M𝗮𝗿𝗶𝗲 𝗧𝗵𝗲𝗿𝗲𝘀 𝗥𝗲𝗹𝗶𝗻 über 𝗱𝗶𝗲 𝗠𝗮𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗠𝗲𝗱𝗶𝗲𝗻 | & Ihre Mutter Maria Schell

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00:00:16: Ich begrüße Marie-Teres Relin in meiner Sendung, Frau Relin.

00:00:19: Es ist mir eine Ehre!

00:00:21: Ja, dankeschön, mir auch.

00:00:24: Vielen Dank für Ihren Besuch.

00:00:25: Jetzt muss ich mal... Ich habe mich ja schon ein bisschen auf Sie vorbereitet.

00:00:28: So wie sich das gehört.

00:00:29: jetzt muss ich fragen, ist denn der Zusatz dass sie die Tochter von Maria Schell sind?

00:00:33: Ist das sozusagen obligatorisch?

00:00:36: oder beziehungsweise ist es etwas was Ihnen manchmal auch was hier etwas strapaziert, sagen wir mal so.

00:00:43: Dass sie sagen ja ich möchte natürlich nicht reduziert werden.

00:00:45: auf der anderen Seite haben Sie sehr viel mit der Familie zu tun am Buch rausgebracht und Pralinen und soweit also... Ich habe in der Vorbereitung wirklich gedacht das ist, ich will nicht sagen eine Gradwanderung aber ich finde es halt super interessant weil sie wirklich wie beide Welten auch vereinen

00:01:02: Wenn man das eine nicht abschalten kann, dann muss man es konfrontieren und sich dazu stellen.

00:01:07: Es ist einfach so.

00:01:08: natürlich bin ich die Tochter von aber das ist nicht mein Verdienst.

00:01:11: Das war das private Vergnügen zwischen meinem Papa und meiner Mama Und dass ist nicht meine Leistung die Tochte von jemandem zu sein.

00:01:19: Die Leistung ist das was ich aus meinem Leben gemacht habe und das ist unabhängig von meinen Eltern, also außer dass sie mir Begabungen mit in die Wiege gelegt haben und so weiter.

00:01:31: Aber es wird halt in den Medien sehr gerne in die Schublade geschoben.

00:01:36: Und das heißt man wird gleich mal kategorisiert.

00:01:39: So Tochter von, Ex-Frau von, Nichte von, lebt auf Teneriffa, hat irgendwann mal die Hausfrauen Revolution gemacht!

00:01:51: Also es werden Bilder schon suggeriert, bevor der Mensch überhaupt irgendeine Möglichkeit hat sich in irgendeiner Weise mitzuteilen und da existieren schon ganz viele Bilder.

00:02:05: Ja ich meine das auch so ein bisschen mit dieser Gratwanderung dass ich so denke naja gut auf der anderen Seite bei den Medien ist es halt auch so die müssen ja irgendwas zum Greifen haben, sie müssen irgendwie sagen hier das ist die Headline, das ist In ihrem Fall diese Dame oder wenn auch immer in meiner Sendung habe, im Print habe irgendwo.

00:02:26: Und dann eben... finde ich und das habe ich eben auch gesehen, dass ich das Gefühl hatte wenn sie sozusagen in traditionellen Medien den traditionellen Medienbesuch abstatten.

00:02:36: Talkshow oder andere Sendung usw.. Dann hab' ich das gefühlt, dass die Moderatoren teilweise von dieser Authentizität diese auch mitbringen.

00:02:45: also ich habe das Gefühl, dass da auf jeden Fall sehr viel Authentiziert ist manchmal etwas leicht überfordert sind weil ich das Gefühl habe es geht bei ihnen dann ein bisschen in dieses bodenständige Realität.

00:02:55: so ist es halt Und die Leute haben aber das Gefühl oder würden sich vielleicht wünschen, man würde eher so was abspulen.

00:03:01: Also dass sie sozusagen ja also dann noch hier ist die Maria Schell Akte bringe ich jetzt nochmal hier mit und erzählt darüber ein bisschen nicht, dass Sie unbequem sind.

00:03:10: Das meine ich nicht damit.

00:03:10: Aber wissen Sie so ein bisschen, was ich mein?

00:03:12: Ja sagen

00:03:13: Sie vielleicht, das können, das analysieren Sie glaube ich ganz richtig!

00:03:16: Ich glaube Frauen, die etwas zu sagen haben versucht man grundsätzlich egal welche Kategorie sie angehören irgendwie zum Schweigen zu bringen.

00:03:26: Also Frauen die sich einfach den Mund aufmachen, die sich trauen in den Mund auszumachen.

00:03:31: Die werden grundsätzlich erst mal hinterfragt und deswegen ist es natürlich viel bequemer sich auf der Rolle der Tochter auszuruhnen oder der Berühmtheit oder was auch immer.

00:03:46: ja was ich alle so überhaupt nicht bin weil es einfach schon mal ein Bild, vorgegebenes Bild existiert und das wird dann so zu sagen damit befriedigt.

00:03:57: So bumm!

00:03:58: Und alles andere was aus der Norm rausfällt ist einfach schwierig für die Leute.

00:04:02: dabei ist es eigentlich das Gegenteil der Fall weil ich sehr sehr vielen Menschen und speziell Frauen einfach helfen konnte insgesamt durch meine Offenheit, durch meinen Anpuschen und aufmerksam machen.

00:04:21: Die Menschen oder die Frauen kann ich gut erreichen?

00:04:28: Ich kann sie gut erreichen wenn man mich lässt!

00:04:31: Aber meistens lassen wir

00:04:35: die Medien nicht.

00:04:36: Sie waren ja jetzt auch sehr offen auf meiner Anfrage das heißt sie gewähren ja auch quasi den neuen Medien eine Chance sozusagen.

00:04:44: Da mache ich auch immer ganz unterschiedliche Erfahrungen, dass man oder teilweise es auch Menschen gibt oder Prominente gibt die mit den neuen Medien gar nichts anfangen können oder dies für unseriös halten.

00:04:55: und dann gibt's natürlich wieder andere die sagen da muss sich eigentlich wirklich drauf setzen weil das ist die Zukunft.

00:04:59: also so ja da ist das immer unterschiedlich und ich denke auch wenn man so ne ganz andere Welt erlebt hat und das haben sie ja auch teilweise Auch, oder was heißt das teilweise?

00:05:08: Das ist ja eine unglaubliche Welt die es quasi gar nicht mehr so richtig gibt.

00:05:12: Und sie hat einen Kurz-Einblick in das hinein.

00:05:18: Zum Einen finde ich natürlich dass das Faszinierende dann dabei aber natürlich auch eben diesen Raum ihnen zu erzählen und es eben nicht nur zu beschränken auf diese Schlagworte.

00:05:32: Das kann man fast nur in so einem Format, wie jetzt zum Beispiel ich das habe oder in einen längeren Format wo sie die Möglichkeit haben sich da eben auch zu artikulieren.

00:05:39: Ja, also bei mir rennen sehr oft in eine Tür rein.

00:05:41: Weil ich bin unter Anführungssprichen Internet-Pionierin und ich habe die Hausfrauenrevolution gegründet.

00:05:47: Ich kenne das Medienmedium Internet von der Pieke auf.

00:05:51: Ich mache all meine Webseiten selber.

00:05:53: Ich weiß wie man Marketing macht, ich weiß wie diese ganzen Social Media funktionieren und viele Leute glauben mir da einfach nicht.

00:06:03: aber gut dass es da wahrscheinlich noch länger brauchen.

00:06:07: dazu Wir haben in dem Jahr schon ein Hausfrauenschat ins Leben gerufen.

00:06:12: Da hatten die meisten Frauen überhaupt noch gar kein Computer gehabt, da mussten sie den Ehemann bitten und so weiter mit sich einlocken können.

00:06:22: Also, und deswegen ich denke mir einfach klar dort wo ich die Möglichkeit habe mich selbst zu beschreiben.

00:06:29: Und ohne von außen beschrieben zu werden ist das meine Chance weil das bleibt ja genauso.

00:06:37: nachdem ich eben auch auf eben wie gesagt mit Webseiten selber arbeite weiß ich auch ab jetzt hab ich gut ein gutes in einem Backhand Talk da hier gemacht der super den stelle ich auf meine beiden Webseite Da kann ich Datada, da kann ich Ausschnitte machen.

00:06:53: Da kann Dingsbums machen ist doch super!

00:06:55: Das ist eine tolle Sache.

00:06:57: man kriegt einen anderen Wind rein.

00:06:58: die Leute können sich's angucken oder anhören so wie sie Bock haben.

00:07:02: also das ist doch ne schöne Sache.

00:07:03: ja und zum Beispiel wurde er über mich eine große Dogo gemacht diese BR Lebenslinien

00:07:12: Ich mir nicht angucken sollte.

