Generation ist das weniger spürbar für die jeweils ansässigen in der Generation.
00:56:52: also wir merken es halt noch viel stärker weil wir natürlich anders groß geworden sind.
00:56:56: Na klar.
00:56:57: Irgendwann ist das natürlich komplett weg.
00:57:00: du siehst dich Eigentlich dann quasi auch, weil.
00:57:03: ich hab vorhin so überlegt.
00:57:05: Man kann ja theoretisch die Frage stellen, wieso bist du nach Deutschland gekommen und jetzt nur in Österreich Theater- und Film- und Fernsehen machen können?
00:57:13: Aber du siehst dich und habt mir selber währenddessen die Frage beantwortet oder vielleicht nicht oder eine andere entwickelt, dass du dich ... Du bist eigentlich Schauspieler und es ist gar nicht so wichtig wo du spielst, sondern eher was zu spielen.
00:57:28: Ja das kann man so sagen würde ich sagen.
00:57:30: also Das kann man so sagen, würde ich sagen.
00:57:33: Ich habe mir diese Frage auch immer wieder gestellt momentan und... ...und ich begnüge mich damit ihr konsequenter Auszuweichen eigentlich.
00:57:44: Wo sehe ich mich jetzt mehr?
00:57:45: zu Hause oder da?
00:57:47: Ich hab einfach ohne das zu wollen bin ich nach Deutschland zum Studieren gegangen weil ich da an der Schauspielschule aufgenommen wurde hatte eine super Zeit und dann habe ich einfach noch während des Studiums am Ende ... bin ich ans erste Theater engagiert worden in Frankfurt.
00:58:01: Und dann war ich vier Jahre dort, ... ... dann bin ich direkt von dort vier Jahren nach Dresden gegangen... ... da war ich elf Jahre in Köln und Österreich hat sich einfach gar nicht ergeben so.
00:58:08: Es war immer wieder ein bisschen zum Drehen aber auch nur im kleineren Ausmaß.
00:58:15: Jetzt bin ich wieder in Österreich und find's ganz toll, da zu arbeiten und da zu sein.
00:58:20: Hab mir das auch gar nicht geplant.
00:58:23: Das ist sehr einfach auch so passiert.
00:58:27: Und jetzt finde ich es ganz toll und genieße das.
00:58:29: Tal in diesen beiden Welten zu Hause zu sein und zu arbeiten.
00:58:33: Und es ist auch manchmal so ein bisschen unterschiedliches Arbeiten, aber ganz oft eben nicht.
00:58:42: Insofern würde ich um diese Frage sehr ausführlich und umständig beantworten.
00:58:48: Hast du das genau richtig?
00:58:49: Hast du's richtig beantwortet?
00:58:50: Ich suche nach spannenden Projekten, ich suche Nachspannenden Geschichten Und Herausforderungen für mich und ob die jetzt in Österreich oder Deutschland stattfinden.
00:59:02: Ich habe ihn lustigerweise, das kann ich vielleicht noch erzählen... ...ich hab schon gemerkt in Österreich.
00:59:06: Das ist auch immer so dieses Klischee.
00:59:07: aber ich würde schon sagen,... ...die Humor in Österreich ist schärfer.
00:59:11: Man traut sich auch in der Film vor der Kamera.
00:59:13: Die Leute trauen sich mehr.
00:59:15: Es ist eigentlich gefragt dass man ein bisschen schwärzer, ein bisschen schärver im Humor isst.
00:59:20: Da ist es mir möglich.
00:59:20: Das merke ich auch im Theater.
00:59:22: Ich hab einen Soloarm den großen Diktator.
00:59:23: ... den ich in Köln schon gespielt habe und in Wien spiele.
00:59:27: Und merke das wirklich die Witze, die in... ...in Kölnen so ein Oh!
00:59:32: Herrvor gerufen haben.
00:59:33: Sie werden in Österreich gutiert aber,... ...das ist nothing out of the ordinary.
00:59:37: So, diese sind da andere Sachen gewöhnt.