00:07:13: Das sagten Sie, ich sollte mir das eher nicht so anschauen.

00:07:15: Doch!

00:07:15: Sie können sich... Nein, es sind ganz viele

00:07:17: Dinge aber... Aber was haben wir nicht angeschaut?

00:07:19: Ich habe Ihnen einen Rat befolgt.

00:07:21: Was genau wurde der oder was war nicht richtig dargestellt in dieser Dokumentation?

00:07:25: Die Beerlehmenslinien waren eigentlich... Sind ja ein sehr schönes seriöses Format und für die Leute kommt das auch gar nicht so rüber.

00:07:32: Aber mein Leben endet wenn man genau schaut mit der Scheidung.

00:07:36: also Im Jahr.

00:07:37: im Jahr war die Scheidung und danach hat die gute Frau dann einfach nichts so gemacht.

00:07:41: Da hat sie keine Erwachsenenrollen mehr gespielt, es geht bis zu Hausfrauenrevolution, bis zum Ampestseller und danach erzählt die Frau nur noch von der, also die lebt in der Vergangenheit.

00:07:52: Und all die Dinge!

00:07:54: Ich kann durch mich nur in dritter Person beschreiben.

00:07:56: Und all die Dinge, die mir wichtig waren das Kinofrauen aller Kulturen was ich heute wie ich heute agiere dass ich Autorin bin ja und bleibe usw.

00:08:06: und sofort dass sich auftrete mit meinen Programmen.

00:08:09: Ja das wird so angespielt aber es existiert nicht mehr.

00:08:13: und da wurde halt die Realität meine Realität in eine Gussform des Bayerischen Rundfunks gegossen.

00:08:22: Und zum Beispiel kommt in dem Film meine Ziehmamma vor, unter Anführungsstrichen das die Mutter meiner besten Freundin.

00:08:30: Die nenne ich Ziehmama weil sie einfach so süß ist und ich liebe Sie und ich kenne sie seit meinem dritten Lebensjahr aber sie hat mich nicht großgezogen sondern es war immer meine Großmutter da

00:08:40: d.h.,

00:08:40: es wären einfach neue Neue Töpfe aufgemacht, es werden neue Fakten aufgemachten.

00:08:46: Es wird alles so zusammengeschnitten wie sie gerade Bock haben und das merkt der normale Zuschauer nicht.

00:08:52: also dreißig Jahre Tenner Rüffer sind einfach ausgeext.

00:08:56: die Frau lebt halt dort nicht.

00:08:57: ja weil Bayerische Umfungs sich das nicht leisten kann.

00:09:04: Ja, es ist Tatsache.

00:09:05: Ach Gott!

00:09:05: Ja so traurig ja und dann haben wir halt ganz viele Dinge geträgt.

00:09:10: also ein Drittel des Films wurde gedreht und nicht gesendet.

00:09:17: das heißt ich habe gedreet wie ein Hörbuch entsteht ich hab Lesungen gedrehte Ich habe Hörbuchaufnahmen gedrehen Und und und ja also ein Fotoshooting mit dem tollen Fotostar fotografen Wolf-Heiter Saval usw.

00:09:31: Das war alles nicht drin.

00:09:33: Haben Sie die Kritik angebracht danach?

00:09:36: Ja

00:09:36: natürlich, ich habe das gesehen.

00:09:38: Wie war die Reaktion?

00:09:40: Naja es war beim ersten Ansehen so heftig dass sich wirklich drohen musste und sie mussten einiges ändern.

00:09:47: Ach echt?

00:09:48: Das war wirklich so hart okay...

00:09:49: Das war so hart ja.

00:09:51: Das sollte halt zum hundertsten Geburtstag meiner Mutter aufzeigen, dass meine Mutter keine gute Mutter ist!

00:09:58: Eigentlich, das war eigentlich die Hintergrundstory meiner Mama.

00:10:02: Die war alt und sie war depressiv und sie hat kein Geld mehr gehabt um meine Mama überhaupt.

00:10:08: Und ich hab gesagt ich will das nicht!

00:10:09: Ich habe gerade ein Buch über meine Mutter geschrieben wie toll sie ist ja?

00:10:12: Ey ich will es nicht, ja?

00:10:14: Sie hat mich alleine gelassen aber es wurde halt zusammengeschnitten also... Die Vernachlässigung und dann halt der Missbrauch und Wasser, alles reingepackt.

00:10:25: Alles nur Lebenstrainer!

00:10:26: Das Beste war eigentlich dass wir in einem Café auch gedreht haben bei einer Freundin von mir in Wasserburg Und da haben wir ja gedrehen.

00:10:34: und dann habe ich zu der Bedienung gesagt Sissy sag mal die Gästen Bescheid ob sie okay sind wenn es in der Kamera hinten drin im Hintergrund hocken weil da muss man immer nachfragen.

00:10:45: Dann hat sie das gemacht

00:10:46: Und

00:10:48: dann hat sie mich irgendwann zur Seite gezogen und gesagt, du Maritres, geht's da gut?

00:10:55: Dann sag ich Ja.

00:10:57: Wieso?

00:11:00: Hast Du keine schlimme Krankheit?

00:11:03: Nein, Sissi was ist denn los?

00:11:05: Natürlich habe ich keine schwere Krankheit.

00:11:06: Was hast Du?

00:11:08: Und ein schweren Schicksalsschlag.

00:11:10: Hast Du auch nicht?

00:11:11: Nein nein!

00:11:12: Was haste Sissis was ist

00:11:14: los?!

00:11:14: Warum dran die den Lebenslinien über die?

00:11:18: Die einfache Bediener hat gewusst, dass dieses Format in Richtung Traber ausartet.

00:11:26: Mir war das gar nicht bewusst.

00:11:30: Das heißt aber den Leuten gefällt es unheimlich gut und sie merken's natürlich nicht klar weil Sie sehen ja nur die arme kleine Tochter von Maria Schell, die trotzdem was geworden ist.

00:11:42: Aber als der Mann dann weg war Bayern da war danach das Leben auch weg So zu sagen.

00:11:49: Und das ist...

00:11:51: Das ist das Traurige in den Medien,

00:11:52: ja?

00:11:52: Also diese... Ja!

00:11:55: Genau und deswegen sind Medien die wo ich selber mal nachdenken, da fliegt es immer hinten raus weil ich natürlich schön sein will und das hinter meinem Hahn haben will und wenn mir bewegt

00:12:05: dann bin

00:12:06: ich so jetzt bin wieder schön so fertig.

00:12:11: Nee, das ist eben was mich bei Medien, wo ich selber sprechen kann und wo nicht lange rumgeschnitzelt wird.

00:12:19: Und wo der Zuschauer sich selbst seine Gedanken darüber machen kann mir am liebsten weil... Ich verstehe jeden Filmemacher der eine Geschichte erzählen will.

00:12:29: Ja!

00:12:30: Und ich verstehe dass da manche Dinge nicht reinpassen und manche Dinger müssen aufgepauscht werden oder sind vom Sender verlangt oder so weiter an sofort.

00:12:39: aber In dem Fall geht es ja um ein Menschenleben.

00:12:43: Und das ist mein Leben und ich möchte nicht, dass irgendjemand irgendwas über mein Leben erzählt was nicht meiner inneren Wahrheit entspricht.

00:12:51: Nähner klar!

00:12:53: Das war eigentlich so dieser Kampf gewesen... Ich habe mir echt einen Backenzahn ausgebissen bei den Lebenslinien weil ich nicht wusste die erste Version habe ich nicht genehmigt gehabt und dann haben sie Änderungen gemacht.

00:13:08: aber haben wir eben nicht nur die Änderungen gezeigt, sondern nur im PDF geschickt was sie geändert haben.

00:13:18: Und ich habe zwei Monate einfach nicht gewusst was zum hundertsten Geburtstag meiner Mutter ausgestrahlt wird und das finde ich einfach nicht in Ordnung.

00:13:26: Das sind öffentlich rechtliche Sender!

00:13:28: Ich kriege da kein großes Honorar für so ein Ding.

00:13:32: ja also unser weiter.

00:13:35: ähnlich mit dem Missbrauch.

00:13:39: Ich habe mich hier in meinem Buch ganz vornehm geoutet, ohne ein Gewicht auf irgendeinen Namen zu legen weil Onkel ist Onkel.

00:13:49: Punkt!

00:13:50: Für mich war nicht relevant wer es war sondern für mich relevant dass es eine Vertrauensperson war innerhalb der Familie und Millionen Frauen in erster Linie Frauen aber auch Männer also Knaben sind betroffen vom sexuellen Missbrauch innerhalb der.

00:14:07: Und darauf wollte ich einen Augenmerk legen.

00:14:10: Mit der Veröffentlichung haben wir ein Interview der Bunden gegeben und es war vereinbart, dass dieser Missbrauch nicht thematisiert wird im Interview weil das Interview sollte erscheinen eine Woche bevor das Buch erscheint.

00:14:31: Was sich nicht wusste ist, dass die meinen Text einfach geklaut haben von viertausend Zeichen, also Schriftzeichen, drei tausend verwendet haben.

00:14:42: Veränderten haben mit Namen ergänzt haben und so weiter und sofort und daraus eine Titelstory gemacht

00:14:48: haben.".

00:14:49: Und das war welcher Text?

00:14:50: Also das war...

00:14:51: Mein Text!

00:14:52: Mein Text den ich in Stinkhaner Ehe des Buchs mit Franz Xaver Kreuz veröffentlicht habe.

00:14:58: Den haben sie einfach rausgenommen, haben sich verändert gemacht, getan und haben daraus ne Titelstory

00:15:03: gemacht

00:15:04: So eine

00:15:04: Beschreibung des Buches.

00:15:06: Nein, nicht das Buches sondern Sie haben es richtig als Story aufgebaut.

00:15:10: Ja gut, die haben Passagen so zu sagen, haben sie sich genommen?

00:15:13: Sie haben die ganze Passage genommen.

00:15:17: Also Sie haben einfach einen Urheberrechtsmissbrauch gemacht also ein doppelten Missbrauchs sozusagen.

00:15:23: und dann war die Titelstorien und das Problem war dass die ganzen Zeitungen die da so bangen weil es ging ja durch die Zeitungen gesagt hat zackte sie in bunte.

00:15:33: Das hieß, ich kam gar nicht mehr als Autorin vor.

00:15:39: Und es war

00:15:40: so, als

00:15:41: ob ich das denen erzählt hätte wie mein Onkel mich was brauchte.

00:15:46: Und das war wieder ein doppelter Missbrauch und damit muss man auch leben!

00:15:50: Ich habe zu dem Zeitpunkt Theater gespielt in Essen und plötzlich hatte ich die Paparazis für der Theaterkasse Und musste über Hintereingang rein und stand aber auf der Bühne mit Komödie, also ganz schrecklich.

00:16:04: Also was Medien auslösen können wenn man nicht selbst die Hand drauf hat was gesagt wird oder gemacht wird ist heftig ja.

00:16:16: Das heißt sie haben quasi... Sie haben sich eigentlich komplett missverstanden gefühlt von der Bunden dann zum Beispiel.

00:16:23: Also sie sind da eigentlich hingegangen... Nein, mich auch!

00:16:26: Sie wollten über den Ja oder nicht?

00:16:28: Ich wollte gar nicht drüber reden.

00:16:30: Das sind ja Anfragen wenn ein Buch erscheint.

00:16:34: Ja gut und dann macht man halt seine PR, man macht einen Interview, man liest das Interview gegen und alles ist in Ordnung und plötzlich siehst du haben so einen Einlauftext gemacht und dann habe ich mich versucht zu werden.

00:16:49: Aber wenn man das jetzt sozusagen noch weiter, also wenn man nicht nur sagt wie die Medien dann auf das Buch reagiert haben sondern auch als sie das Buch geschrieben haben.

00:16:56: Das meinte ich eben auch so mit dieser... Wie Sie gesagt haben, es war ihre Botschaft.

00:16:59: Sie wollten ja nicht... Es ging nicht nur um diesen bestimmten Fall, sondern sie wollten eigentlich eine Stimme für Frauen sein generell denen sowas passiert.

00:17:08: Aber trotzdem haben Sie ja in dem Moment gedacht oder haben Sie gedacht, dass kommt auch richtig an bei den Medien?

00:17:15: Es

00:17:17: war mir klar, dass das Wälden schlägt.

00:17:22: Das sollte auch Wälden schlagen.

00:17:26: Nicht, dass es gegen mich ... Also diese Täter-Opferumkehr, die so schnell stattfindet?

00:17:34: Also, ich meine es war ja dann... Es hieß ja dann Effektascherei bei mir und also ganz schrecklich was man sich da alles oder drei nach neun schon wenn die Lorenz da hergesagte.

00:17:45: Ja sie haben hier in dem Buch eine Bombe platziert wo ich gesagt habe nein ich hab keine Bombe plaziert.

00:17:49: Ich hatte meinen Traum mal beschrieben Das waren ja lauter so Dinge Die muss man ja auch nochmal erleben Und Konsequenzen hat das natürlich von meiner Onkel überhaupt gar nichts So wie sie

00:18:06: seine

00:18:06: Tochter ja auch geoutet hat und so weiter.

00:18:11: Aber mir geht es eigentlich darum, dass sehr viel durch die Medien wahr wird und sehr viel verändert wird.

00:18:21: Das ist wie stille Post manchmal.

00:18:25: Es war Ihnen klar das das Wellen schlägt?

00:18:27: Haben Sie von diesem Missbrauch... Den haben sie erlebt.

00:18:32: Das heißt, es hat ihr Leben lang sozusagen leider begleitet.

00:18:38: muss man dann eben sagen und haben Sie das wie darauf sich vorbereitet haben gesagt oder haben Sie gespürt es wird irgendwann der Tag kommen da werde ich das zum Beispiel erzählen?

00:18:47: Oder war das spontan?

00:18:49: oder haben sie gedacht es braucht Zeit bis ich irgendwann damit vielleicht...

00:18:53: Es gibt ganz einfache zwei Gründe.

00:18:55: Es gibt Dinge dass man einfach Dinge verdrängt sein Leben lang Und ich hätte das gar nicht sagen können auch aufgrund meiner Familie, weil ich ja Kinder habe und so weiter.

00:19:04: Die sind jetzt alle immer Erwachsenenalter und Verstehendes.

00:19:07: Das war es eine.

00:19:09: Und das andere ist... Es gibt ja auch das postmortale Persönlichkeitsrecht.

00:19:16: Vorher hätte ich auch nichts gemacht, weil einfach gar keinen Bock haben mit irgendjemandem mich anzulegen.

00:19:26: Das heißt, sie sind aber quasi dann eigentlich auch sehr rational damit umgegangen und sehr pragmatisch das Sie gesagt haben.

00:19:34: Ich will Ihnen das jetzt nicht in die Worte in den Mund legen, aber so dass Sie sagen okay irgendwann ist vielleicht an der Zeitpunkt... In dem Moment wo ich es vielleicht mehr realisiere oder was?

00:19:44: Aber irgendwann kommt dann auch der Zeitpunkt.

00:19:46: also ich mach's jetzt nicht aus einer

00:19:47: total

00:19:48: Emotion heraus, das meine ich.

00:19:50: Nein,

00:19:53: die Menschen sagen immer, warum hat sie denn das nicht früher gesagt?

00:19:56: Es gibt Dinge, die kannst du im Leben früher nicht sagen.

00:19:58: Ja oder alles hat seine Zeit auch.

00:20:01: Und meine Mama lebt nicht mehr und mein Onkel lebt noch nicht mehr.

00:20:04: Dann kamen die alle an und sagten, na ja mit Tote können sich nicht mehr werden.

00:20:09: Also mit diesen ganzen Stichmasken, die dann da wieder drüber gelten warbert werden.

00:20:13: aber es ist einfach wichtig für mich was halt immer so.

00:20:17: ich bin seit ... Mein Leben lang eigentlich, aber vor allem seit den letzten ... ... vierundzwanzig Jahren eigentlich ein Frauenrechtlerin.

00:20:25: Und für mich war wichtig das ich mit meinen Erfahrungen andere Menschen unterstütze, dass sie sich auch augen und dass sie einfach aufmachen.

00:20:35: Das ist nach wie vor ein wichtiges Thema.

00:20:36: also es gibt viele wichtige Themen

00:20:39: und

00:20:40: wenn man eine Vorrätefunktion hat dann sollte man die auch leben.

00:20:46: Glauben Sie eigentlich oder wie würden sie das selber beschreiben in Ihrer eigenen Vergangenheit?

00:20:50: Würden Sie sagen, ich bin... Also Sie haben zum Beispiel auch in einem Interview erzählt, dass Ihr Vater sie z.B.

00:20:56: auch nackt gemalt hat als sie noch relativ jung waren.

00:20:58: Würden sie sagen es war eher ein patriarchales System?

00:21:01: Ja klar!

00:21:03: Das war's mit Sicherheit.

00:21:03: aber war es eben auch ein oder auch ein sehr künstlerisches System so wo man dann Man hat dann so wie früher, wenn man den jungen Knaben gezeichnet hat oder war das eine Vermischung von beidem?

00:21:19: Das wurde mir ja suggeriert dass das Kunst ist und dass es ganz normal ist usw.