00:59:40: Und da hatte ich zum Beispiel die Erfahrung dass ich bei Castings gemerkt hab,... ...dass sich das Gefühl hat, in Österreich kann nicht weitergehen.
00:59:51: Also in Österreich ist es fast gefragt wenn man so eine Figur spielt, die so ein bisschen... ... besonders ist oder die so ein bisschen am Rand steht, dass es durchaus... ... das sie offen dafür sind, dass man weiter geht eigentlich.
01:00:02: Noch einen Schritt weiter.
01:00:03: Mach Sie ein bisschen extremer, mach Sie noch mehr Kanten zu.
01:00:11: Macht ihr ein bisschen unsympathischer vielleicht auch?
01:00:13: Aber auf jeden Fall gehen ein Schritt weiter!
01:00:16: Ich habe den Eindruck also meine subjektive Erfahrung bei den Projekten wo ich jetzt auch Cassings gemacht hab ... dass das eigentlich gefragt ist.
01:00:22: Und dass ich mich manchmal dabei ertappt habe, ... ... dass ich gedacht hab ah okay... ... oder darf sogar diese Schippe vielleicht gar nicht drauflegen?
01:00:30: Bei den österreichischen Projekten hatte ich jetzt immer wieder die Erfahrung,... ..."Ne, ne, das ist wirklich gewünscht und
01:00:35: gefragt.".
01:00:36: Auf jeden Fall habe ich das Gefühl da gibt es viele Dinge wo man so einen Schritt noch fast weitergehen kann.
01:00:43: Bisschen mehr Mut zum schrägen Humor, zum scharfen, ... Mut zum Kantigen.
01:00:55: Ich mein, ich weiß nicht genau wie die österreichische Film- und Fernsehlandschaft oder Theaterlandschaft so aussieht aber ich würde sagen wenn man eben da komme wieder zurück zu den Amerikanern das ich plan ja selbst ein Langfilmprojekt Beim Schreiben überlegt, wie gehen wir hier klassisch eigentlich mit Charakteren um?
01:01:16: Und was hat mich als Kind und Jugendlicher geprägt.
01:01:21: Was waren das für Charaktere?
01:01:23: Die sind ja fast manchmal aus der Leinwand rausgeplatzt.
01:01:26: Also die waren nicht unbedingt weil sie so extrem überzeichnet waren aber sie waren schon sehr ... Du wusstest genau... Irgendwann, wenn du den Film gesehen hast, wusstest du wer der Kerl da ist auf der Leinwand.
01:01:39: Der Charakter war größer als der Schauspielerfass
01:01:42: schon.
01:01:43: Man hat vielleicht auch die falschen Projekte dafür?
01:01:48: Also man hat nicht genau die Projekten wo man so was ausstellen muss oder möchte es gar nicht weil man denkt das ist nicht anspruchsvoll.
01:01:58: Es ist vielleicht immer überzeichnet wie ein Comic und so.
01:02:02: aber ich weiß nicht.
01:02:03: Das ist auch was du meinst in Österreich, dass man sagt ... Dass man die so larger than life.
01:02:10: Dass man so Charaktere ein bisschen kantiger zeichnet damit die Auber aber auch einprägsamer sind am Ende?
01:02:18: Ich glaube, was ich meine, ist das man auf jeden Fall dem Zuschauer mehr zutraut.
01:02:24: Man traut den Publikum mehr zu und mit Dingen umzugehen, also Dinge handeln zu können.
01:02:32: dass es nicht so glatt sein muss.
01:02:34: Das ist jetzt auch wirklich sehr verallgemeinert gesprochen und überhaupt nicht spezifisch, und es gibt genug ginge Beispiel auch im österreichischen Fernsehen wo du sagst im Gotteswillen.
01:02:42: also das ist wirklich so.
01:02:44: aber ich glaube das man traut den Publikum mehr zu.
01:02:47: Und was du sagest dem stimme ich total zu?
01:02:49: Ich finde es total faszinierend vor allem wenn du von diesen Charakteren sprichst.