00:21:29: Da wird man als Kind darauf konditioniert, aber meine Mutter beschreibt ja selbst in dem jetzt aktuellen Buch Yes Vichel.

00:21:41: Das ist ja ein Original Manuskript meiner Mutter drin wo sie wirklich sich als Welts da alle großen Persönlichkeiten und Männer beschreibt über meinen Vater sagt.

00:21:53: Sie findet schon, dass in der Ehe der Mann das letzte Wort haben

00:21:56: sollte.".

00:21:56: Also das war, bis manzehundsebzig musste eine Frau den Mann um Genehmigung bitten arbeiten gehen zu dürfen

00:22:05: per

00:22:06: Gesetz schriftlich.

00:22:08: Das musste unterschrieben werden, dass sie arbeiten gehen darf.

00:22:10: also das waren natürlich...das ist noch nicht lange her!

00:22:13: Das ist ein Wimpernschlagherd und das darf man nicht vergessen.

00:22:19: genau

00:22:20: Ja, das darf man nicht vergessen.

00:22:22: Ich bin Jahrgang, ich habe meine Großmutter, muss ich ehrlich sagen auch so das mit meinem Großvater.

00:22:29: Das hab' ich schon erlebt dass mir als Junge damals zum Beispiel beim Essen wenn ich meinen Teller abgeräumt habe gesagt.

00:22:36: Meine Großmütter gesagt hat ein Mann macht es nicht.

00:22:38: also das machen wir.

00:22:40: Ja ja

00:22:40: und dann musste mich aktiv in den Achtziger und Neunziger Jahren dagegen wehren dass sich eigentlich auch sowas weil das waren so Strukturen Ja,

00:22:51: sie gibt's ja heute auch noch.

00:22:52: Also es ist ja nach wie vor mit welcher Selbstverständlichkeit man jetzt auch zum Beispiel diese ganzen Epstein IV-Falls zeigt online und so weiter.

00:23:09: ich meine das fördert natürlich auch alle PDOS.

00:23:12: dieser Welt gehört jetzt unter auf, mit welcher Selbstverständlichkeit wir bei Gewalt weiter scrollen.

00:23:24: Bei Kriegen, weil es wieder tot ist.

00:23:28: Furchtbar dieses Abstumpfen und immer gewisse Themen so herausnehmen.

00:23:37: Ich kann nicht die Welt verändern, ich kann meine kleine Welt verändernden und auf gewisse Dinge aufmerksam machen.

00:23:42: Und ich kann Dinge wie das Kinofrauen oder Kulturen ins Leben rufen oder irgendwie Kleinigkeiten, die für ein bisschen mehr Bewusstsein sorgen.

00:23:54: Leider kann ich nicht recht viel mehr machen.

00:23:57: Das ist ja schon eine Menge!

00:23:59: Wie haben Sie denn Ihre Selbstbestimmtheit als Frau?

00:24:04: Gab es da einen... Moment, wo Sie gesagt haben das ist so ein bisschen in meinem Leben.

00:24:09: Da hat sich das ein bisschen verändert?

00:24:10: oder wie haben sie das für sich zusammen?

00:24:13: Also Sie haben es ja nicht gelernt in dem Sinne des Klingels abfällig.

00:24:16: aber ich meine einfach so wir haben sie die gefunden.

00:24:18: Wir haben sie oder verkörpert gelebt.

00:24:21: Das ist mein eigenes Ding.

00:24:22: Ich mache hier was ich selbst will.

00:24:23: In meiner Familie gab es ausschließlich Frauen, die ihrer Zeit voraus waren Und die haben alle nicht in die Asche gepustet und lange den Flammen hinterher getraut.

00:24:39: Sie haben so lange reingepustet, sie im Gegenteil, sie haben mal eben reingapustet bis das Feuer wieder da ist, damit sie das weiter tragen

00:24:46: konnten.".

00:24:47: Das ging von Generation zu Generation.

00:24:49: Also die starke Frau finde ich einfach so ein blödsinnigen Begriff, weil ...

00:24:54: Selbstbestimmt?

00:24:54: Ich finde selbstbestimmt eine Frau kann man sagen oder?

00:24:56: Genau!

00:24:57: Selbstbestimmte Frau kann Man sagen aber stark ist eben.

00:25:00: das ist in der Kategorie, den würde man einem Mann überhaupt nie zuordnen.

00:25:07: Ein starker Mann ist jemand, der viel heben kann einen Bierträger mit einer Hand mit einem kleinen Finger.

00:25:14: Das sind Starker-Mann und bei uns gilt es für's Hirn Ja.

00:25:17: Und also auch diese Kategorie mag ich nicht, aber es waren Frauen die selbstbestimmt waren, die wussten was sie wollten, die meistens ihre Männer mit ausgehalten finanziert oder sonst was haben.

00:25:31: und das ist einfach auf mich übergegangen würde ich einfach mal sagen.

00:25:36: Also das ist eine Charaktereigenschaft mit der bin ich groß geworden und ich habe einfach sehr sehr früh angefangen mein eigenes Leben zu leben.

00:25:46: Was halblich kann ich mir das schon vorstellen, wenn man sagt man hat so ein patriarchales System.

00:25:49: Man hat da auch eben ja auch große Egos denke ich mal auch Künstler sag ich also wir jetzt mal übertrieben aber die natürlich auch eher so ein bisschen natürlich auch von allen möglichen Seiten Bestätigung bekommen und dass vielleicht er auch übertragen dann die eigene Familie usw.

00:26:04: Möglicherweise oder auch nicht Aber sie sind ja trotzdem in solchen Strukturen groß geworden.

00:26:09: es heißt sie haben ja trotzdem irgendwie Sie mussten ja wahrscheinlich aktiv gegen so eine Art Patriarchat sich zu wehrsetzen oder sich behaupten, oder?

00:26:19: Da ging das einfach so ist es einfach so geflossen.

00:26:21: Na

00:26:22: ja also bei meiner Mama war's so dass meine Mama einfach ein Welts da war und zu Hause war sie das Weibchen und das hat sie halt geminnt Und hat sich untergeordnet um eine Berechtigung für die Liebe oder sonst was zu haben.

00:26:34: aber im Grunde weil sie ja diejenige die die Hosen an hatte Ja und natürlich habe ich diese Strickmuster auch so aufgenommen, weil ich habe ja dann auch einen Bayerischen Matschok geheiratet.

00:26:46: Ja also... und hab ja, weil es ein Chinese war und meine Mutter stammt auf Chinese und so weiter und sofort.

00:26:57: die war ja ganz verrückt nach ihm.

00:26:59: Also ich habe diese Welt einfach nochmal eins zu eins in mein Leben kopiert bis ich kapiert habe, dass es auch ohne geht.

00:27:13: Aber ich hab drei tolle Kinder mit ihm bekommen.

00:27:16: also in dem Fall alles gut.

00:27:18: Und bei Ihren Kindern oder dann haben Sie wahrscheinlich auch darauf geachtet das so ein patriarchales System nicht

00:27:24: so existiert

00:27:25: wie sie's erlebt haben?

00:27:28: Bei meinen Kindern ist es so sehr fortschrittlich sind.

00:27:33: Also, die haben einfach eine ganz andere Wahrnehmung vom Leben.

00:27:38: Gott sei Dank, sie stehen alle im Leben und legen sehr Wert auch auf die sprachliche Wahrnehnung von Frauen, von Männern in der Gesellschaft und sind auch anders aufgewachsen.

00:27:54: Das muss man einfach sagen.

00:27:56: also ich habe zwei Lehrer bei meinen Kindern dabei, die geben das auch schön weiter an die nachvollenden Generationen und machen aufmerksam auf Missstände sprachlich, sozial usw.

00:28:10: Das ist schön.

00:28:11: also das hat gut geklappt.

00:28:16: Sagen Sie mal wenn sie... Also was ich zu Anfang meinte mit so einer Art Gradwanderung dass man sagt es gibt halt auch diese Auch unschönen Themen, sag ich mal.

00:28:26: Also wo ja wie eben sagen wir mal Missbrauch oder Zustände die vielleicht in der Familie gehasst haben und dann auf der anderen Seite Glamour auch und diese alte Zeit und das Ganze Und ich habe ja das Gefühl eben dass sie so beides ja da auch wenn Sie in die Medien gehen lasse auch mit reinbringen.

00:28:41: also unter anderem Sie bringen auch ihre eigenen Projekte natürlich immer mit rein.

00:28:45: aber wenn es jetzt speziell darum geht und Ich hab das Gefühl dass es für Medien nicht so eine richtige Schablone dafür gibt weil man hat entweder das ein oder das andere So, wollen möchten Sie eigentlich mit dieser Entscheidung quasi auch schon das alles so zu verkörpern.

00:29:03: Möchten sie sowas Authentisches reinbringen?

00:29:06: Also möchten Sie zum Beispiel Maria Schell menschlicher machen?

00:29:11: Meine Mama war

00:29:13: absolut menschlich!

00:29:14: Also wissen Sie was ich meine, wenn man sagt naja auf der einen Seite hat man diesen Weltstar und diesen Glamour und alles das was er verkörpert und das wo er alle mitgespielt hat Also eine gewisse Art von Kritik.

00:29:28: Leider muss ich sagen, meine

00:29:29: Mama ist tot und sie ist schon seit zwanzig Jahren tot.

00:29:35: Und sie ist für die Medien leider auch schon ganz lange tot.

00:29:38: Wenn dann holen Sie dieses alte schreckliche Bild was mein Onkel übrigens gezeichnet hat von ihr mit dieser betteligerigen Frau in meinen Schwester Maria, in der Doko, diese alte bettelierige Frau, die bla bla bla am Krokodis oder dem Ente usw.. Da wird auch wieder weggeext, was Realität war.

00:29:58: Meine Mutter war Bipolar.

00:30:00: Das ist eine ernstzunehmende Erkrankung.

00:30:02: Diese Bipola Menschen, also manisch depressiv, sagte man früher, die haben dann irgendwann keinen Bezug mehr zu Geld und so weiter und sofort.

00:30:09: Sie hatten Selbstmordsversuch gemacht, sie hätte behandelt gehört, sie hat die Templaten wieder abgesetzt, sie ist wieder in diese Bipularität gefallen.

00:30:17: Durch diese Bipolarität hat sie sechzehn Schlaganfälle gehabt.

00:30:20: Jeder Schlaganfall hat ein Lichtchen ausgemacht, also das ist die Realität, die meine Mutter hatte und ich fand jetzt zum hundertsten Geburtstag wollte ich dass meine Mutter nochmal dass die Menschen, denen sie... Also den Menschen, denen meine Mutter... also in Deutschland ist jeder fünfte über fünfundsechzig und für all die das sind zwanzig Millionen in Deutschland.

00:31:01: Für all die war meine Mutter ein Begriff und ich wollte überhaupt noch mal die Möglichkeit diesen Menschen geben dass sie mit Yes We Shall meine Mutter erleben was das für einen Fels da war Und die hat nämlich wirklich etwas gemacht.

00:31:19: Die hat so eine Zeit, wo alle sich von Deutschland abgewendet haben Hollywood-Klemmer auf dieses Land Deutschland, auf dieses kaputte Land gestreut und das wollte ich.

00:31:31: dass es in den Medien nochmal klar und deutlich gesagt wird ist aber nicht gewesen.

00:31:38: Ich war überall, ich war bei die Stadt München angefragt, ich hab Dings, ich habs filmfest und ich habe bei Starco was alles Mögliche angefragt und dann hab gesagt wollte ihr nichts machen zu meiner Mutter?

00:31:51: Nur Absagen!

00:31:52: Es war furchtbar.

00:31:54: Und auch jetzt am Geburtstag kein öffentlich-rechtlicher Sender hat einen Film zum hundertsten Geburtstag meiner Mutter ausgestrahlt Der dachte, es darf doch nicht wahr sein.

00:32:07: Was ist denn hier los?

00:32:09: Und deswegen kam ich zuerst und das ging bei meinem Lebenbestied aus Zufällen.

00:32:13: Deswegen war das eben per Zufall habe ich im Internet nach meinem Buch recherchiert.

00:32:18: ja weil Jubiläen lassen sich nun mal nicht verschieben.

00:32:21: also ist halt so.

00:32:22: meine Mutter ist halt.

00:32:23: am fünften Januar war ihr unser Geburtstag und dann hab ich über mein Buch recherchiert Mein Schellpralinen.

00:32:33: Denken wir, wer hat mir meinen Tikel gegeben laut Frechheit?

00:32:35: Kann doch nicht sein.

00:32:36: und so.

00:32:37: Und habe da draufgeklickt und landete bei Schellschokoladen die nicht vorwandt sind mit uns.

00:32:43: aber überhaupt Schell ist trotzdem der Enkelsohn von Karl- und Maria Schell sehr witzig.

00:32:48: Und dem hab ich eben geschrieben ja Herr Schell wollen Sie nicht mal zwischen den zwanzigsten Todestag und dem hundertsten Geburtstag passt auch eine Maria Schellepralie?

00:32:55: halt zack!

00:32:56: Und so ist das alles entstanden.

00:32:58: und dann hat er Ja gesagt.

00:32:59: Und dann kam die Praline aus der Praliner für diese Lebenslinien, die ich gerade vorhin erwähnt habe.

00:33:06: Da haben wir dort gedreht und hab' ich mir gedacht okay das ist ein bisschen dünn nur eine Pralina.

00:33:12: da machen wir noch ne Lesung den kleinen Show dazu und hab ich dem Musiker mit ihm jetzt immer zusammenarbeiten.

00:33:17: Er hat gefragt und gesagt, er kommt.

00:33:19: Dann haben wir dort eine Lesung gemacht.

00:33:21: Das war ausverkauft.

00:33:23: Die Leute haben mitgesungen.

00:33:25: Es war toll.

00:33:25: Ich dachte immer, das Programm habe ich Jesvis Shell genannt.

00:33:29: Da mache ich ein Buch draus!

00:33:30: Und so ist ein Ding zum anderen gekommen.

00:33:35: Ab Sonntag gibt es jetzt auch noch Maria Shell Wein.

00:33:38: Also es gibt die Schokolade.

00:33:39: Es gibt die Braleine.

00:33:41: Es geht den Wein.

00:33:41: Es wird ein Buch.

00:33:43: Und es gibt einen Hörbuch Und eine CD dazu mit Liedern von meiner Mutter und meinem Vater gesungen.

00:33:54: Das war jetzt schon, es waren viel Recherche, es war viel Arbeit.

00:33:59: Es war sehr viel Mutti auf dem Butterbrot.

00:34:01: ja also das war echt genug.

00:34:04: aber ich glaube ich habe meine Mama nochmal eine gute Erinnerungsrunde schmeißen können.

00:34:12: Aber Realität ist, meine Mama ist tot und sie lebt schon länger

00:34:15: nicht mehr.

00:34:17: Ja und sie sind wahrscheinlich auch die einzige, die sozusagen dieses Erbe so weiter trägt oder?

00:34:22: Also die auch dann ja für sorgt dass eben solche Dinge passieren wie Schellpralinen was wir sagen oder jetzt zum hundertsten.

00:34:28: Oder gibt es sonst noch andere Kräfte sag ich mal die dahinter her sind?

00:34:32: Nein!

00:34:34: Aber jetzt ist es auch für mich gut.

00:34:36: Jetzt ist das Thema Shell einfach definitiv abgeschlossen, wir haben alles gesagt was wir da sagen wollen und die letzten Jahre meines Lebens.

00:34:46: ich hoffe sie sind noch länger aber die Zeit brennt ja und selbst wenn ich neunzig werde dann sind es auch nur noch dreißig jahre.

00:34:55: Aber dreißige Jahre ist schon eine lange Zeit.

00:34:56: also wenn ich mir überlege was ich vor dreißiger Jahren gemacht habe das ist schon echt.

00:34:59: Ja, aber

00:35:00: als Kind habe ich

00:35:01: schon immer gedacht Wenn ich achtzig werde, ist es ja nur achtzigmal Sommer.

00:35:08: Ja genau das ist ganz schlimm wenn man sagt man hat nur noch sechsundzwanzig Sommer.

00:35:12: Das klingt ganz schlimm.

00:35:13: Ja ganz schrecklich eben und deswegen war dieses Jahr sechzig und deswegen denke ich mehr näher.

00:35:18: vielleicht ist mal mit die Zeit angebrochen das zu machen was ich bock habe oder dass so sein was ich bin.

00:35:24: also was wäre das?

00:35:26: haben Sie da schon eine Idee?

00:35:30: Sie müssen es ja nicht aussprechen, aber haben sie eine Idee?

00:35:34: Ich habe viele Ideen.

00:35:40: Gestern habe ich gemalt und gestern habe auf meinem Mediathek einen Podcast gehört den ich gemacht habe vor zwei Jahren.

00:35:59: Mein Traum war, mein Leben lang auf der Bühne zu singen.

00:36:02: Und das werde ich noch machen und mittlerweile singe ich in unserem Programm, in unserer Lesung singe Ich auf der bühne.

00:36:10: also dass habe ich durchgesetzt und dann kam eben auch und ich werde malen und ich wurde da auch immer überlagert von allen.

00:36:19: meine ex hat gemalt alle haben sie gemalt und meinen Vater hat gemald und jeder hat gemalzt.

00:36:25: Und ja, das ist jetzt so ein Ding.