01:02:55: und was mich daran in unserer heutigen Medienzeit so interessiert ist, dass wir eigentlich fast immer vom Film entsprechen nicht von Serien Ja.
01:03:03: Und dass es heute diese zum Teil fantastischen Serien gibt, aber wo du sagst, du brauchst ganze Staffeln und dann hast du irgendwie so einen Breaking Bad Walter White erschaffen oder den Tony Soprano erschaffen.
01:03:13: Das ist eine unglaublich facettenreiche Schillernde tolle Figur in die du total eingestiegen bist.
01:03:18: Aber... Es gibt auch diese Charaktere, wo du das in hundertzwanzig- neunzig oder hundertzwanzig Minuten geschafft hast und die werden wie du sagest, die werden larger than life!
01:03:28: Die gehen irgendwie aus sich raus springen aus der Leinwand auf dich und du denkst über die nach, auch wenn der Film vorbei ist.
01:03:37: Das ist ein ganzes Universum was da drin entsteckt.
01:03:40: Und das ist etwas was man heute irgendwie... wo ich mich total freue wenn es wieder passiert dass Leute versuchen das in diese Hundertzwanzig in diese Neunzig Minuten hinein zu komprimieren weil's is ja möglich!
01:03:53: Man muss nicht aus allem eine Miniserie machen oder ne ganze Serie mache mit vielen Staffeln.
01:04:00: Aber es ist natürlich eine besondere und neue Herausforderung wieder so, dass das heutzutage das wieder da reinzukriegen.
01:04:07: Und es liegt... Also ich glaube fast alle Leute mit denen man spricht, man muss einfach sagen, es liegt fast alles am Drehbuch.
01:04:15: Das ist, glaube ich, bei uns in unserer Filmlandschaft tendenziell noch immer unterbelichtet nicht genug geschätzt Und hat nicht den Stellenwert, den es in Amerika oder im englischsprachigen Raum hat und den ist aber braucht.
01:04:33: Also auch ein... Ich weiß, Brian Cranston hat immer diese Geschichte erzählt, dass er sagt, er kann aus einem schlechten Drehbuch, kann eher als quasi Supershow-Spieler, ich weiß nicht genau welche Zahlen benutze, er glaubt, er kan aus einem schlechtem Drehbuch einen C-, Cminus oder vielleicht einen C Plus oder B machen?
01:04:54: Oder er kann C Minus machen und sagt Mary Streep, kann einen B Plus drausmachen!
01:04:59: oder ein Beat rausmachen.
01:05:00: Aber auch Meryl Streep kann keinen A daraus machen, wenn die ... If it ain't on the page, hit a non-stage.
01:05:09: Es geht einfach nicht.
01:05:10: Also das sagen die alle diese Leute es muss im Buch schon drin entstehen Diese Charaktere müssen da sein und müssen da geformt sein Und dann kannst du das als toller Spieler spielen Kannst du's transformieren und kannst du's glaube ich rausbringen.
01:05:26: aber Zu glauben, dass das vor allem am Schauspieler oder an der Schauspielerin liegt.
01:05:33: Das glaube ich irgendwie nur bedingt.
01:05:36: Ja, das glaube auch.
01:05:38: Ich glaube auch, weil du das mit den Serien sagst und quasi schon so ein Plädoyer für einen hundertzwanzig Minuten Film oder neunzig Minuten ist ganz revolutionär... Das funktioniert gut, sehr, sehr gut.
01:05:50: Aber ich denke das durch den Erfolg der Serien und vielleicht auch angefangen mit HBO eben Supranos und so, dass alles was du gesagt hast diese Anfänge davon.
01:06:02: Und dann irgendwann wurde das alles weiterentwickelt und ganz, ganz toll und so.
01:06:05: aber heute ist es auch ein Deckmantel.
01:06:08: also Es wird eine Serie gemacht und du denkst automatisch Prädikat besonders wertvoll weil ist ja ne Serie Ist ja ne Miniserie.
01:06:15: aber man darf nicht vergessen es gab in den zum Beispiel auch eine große Masse an Actionfilmen.