00:36:28: Mein privates Vergnügen, dass ich einfach anfange

00:36:31: mehr zu malen heißt es auch überschattet wie jeder hat gemalt oder die Männer haben gemalt aber sie wurden gar nicht so wahrgenommen, dass ihr auch malen.

00:36:41: Aber warum eigentlich?

00:36:42: Also muss man ganz ehrlich fragen zum Beispiel Jetzt meine Tochter, die ist siebzehn Jahre alt.

00:36:48: Die möchte Tänzerin werden.

00:36:49: Das verfolgt sie auch sehr konsequent und so weiter und sofort.

00:36:52: Und das ist noch mal was anderes als was ich mache oder bin?

00:36:55: Ich habe früher viele Kurzfilme gemacht planen jetzt mein Langfilm und so macht diese Podcast So.

00:37:00: irgendwie ist es schön dass es etwas anderes kreatives ist was sie macht nicht nur nicht unbedingt meins aber Es ist was kreativ was schön.

00:37:06: also Banklehre wäre für mich der Untergang wenn Sie gesagt hätte ich will eine Bank Lehre machen.

00:37:13: Wenn sie sich ausdrückt, sage ich mal meine Tochter, dann ist das ja eher toll.

00:37:18: Ich förder das eher so, oh toll!

00:37:20: Wie kommt es denn zustande, dass man als Vater das vielleicht nicht so wahrnimmt?

00:37:26: Weil ich kann das gar nicht nachvollziehen.

00:37:27: Das weiß

00:37:27: ich nicht.

00:37:28: Das kannst du auch nicht nachvollziehen.

00:37:30: Ich weiß nicht warum so viel einfach sucht da ist

00:37:32: oder gewesen ist... Ist das

00:37:33: einfach

00:37:33: so?

00:37:33: Meinen Sie, dass das einfach

00:37:34: ist?

00:37:35: Ja, schon.

00:37:36: auch muss man dominieren.

00:37:37: Es ist ein Machtmissbrauch und es versucht ja klar.

00:37:40: Aber meistens resultiert das aus Unsicherheiten heraus, aus der eigenen Familie, aus einer eigenen Kindheit, aus dem eigenen Erlebten.

00:37:50: Da weiß man nicht welche Geschichten dahinter wieder hinter all diesen anderen Geschichten stehen.

00:37:57: Obwohl ich viel recherchierte aber... Ja, das ist schwierig zu sagen.

00:38:05: Ich freu mich auch, wenn meine Kinder Erfolg haben und in ihrem Leben stehen usw.

00:38:12: Das meinte ich jetzt gerade.

00:38:13: Auch deswegen meint ich, dass sich mit der Kreativität kreativ ausdrücken.

00:38:16: Also das finde ich zum Beispiel... Deswegen sage ich das mit dem Tanz als etwas anderes.

00:38:19: aber wenn sie sich so ausdrückt, vielleicht habt ihr letztens wieder ein Stück und so wo sie da Hauptrolle gespielt hat dann gucke ich mir das an denke was wie die ihren eigenen Ausdruck findet so in so einer Kreative.

00:38:29: Das finde ich ganz toll!

00:38:31: ihr eigenes Ding da so macht.

00:38:32: Was mit mir nicht ... Ich hab da nichts zugetan, also bin ich schon spannend.

00:38:38: Ja,

00:38:39: ja.

00:38:40: Ist dann dieses ... Das was sie erlebt haben ist dieses Künstlertum sozusagen?

00:38:44: Also das was die so umkreist hat ganz in Zeit ihres Lebens war das dann manchmal zu sehr auf die Fahne geschrieben, also dass sich so ... sagen wir mal Ihren Onkel kennt man ja auch mit dem wehenden Schal.

00:38:55: Übrigens muss ich an dieser Stelle mal erwähnen, auch wenn wir jetzt Ihren onkel nicht großartig beleuchten wollen aber ich war in Santa Monica in der Jahre und habe mich Ihr Onkel fast einmal auf der Straße überfahren.

00:39:08: Ich bin über die Straße gelaufen!

00:39:10: Und ein Rolls-Rolls oder ich weiß nicht was es war, es war auf jeden Fall ein Cabrio machte einen U-Turn auf der Strasse und ganz hart scharf an meinem Fuß vorbei da so ein wehenden Schal.

00:39:19: und dann Maximilian Schell.

00:39:23: Ich kannte den damals, weil ich bin neunziger groß geworden, kannte den aus Hollywood filmen, so Deep Impact oder so ein Zeug.

00:39:31: Kann auch nicht jeder sagen das er fast mal von Maximilian Shale überfahren wurde.

00:39:35: aber hat man sich eben... Das meint ich darauf dieses Künstlertuben, so dieses Schaal und dieses mich-bin hier, da hat man es sich manchmal zu sehr auf die Brust geschrieben?

00:39:45: Das weiß ich nicht.

00:39:47: Oder war man

00:39:47: das einfach?

00:39:49: Nein, also die haben halt auch... Die Rolle, die die Gesellschaft sehen wollte nach außen hingespielt, die waren schon alle ganz einfach.

00:39:59: Meine Onkel hatte einen Kernten auf der Hütte gewohnt und hat nicht viel gebraucht.

00:40:07: Meine Mutter auch, die war auch immer die Krittler von der Alm andererseits und so weiter.

00:40:11: Also sie sind durch ganz viele Dinge gegangen.

00:40:14: Und man darf nicht vergessen, die Schellfamilie waren Flüchtlingskinder.

00:40:18: Die sind ja in Österreich geboren und die ersten Jahre aufgewachsen.

00:40:22: Und ein Achtunddreißig wie Österreich an Nazi-Deutschland angeschlossen worden ist hat mein Großvater die Kinder und meine Großmutter gepackt.

00:40:32: Und das sind die Schweiz!

00:40:33: Und dann waren die so bitterarm, dass diese vier Schellkinder verteilt worden sind.

00:40:39: Zunatante ins Internat und meine beiden Onkel kamen in ein Weißenhaus.

00:40:47: Weil sie so bitteram waren.

00:40:48: Jetzt weiß man auch nicht was haben die im Weißenaus erlebt?

00:40:51: Vielleicht war der auch Missbrauch usw.

00:40:54: Man weiß nicht, die Story ist da wiederum dahinter.

00:40:57: Aber das sind Menschen, die haben unheimlich viel durchstehen müssen zwei aus diesen vier Kindern Weltstars geworden sind.

00:41:08: Also das sieht man bloß welches Potenzial innerhalb dieser Familie lag, also das ist einfach... Das ist ja auch nicht immer nur einfach oder auch nicht eben nur schön wenn man eine Begabung hat.

00:41:21: Das ist teilweise sehr anstrengend und auch ich kann nur sagen selbst und ständig.

00:41:27: Ich bin ständig am arbeiten Und man muss teilweise wirklich für einen Appel und ein Ei ums Überleben kämpfen.

00:41:38: Gott sei Dank habe ich meine Kreativität, die mich immer vorantreibt.

00:41:42: Aber insgesamt ist es einfach gar nicht so einfach in der Kunst zu bestehen.

00:41:48: Ja ja

00:41:49: das auf jeden Fall!

00:41:51: Als Darsteller.

00:41:53: natürlich waren Weltsters Die haben richtig Karriere gemacht, das war schon großartig.

00:42:01: Ja die konnten damit auch überleben obwohl meine Mutter dann in den siebziger Jahren leider wirklich auch sehr darunter gelettet hat dass sie da nicht mehr so mitspielen konnte als Großarzt.

00:42:14: Aber klar das sind ja... Also

00:42:18: wissen Sie so wenn jetzt, ihr habt mal die goldene Kamera gewonnen und dann haben sie in einem anderen Interview gesagt Ja auch quasi kritisiert worden sind von ihrer eigenen Familie, dass das vielleicht nicht gerechtfertigt gewesen wäre nach ihrer Leistung zufolge.

00:42:33: Es war glaube ich ein Nachwuchspreis.

00:42:36: Als beste Nachwuchsschaffer.

00:42:38: Und dann denke ich so ist das liegt das am Künstlertum?

00:42:41: Also liegt es daran... Nein

00:42:43: da habe ich zwei Begründungen dafür, dass eine sehr eine Begrundung ist, dass ich dazu mal einen Zeitpunkt war wo ich meinem Onkel gefährlich geworden bin.

00:42:54: Das heißt ich hätte reden können Und wenn jemand gefährlich wird, dann macht die Macht.

00:42:59: Dass man kleiner gemacht wird und das andere ist dass es durchaus normal war weil meine Mutter hat ich habe bei der Recherche auch jetzt zu dem anderen Buch einen Brief gefunden von meinem Großvater an meiner Mutter nicht an meine Mutter sondern an einen Kritiker der meine Mutter damals als die junge Lisa Bett Bergner beschreibt in einem Theaterstück.

00:43:24: Da hat er einen bitter-bösen Brief geschrieben, dass man so was einem jungen Menschen nicht antun darf.

00:43:30: Weil er dann gar nicht solche Vergleiche, weil er da gar nicht die Chance hat sich selber zu entwickeln und bla bla bla.

00:43:37: Also das sind so Dinge, die dir einfach auch innerhalb dieses Familiengedächtnisses rum war waren ja Ich habe das nicht verstanden, dass meine Mutter da ihrem Bruder zugenäckt hat.

00:43:54: Aber der hatte eine sehr starke Dominanz gehabt und das ist halt dieser Machtbesbrauch.

00:44:04: Also ich wäre anders gewesen.

00:44:09: Ja, deswegen meine ich es ja auch so mit.

00:44:11: Man emanzipiert sich... Ich versuche mir das immer vorzustellen wenn man in eine Familie reingeboren wird und dann hat man ja auch das... Man trägt das ja auch ein bisschen in sich mit sich, so alles.

00:44:20: Das ganze Kreative ist da usw.

00:44:22: Und dann erlebt man natürlich auch ne ganz andere Welt und dann irgendwann ändern sich auch so ein bisschen die Zeiten.

00:44:28: Und dann ist ja die Frage, wie stark identifiziert man sich eben mit dieser Rolle?

00:44:33: Also ich sage mal, wie die Medien das jetzt immer beschreiben... Ah!

00:44:37: Die Tochter von Maria Schell wo ich auch immer so denke muss.

00:44:40: also das hatte ich auch zu Anfang eben so gesagt oder damit gemeint.

00:44:44: Muss man das dann erwähnen?

00:44:45: Ist es wirklich immer das Wichtigste dass man das jetzt nochmal extra dann erwählt?

00:44:50: Und mussten sie sich eben deshalb davon Emanzipieren oder wollten sie sich eigentlich emanzipieren davon?

00:44:55: Und dann habe ich bei ihnen das Gefühl, dass eben so das ist genau diese Gradwarnung.

00:45:00: Das ist genau die Mischung.

00:45:01: auf der einen Seite haben Sie sich natürlich total davon emanzipiert.

00:45:03: Auf der anderen Seite tragen sie das ja mit sich auch.

00:45:06: Ja, das finde ich eine ganz spannende Mischungen bei Ihnen.

00:45:08: Es ist

00:45:09: unumgänglich

00:45:12: leider.

00:45:13: Unumgenglich absolut!

00:45:15: Ich glaube ja, was Sie gesagt haben mit diesem wie jetzt hundertser Geburtstag, dass die Medien das überhaupt nicht zelebriert haben Ich glaube ja, und wer jetzt auch?

00:45:24: die Frage an sie, ob Sie das auch so sehen, dass das auch was mit Deutschland zu tun hat.

00:45:27: Also diese ... ich habe gerade... Ich habe gerade gestern mit einem Kollegen darüber gesprochen, dass wir auch mit der was wir an Kulturgut zu haben oder

00:45:36: hatten.

00:45:37: Dass wir nichts daraus machen.

00:45:38: heutzutage also... Wir verarschen Dinge sag ich mal, wir ziehen Dinge durch den Kakao die früher vielleicht aber so das wir sagen naja so und so.

00:45:46: also sagen wir mal so ein so ein showartiges Ding so Harald Junke oder diese ganzen sowas wie früher so bisschen die Medien auch waren Wir machen da gar nichts mehr draus.

00:46:03: In meiner Sendung kommen manchmal auch deutsche Schauspieler, die nach Amerika gegangen sind.

00:46:07: Da gibt es so eins, zwei, drei so, die auch in Deutschland mal ein Serien mitspielen aber in Amerika einen großen Film mitgespielt haben.

00:46:13: Es gibt einen Schausspieler Werner Dehn hat mit Tom Cruise zusammengearbeitet.

00:46:16: das interessiert hier in Deutschland und den traditionellen Medien keinen Menschen.

00:46:20: ich versteh's aber gar nicht.

00:46:21: Und dann denke ich so dass hat irgendwas muss das ja mit unserer Mentalität wahrscheinlich zu tun haben oder?

00:46:26: Die Deutschen haben leider diese Eifersucht, diesen Neid immer drinnen.

00:46:36: Meine Mutter wurde ja auch grundsätzlich verkleinert als das Seelchen und darunter hat sie wahnsinnig gelitten.

00:46:44: Es ist auch vollkommen falsch!

00:46:47: Ich meine es war eine Frau die hat in Nachkriegszeit Filme gemacht wo Massen.

00:46:54: Die hat Massen bewegt, ja?

00:46:56: Und die Menschen konnten wieder Gefühle zulassen im Kino und wir sehen doch jetzt diese ganzen Kriege, die überall sind.

00:47:02: das muss man sich vorstellen.

00:47:03: deine Stadt ist in Stutton Asche und so weiter und sofort und dann siehst du einen richtig schönen Liebesfilmer.

00:47:09: meine Mutter konnte erweinen sie konnte lachen Sie konnte alles auf der Bühne mit so richtig viel Gefühl her und dann durften diese Menschen wieder Emotionen leben.

00:47:20: Ja Trotzdem wurde sie als Seelchen behandelt, was nicht in Ordnung war.

00:47:29: Und in Amerika war sie halt der Big Star und hat das Time-Magazin oder Life-Magazzine auf dem Titelplatz mit ihrem Konterfei geziert.

00:47:39: Also that's the big difference!

00:47:43: Das meine ich so, wir haben in Deutschland irgendwie keine Interesse daran.

00:47:46: Wahrscheinlich muss man es kulturell auch bearbeiten oder sich inspirieren lassen.

00:47:51: Künstler müssen sich davon inspirieren und so weiter zuvor, dass man das anderen oder Nachwachsengeneration näher bringt.

00:47:57: aber wir haben keinerlei Bedürfnis nachwachsenden Generationen das nahezubringen.

00:48:03: Und ich sage ganz ehrlich wenn ich jetzt auch im Vorfeld Leute gefragt habe unter, ich sag mal unter vierzig Maria Shell ist das ein Begriff.

00:48:14: Alle sagen nein, also kenne ich nicht.

00:48:16: Wahnsinn!

00:48:17: Echt der Wahnsinn?

00:48:18: Ist das so unglaublich?

00:48:19: Kann ich gar nicht verstehen.

00:48:21: Ja ja

00:48:23: aber deswegen sage ich ja meine Mutter ist tot

00:48:24: Ja, ja.

00:48:26: In ganz vielen Dingen und deswegen ist zum Beispiel die Lesung, die ich mache nicht nur... Also das ist Generationsverbinden, Generationenverbinden.

00:48:34: Das vom einen erzähle ich von dieser außergewöhnlichen Frau aber zum anderen was ich halt auch mache es sind so zwischenmenschliche Dinge, die einfach sehr leicht verloren gehen alle unten alle betreffen.

00:48:51: Ich habe zum Beispiel in dem Buch das letzte Gespräch mit meiner Mutter drin und da spiele ich direkt auf der Lesung, und ich merke einfach dass sehr viele junge Menschen die gar keine Ahnung haben wer meine Mutter ist unglaublich berührt sind durch dieses Gespräch weil sie einfach an die eigene Situation mit der Mutter denken.

00:49:15: Und darum ging es mir.

00:49:16: Es ging mir darum, dass ich einfach zum einen diese tolle Frau aufzeige, die wirklich ihrer Zeit voraus war.

00:49:22: Ich meine sie ist fifty-fünfzig nach Amerika gechattet hat in Hollywood gedreht und in Frankreich gedrehte Theater gespielt hat alles möglich gemacht selber die Verträge gemacht und und und also das war ja wirklich vierund fünfzig.

00:49:36: Ja Das war zu einer zeit das kann man sich gar nicht vorstellen dass eine frau so selbstständig war.

00:49:42: Dann müssen doch

00:49:43: aber

00:49:44: heutzutage auch wie ein leuchendes Vorbild sein, oder?

00:49:48: Eigentlich ja.

00:49:49: Aber dann haben wir wieder diese anderen Medien die eben nur von dieser alten gebrechlichen Dementen, Bankrotten Frau erzählen und alles andere ausblenden!

00:49:59: Und ich verstehe es nicht.

00:50:00: bitte lasst doch dieser Frau diesen Glamour den sie wirklich ganz vielen Menschen gegeben hat.

00:50:07: lass denen doch den Menschen diesen Traum noch.

00:50:10: Also das ist ja das, was mich so stört.