01:06:21: Und dann gab es ganz viele B-Movie oder C-Movey-Actionfilme und die haben sich auch da dran gehangen, und dann hat man gedacht geil mit Explosion toll, geil, Actionfilm... Und irgendwann hat man gemerkt ne das ist alles noch billig produziert.
01:06:33: und so ähnliches bei Serien auch.
01:06:35: Serien sind auch teilweise unglaublich billig produziert, unglaublich schlechte Triebücher und fuffzig Staffeln.
01:06:41: und du hast ja soap opera gemacht, meine Tochter guckt immer so ein Ding.
01:06:46: Das ist Science Fiction, aber eigentlich auch Soap Opera.
01:06:49: Eigentlich geht es nur um die Beziehung von der ganzen Zeit.
01:06:51: Der eine hat mit dem geschlafen und dann wird das über unglaublich viele Staffeln in die Länge gezogen und dann fragst du dich am Ende was ist?
01:06:58: Was ist das wie so'n Brei?
01:07:00: oder das ist halt wie so was ich mal geguckt habe.
01:07:02: Aber das kannst Du aber mit einem Film ausmalen oder wie ich Film verstehe gar nicht vergleichen.
01:07:08: also ja Das sind die Filmschaft in neunzig Minuten viel mehr als das, was die Serie in zehn Stunden, zwanzig Stunden schafft.
01:07:16: Absolut!
01:07:17: Ja und ich finde, dass heutzutage in unserer auch Zeitökonomie, in der wir da stecken... Also wenn ich jetzt eine Serie mir anschauen soll weil mir das irgendjemand empfiehlt und ich sehe, es sind irgendwie vier Staffeln mit jeweils dreizehn Folgen dann sage ich schon nein also die Zeit habe ich einfach irgendwie nicht so.
01:07:31: Und ich hab's auch jetzt schon ganz oft erlebt bei deutschen Projekten.
01:07:34: Was war denn wieder?
01:07:35: Jetzt würde ich vielleicht eh keine Namen nennen, aber es fällt mir jetzt auch gerade nicht mehr ein.
01:07:39: Wieder so eine Miniserie mit fünf oder sechs Episoden wo ich auch gedacht habe Leute das ist in neunzig Minuten!
01:07:47: Ich freue mich dass Charaktere die Möglichkeit haben dass sie näher beleuchtet werden und dass du mehr Chancen hast einzudringen und auf die leute draufzuschauen.
01:07:54: You are not filling it.
01:07:57: Ihr schreibt da nicht genug rein und dann muss ich nicht von jeder Nebenfigur wissen, was diese Figur in der Pausenbrotbox hatte oder warum es deshalb heute so ein Problem hat.
01:08:10: Das ist einfach zu wenig besser gesagt.
01:08:14: Also ich wirklich gedacht habe das ist auch mittlerweile eine Unart geworden dass man sagt aus allem Content content content lass uns eine Miniserie draus machen zwar eigentlich mit dem Budget von einem hundertzwanzig Minuten Aber wir machen einfach sechs Folgen und das wird dann irgendwie gefüllt.
01:08:29: Das ist auch von der Zeitökonomie manchmal eine Belastung, was einem zugemutet wird.
01:08:36: Man möchte Unterhaltungen aber da muss man ganz viel Zeit zahlen sozusagen dafür.
01:08:43: Genau,
01:08:43: ja total.
01:08:44: Bist du denn, frage ich dich mal jetzt?
01:08:47: abschließend also du empfindest ja auch die Vielfalt an Projekten als etwas Positiv ist, so wie ich das rausgehört habe.
01:08:55: Das heißt lebt.
01:08:56: bist du jemand der quasi von Tag zu Tag lebt?
01:09:00: Also oder beziehungsweise in dem jetzt eher lebt sagt es alles toll saus und brauche sich versuchen dass nämlich noch mit.
01:09:05: Jetzt kommt wieder das.
01:09:06: oder bist Du auch Jemand der sagt Ich hab aber auch noch ich würde gerne in zehn Jahren das und das Projekt machen oder ich habe so gewisse Ziele und was kann man dich einschätzen?
01:09:17: Was für ein Typ
01:09:18: bist du?
01:09:19: Also diese zehn Jahresfrage, die fällt mir immer sehr schwer.
01:09:23: Ich würde schon sagen ich... ...ich lebe sehr im Hier und Jetzt weil es kommt immer so viel rein und dann gehe ich damit um irgendwie und dann jetzt werden diese Zeiträume zwar gefühlt immer weiter im Voraus wo ich dann schon weiß, ah jetzt kommt das, dann kommt das und dann ist man plötzlich spricht man über irgendein Projekt, ... ...'s Jahrtausendundzwanzig dass da vielleicht kommt oder irgendwie so mit dem man über das man redet oder wo man arbeiten möchte.
01:09:50: Aber ich habe nicht so den Masterplan, dass ich sage in zehn Jahren möchte ich gerne das und das gemacht haben oder dann möchte ich da unter sein.
01:09:59: Ich finde bis jetzt läuft es eigentlich ganz gut und es ist eher zu viel Arbeit da als zu wenig wofür.
01:10:08: Ich habe aber auch immer das Gefühl, dass wir irgendwann aufhören.
01:10:11: Das ist irgendwann nicht mehr so und dann arbeite ich womöglich gar nichts mehr und deswegen ist es besser.
01:10:16: Ich mache jetzt noch ganz viel weil irgendwann ist da gar nix mehr da und dann ärgere ich mich, dass sich das abgesagt hat.
01:10:20: also ich hatte eine ganze lange Zeit hatte ich Ganz ganz große Schwierigkeiten nein zu sagen weil ich eigentlich zu allem ja gesagt hab
01:10:27: Weil du Angst hattest du verpasst was?
01:10:29: Man hat Angst genau, Fomo wie die jungen Menschen heute sagen.
01:10:33: Extremes Fomo aber auch irgendwie so dieses Gefühl dass man sagt in diesem Job... ...man darf keine Arbeit absagen weil so viele Leute... Also so viel Leute erlebe ich die dann auch sagen ich habe jetzt gerade nichts und ich hab grad nicht den Job und ich habe den und da muss ich ihn jetzt auch machen damit ich nicht das Gefühl habe also irgendwann kommt der Zeitpunkt wieder wo dann wieder weniger ist oder so.
01:10:58: Das wird man irgendwie wie das ansammeln und das lerne ich jetzt auch, dass man nicht alles auf allen Hochzeiten tanzen kann und nicht alles machen kann.
01:11:09: und dementsprechend wünsche mir eigentlich... ...dass ich gut auswählen kann, dass ich mehr Arbeit mache die mich wirklich erfüllt und wo ich sage da wachse ich und da geht das tendenziell in die Richtung ... wo ich auch hin möchte oder neue Herausforderungen auf mich warten.
01:11:30: Aber ohne jetzt den großen Plan zu haben, so sagen und in zehn Jahren habe ich meine erste eigene Serie geschrieben... ...oder mein nächstes Theaterstück geschrieben oder keine Ahnung, hab's geschafft.
01:11:43: Ich bin im letzten Film von Martin Scorsese in einer tragenden Rolle?
01:11:47: Ja genau, das habe ich tatsächlich irgendwie nicht.
01:11:52: Das wäre schön!
01:11:54: Aber ich habe mir so eine Art von Ziel, hab' ich mir irgendwie nie gesteckt.
01:11:57: Aber ich hatte mich auch nie träumen können, dass ich mal im Ensemble von Wiener Burgtheater stehe.
01:12:01: Ich hab in Burgtheaters Billeteuer gearbeitet als Kartenabreise und da hat meine ganzen großen Helden mir da angeschaut... ...in Wien.
01:12:09: Und das hätte mir nie träum gelassen, dass sich damals selber auf der Bühne stehe.. ..und da selber Theater mache!
01:12:16: Das ist auch passiert.
01:12:17: Also who knows?
01:12:18: Wer weiß was noch
01:12:19: kommt?!
01:12:19: Ich hoffe Martin Scorsese lebt noch lange genug, dass er noch... dass er noch ein paar, dass er mir noch ein Paar Chancen gibt.
01:12:28: Er muss dir nur eine geben!
01:12:29: Du brauchst ja nur eine Chance von Mathe.
01:12:30: Ich
01:12:31: brauche nur eine chance.
01:12:33: Den Rest bringst du ja mit?
01:12:34: Also ich finde bei dir... Es ist ja nicht so, dass ich bin jetzt kein Stalker.
01:12:39: Ist nicht so das ich dich seit zwei Jahren verfolge und jetzt habe ich dich endlich mal in die Sendung bekommen sondern ich hab mich einfach auch mit der Anfrage ein bisschen dann gleichzeitig auch als du zugesagt hast mit dir auseinander gesetzt und so.
01:12:49: also vorher fand ich dich schon interessant.
01:12:51: nicht so dass sich hier hundertfünfzig Schauspieler immer anschreiben soll.
01:12:55: es wirklich eher seltsam also eher eher selten sogar dass ich weil mit Schauspielen hat man auch Ist gar nicht despektilig gegenüber meinen vergangenen Gästen, aber du hast natürlich auch immer so eine gewisse... Du redest natürlich auch mal sehr viel über den Beruf letzten Endes.
01:13:09: Ja ist ja klar!
01:13:11: Das heißt ich gucke mir das ganz genau an wen ich da habe und bei dir fand ich das oder wäre möglicherweise also Qualität vor Quantität.
01:13:17: Und ich finde dass du so du hast ja außerhalb deines Talents auf der Bühne zu stehen und ein guter Schauspiel zu sein find'.
01:13:25: ich hasst du trotzdem auch so ne Präsenz wo ich glaube So eine Leinwand Präsenz.
01:13:32: Hast du irgendwie?
01:13:33: Und das finde ich auf jeden Fall, du bist so ein Typ... Also deswegen ist es eigentlich gar nicht übertrieben gemeint gewesen.
01:13:39: Ich finde tatsächlich dass du in Martin Scorsese Film ganz gut reinpassen wirst Nicht weil du aussiehst wie ein Mafiosi Das können wir jetzt ja auch
01:13:46: denken.
01:13:47: Weil auch gut spielen.
01:13:47: Ja
01:13:48: möglicherweise sogar.
01:13:49: Möglicherweise!
01:13:51: Ich habe bei dir so ne ganz... wenn ich dir... Ich meine das als Kompliment.
01:13:54: Ich hoffe es ist ein Kompliment für dich.
01:13:55: Ich hab so eine Assoziation bei dir wie Christoph Walz ... bei dir so ein bisschen, so leicht diese Tendenz finde ich.
01:14:00: Deswegen könnte ich mir das total vorstellen, dass du in so einem internationalen Projekt total rausstichst auch!
01:14:05: Ich hoffe... Also das würde mich, ich fände es super wenn das kommt
01:14:09: ja?
01:14:09: Aber ich find' das auch ganz toll und vielen Dank, das ist natürlich eine tolle Beschreibung und ein tolles Kompliment.
01:14:18: Ja, ich weiß auch nicht, ich denke auch manchmal so... Vielleicht sollte man sich auch eher so ein Ziel stecken oder vielleicht sollte man irgendwas tun, um quasi die Weichen in diese Richtung zu stellen.
01:14:32: Ich habe das Gefühl ich hab so wenig Weichen im Leben gestellt und natürlich gleichzeitig auch so viele gestellt durch meine Arbeit und durch die Art und Weise wie ich bin und wie ich arbeite mit wem ich wie arbeite aber dass ich immer gedacht hatte die Sachen passieren dann schon so.
01:14:45: Aber vielleicht sollte mal auch gewisse Dinge ... noch mal mehr anschieben.
01:14:50: Ich habe immer auch das Gefühl, ich hab noch so viel Zeit aber da stimmt wahrscheinlich auch überhaupt gar nicht.
01:14:53: Ach
01:14:53: ne ja!
01:14:53: Also...
01:14:56: Ich weiß auch nicht.
01:14:56: Aber es ist auf jeden Fall eine sehr schöne Assoziation und vielen Dank für dieses tolle Kompliment.
01:15:04: Ich hab definitiv genug Martin Scorsese vielmehr geschaut an meiner Jugend und bin mit ihnen aufgewachsen, dass ich sofort in jede Szene von Goodfellas reinspringen könnte und direkt ... direkt weitersprechen kann.
01:15:15: Ja,
01:15:15: ich find das teilweise auch wirklich faszinierend!
01:15:17: Ich hab hier noch einen stehen und zwei Hexenkessel... ...das war einer der ersten von den Scuse-Series, denen ich nur...
01:15:21: Ja,
01:15:22: genau.
01:15:22: Das ist
01:15:23: sein
01:15:24: erster überhaupt?
01:15:25: Ich muss leider zu meiner Schande gestehen.
01:15:26: Ich hab ihn noch nie ganz gesehen.
01:15:27: Ich habe viele Filme hier.
01:15:30: Ich bin auch so herptische Medienfan und hab hier viele Filmen, die ich manchmal irgendwann raushole.
01:15:35: Da denk' ich aber auf wie faszinierend!
01:15:37: Da ist ja auch den Niro dabei alle noch ganz jung.
01:15:39: Und was ... Die haben eigentlich dann einfach quasi ... Ich mein, die haben nicht einfach die Kamera aufgestellt.
01:15:45: Aber die haben trotzdem viel purer Filme gemacht.
01:15:49: Das war alles noch nicht so groß produziert, natürlich.
01:15:51: Und das ist eigentlich ... Merkst du dieses pure, diese Anfänger auch von den Niro und ... So, das hat eine ganz spezielle Magie, wenn man auf sowas steht?
01:16:00: Ja!
01:16:03: Ich glaube ja im Umkehrschluss könnte man hier auch machen und schaffen.
01:16:06: Wenn man nur die richtigen Leute hätte gar nicht vor der Kamera, weil die hat man zum Beispiel jemand wie dich aber die Leute hinter der Kamera oder auch die Leute, die sowas finanzieren.
01:16:15: Das
01:16:15: v.a.,
01:16:15: ich glaube es ist das Wichtigste.
01:16:19: Ja, auf jeden Fall.
01:16:20: Deswegen, weil du sagst, es ist vielleicht so mit genügend Zeit haben und du bist neustartachzig geboren, sagst du?
01:16:26: Ich bin sieben-siebzig geborene ich bin ein bisschen älter als du aber die zeit ist jetzt.
01:16:30: das ist das was ich immer sage also vielleicht auch mit dem absehende endlichkeit dass man sagt naja wenn man mit mit mit siebzig sagte ich mache einen neuen film kann man auch aber mit Mitte vierzig Ende vierzig nimmt einem vielleicht noch mehr die leute nehmen es einem noch mehr ab.
01:16:45: Die Begrenzung, die man hat kann auch gleichzeitig ein Feuer sein.
01:16:48: So geht es mir auf jeden Fall dass ich denke die Zeit ist jetzt diese Dinge zu machen.
01:16:53: Ja da hast du total recht.
01:16:56: Da ist total richtig und es gibt auch kein Rezept Keine Norm, in der man sagt dann kannst du es machen und dann kannst das irgendwann nicht mehr machen.
01:17:05: Und wenn du es bis dahin nicht gemacht hast dann und Punkt Punkt Punkt, dass ist alles quatscht.
01:17:08: Und das zeigt dir nicht zuletzt zum Beispiel Christoph Waltz oder andere Leute oder Joffrey Rush oder ich weiß nicht welche Leute es gibt die dann irgendwann auch die Szene, die da eingeschlagen sind und dann ging's ab wie Schmitzkatze
01:17:21: so.".
01:17:22: Ja, also das muss man sagen bei Christoph Weißer war ja auch schon ein bisschen älter.
01:17:24: Also ich hab den noch früher irgendwo in Sat.Eins-Fernsehfilm gesehen und dann auf einmal ist der da aufgeproppt weil Tarantino so... Da war er auch nicht mehr ganz zu jung.
01:17:37: Wunderbar, dann würde ich sagen wir kommen zu einem Ende.
01:17:41: Es war mir eine große Freude.
01:17:45: Ich fand es echt sehr schön mich mit dir zu unterhalten und ich hoffe wir bleiben lose in Kontakt.
01:17:51: das würde mich auf jeden Fall sehr freuen.
01:17:54: Wo kann man dich denn wenn man jetzt möchte dieses Jahr?
01:18:02: Also, man kann mich live auf der Bühne sehen in Wien.
01:18:05: Auf der Bähne des Wiener Burgtheaters.
01:18:06: da habe ich verschiedene Projekte unter anderem meine Solo-Abend Stefko Anaschevsky erzählt Der große Diktator am Akademietheater oder die Titelrolle in Isidorf, der Regie von Philipp Stölzl auch im Akademieteater.
01:18:17: das sind tolle Projekten, tolle Bühnenproduktionen.
01:18:22: dass es in Wied zu sehen Und am Bildschirm kann man mich aktuell noch sehen in der zweiten Staffel von Braunschlag, von David Schalko.
01:18:34: Dann drehen wir dieses Jahr die aktuelle Staffel Von Mord mit Aussicht und auch die WAPO Duisburg meine ALD Vorabendserie, in denen ich auch bin.
01:18:43: da sind die Folgen in der Mediathek und da drehen wie auch die fünfte Staffel jetzt schon dieses Jahr In dem einen oder anderen Fernsehprojekt in kleineren und mittelgroßen Rollen.
01:18:59: Und bald im letzten Film von Martin Scorsese?
01:19:04: Okay,
01:19:07: also wir verlinken hier alles nochmal wo man nicht sehen kann wo du bist wie man dich erreichen kann und wie Martin Scorcese dich vor allem erreichen kannst.
01:19:15: auch
01:19:15: unbedingt ja
01:19:16: unbedingt
01:19:16: unbedingt.
01:19:18: ich hoffe er zu.
01:19:19: Ja, es ist aber auch mach dich rar und du wirst zum Star.
01:19:22: Wenn er anruft, einfach erst mal auflegen.
01:19:24: Auf
01:19:25: jeden
01:19:25: Fall.
01:19:25: Im Moment ist grad schlecht.
01:19:27: Ich glaube, wenn der irgendwen selber persönlich anruf, dann glauben sowieso alle, sie wird verarscht.
01:19:33: Und legen gleich wieder auf.
01:19:34: Das hat er sicher schon ganz oft erlebt.
01:19:37: Das findet kein Schauspieler mehr für seine Filme.
01:19:39: Oder das ist so wie bei Dings Studio großartige Serie übrigens.
01:19:44: Zum Thema auf Apple Music da hat er einen tollen Gastauftritt in der ersten Folge ... sehr zu empfehlen.
01:19:49: Ja, ja!
01:19:49: Sehr schön, sehr schön.
01:19:51: Kann man ihn auch gut erleben.
01:19:53: In diesem Sinne Chris, vielen Dank für das Gespräch.
01:19:55: Hat mich sehr gefreut.
01:19:55: Schöne Begegnungen und ich wünsche dir alles Gute jetzt... ...für die Zukunft und deinem langen Filmprojekt.
01:20:03: Und was da auch immer so kommt.
01:20:05: Toll dass du die Herausforderung der großartigen Geschichte... ...und der tollen Charaktere in neunzig bis hundertzwanzig Minuten,... ...dass du das angehst.
01:20:15: Ja, vielen Dank.
01:20:16: Einer muss es ja machen, nicht wahr?
01:20:17: Ganz genau!
01:20:20: Also, mach's gut!
01:20:21: Bis bald,
01:20:26: ciao!
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