00:50:12: Dass ich eigentlich gerne den Menschen, die meine... Ich kriege es, wird's so oft angesprochen auf der Straße oder so weil ich anscheinend meiner Mutter auch sehr ähnlich sehe und die sagen mal die gleichen Augen wie die Mama mei zu Lübe und Sochee und die schöne Stimme und da-da-da.

00:50:33: Und ich weiß einfach, ich mache denen irrsinnige Freude wenn ich mit ihnen rede Weil für die war meine Mutter ein wahnsinniges Symbol in einer Zeit, wo Deutschland einen Schottern Asche

00:50:46: lag.

00:50:47: Also ich will das jetzt gar nicht auf so eine alte Weise Mann-Debatte bringen aber bin ja auch einmal quasi... Aber ist es denn möglicherweise daran dass ihre Mutter nicht so einzuordnen oder greifbar war?

00:51:04: Also ihr sagte gestern mein Kollege auch naja Rommi Schneider kennt man auch nicht mehr und denke ich so ja aber irgendwie habe ich das Gefühl doch, man kennt sie noch ein bisschen mehr.

00:51:11: Aber liegt es dann daran dass die mir eine Art Anfangstrichen-Sechs Symbol vielleicht war?

00:51:16: Und auch Männer sozusagen ein bisschen bestimmen wie historisch geschichtlich will ich mal behaupten man Dinge vielleicht auch sieht und dadurch vielleicht auch Frauen die so nicht einzuordnen sind oder so reduziert auf das, was sie jetzt sagten.

00:51:30: Also dann die letzten Jahre eher so das Drama und nicht diesen Cut machen.

00:51:35: So wie man... Drama!

00:51:37: Das ist der Stichwort.

00:51:41: Romy Schneider hatte auch viel Drama.

00:51:43: Auch viel Drama?

00:51:43: Ja, sehr viel Drama ja.

00:51:45: Marlene Dietrich hat auch viel drama und Helde Gatt Kneff hat auch viele Drama.

00:51:51: Aber ja, das Drama ohne Drama geht gar nichts vor allem in den Medien.

00:51:58: Ja, ja.

00:52:00: Aber nee... Ich glaube wir fokussieren sehr oft falsch oder viele Dinge werden falsch fokassiert.

00:52:15: und wenn natürlich kann meine Mutter gar nicht mehr gekannt werden Wenn die Filme gar nicht mal gezeigt werden Woher sollen sie denn?

00:52:28: Woher soll dann irgendjemand meine Mutter noch kennen?

00:52:33: Also nicht einmal zum Hundertsten.

00:52:35: Da machen die Privatzänder was und die öffentlich-rechtlichen machen gar nichts, wo man einfach sagt Hallo?

00:52:42: Was ist hier los?

00:52:45: Ich weiß es nicht aber ich meine jede Generation hat ihre Zeit und die Familie Schell ist tot und der größte Teil von denen und zumindest in Steady im Rampenlicht standen.

00:53:04: Und das ist einfach so, ja.

00:53:07: Ich bin der Rilin insofern...

00:53:10: Sehen Sie sich dann ein bisschen als, dass wir sagen, dass es ein bisschen mein eigener Tribes ist?

00:53:15: Das ist meine eigene

00:53:16: Familie.

00:53:16: Ich

00:53:16: war einmal eigen!

00:53:17: Ja, ich mach mein eigenes so, das ist mein eigenem.

00:53:21: Ja, zum

00:53:21: Beispiel habe ich in der Familie Shell nicht Autoren wie ich jetzt das bin und doch, ich hab schon meinen eigenen.

00:53:33: Hausfrauenrevolution hat auch keiner vor mir gegründet.

00:53:36: Also ich habe schon mal ein Ding immer durchgezogen.

00:53:38: Können Sie das mal ganz kurz unseren Zuhörerinnen erklären, diese Hausfrorenrevolution?

00:53:43: Was das

00:53:44: genau war?

00:53:45: Naja, es gibt noch die Seite, aber die Plattform ist eingestellt.

00:53:52: Im Jahr twohntausend habe ich einfach eine Plattform ins Leben gerufen, die sich Hausführenrevolution nannte Und das war ein Chat für Hausfrauen.

00:54:05: und wohlgemerkt, es war zu einer Zeit.

00:54:07: Da gab's keinen Facebook, kein Twitter, kein Instagram, kein Wikipedia sogar!

00:54:15: Ich hatte am Tag der Eröffnung schon so tausend, siebenhundert Klicks und hatte insgesamt über sieb Millionen Besucher und die Frauen haben sich da ausgetauscht und ich bin dadurch Artorin geworden Und war Kolumnistin und habe ein Buch mit den Frauen geschrieben, dann kam noch die Frauenticken dazu.

00:54:34: Es ging um die Rechte der Frauen in erster Linie vor allem nicht nur Hausfrauen sondern auch Mütter.

00:54:44: Ohne Mütter gibt es keine Gesellschaft wohlgemerkt.

00:54:47: Das muss man einfach immer wieder laut sagen, ohne Müttern gibt das keine Gesellschaft.

00:54:52: und trotzdem haben diese Frauen die Amerikaner großziehen nach wie vor die A-Karte gezogen ja?

00:54:58: Und das geht von der Rente bis Weisdarkowo hin.

00:55:02: sie haben eigentlich nur Nachteile und da wollte ich entgegenwirken habe auch sehr viele konkrete Vorschläge der Regierung gemacht und so weiter, aber die wurden natürlich alle nicht erhört.

00:55:17: Und irgendwann habe ich dann das Forum eingestellt weil die Frauen sich untereinander bekriegt haben und da war es mir zu

00:55:23: blöd.

00:55:25: Die Frauen haben sich unteneinander bekrägt?

00:55:27: Über was?

00:55:28: Warum?

00:55:31: Das ist auch eine Form von Eifersucht, die in Deutschland einfach da ist.

00:55:35: Da wird jemand nach oben gelobt usw.

00:55:39: Dass wir sagen, dass der wieder nach unten kommt und dann ist er weiter.

00:55:44: Ja gut aber es hat ja viele Jahre funktioniert?

00:55:46: Es hat viele Jahre funktioniert und die Message das sich was ändern muss ist nach wie vor da und ich kann aber getrost sagen, das ich nichts geändert

00:55:56: habe.

00:55:57: Ja genau das sagten sie schon mehrmals in anderen Interviews Lagen auch immer wieder gab es gewisse Zeitspannen.

00:56:05: Das heißt, das muss tatsächlich so sein wenn sie das heute so sagen weil man kann's immer wieder sehen dass die das immer wieder sagen und ich habe ja auch das Gefühl dass es so ist.

00:56:11: wir haben aber trotzdem medial das gefühl das sich ja schon einiges ändert also dass frauen sagen wir mal rechte von frauen oder wie auch immer oder die präsenz von frau und sage ich meine andere gewichtung hat.

00:56:22: aber das ist nur eine illusion in ihren augen.

00:56:26: Frauen werden nach wie vor eine Minderheit behandelt.

00:56:30: Wir sind aber die Mehrzahl, vor allem in Deutschland.

00:56:35: Frauen werden in die gleiche Kategorie wie Homosexuelle, Menschen mit Behinderung ... Weißt du, Covas?

00:56:46: Sie werden in diese Kategorik geschoben.

00:56:49: Wir reden nach wie vorn von Frauenförderungen.

00:56:52: Ich brauche keine Frauenförterung!

00:56:55: Ich möchte nur das, was im Grundgesetz steht.

00:56:57: Dass das umgesetzt wird.

00:57:00: Frauen und Männer sind gleich.

00:57:02: Das beginnt beim Lohn!

00:57:04: Der Lohn ist aber nach wie vor für die gleiche Arbeit.

00:57:06: Um achtzehn Prozent weniger oder sechzehnt Prozent glaube ich hier ist es letztes Jahr gewesen.

00:57:11: Weniger als für ein Mann mit der gleichen Arbeit.

00:57:15: Nach

00:57:16: wie vor?

00:57:17: Und diese ganzen Dinge... die natürlich selbstbestimmt und Frauen können besser drüber reden.

00:57:25: Es ist

00:57:26: alles schön

00:57:27: und gut, ja das ist auch offentlich!

00:57:29: Und der Sprache und sie outen sich selber und so weiter.

00:57:32: trotzdem eine Frau, die sich für Kinder entscheidet und zu Hause bleibt was die meisten Ehreute zur Tage schon gar nicht mehr machen konnten weil meistens braucht man zwei Einkommen um ein Kind großzuziehen.

00:57:48: Die hat trotzdem keine Absicherung fürs Alte.

00:57:53: Ich habe eine Freundin in Berlin, die hat sehr schwierigen Mann, sehr kompliziert ein Mann und Künstler usw.

00:58:02: hat sie das ganze Leben lang unterstützt und für den alles gewuppt, einen Kind.

00:58:07: wie viele Rente bekommt

00:58:08: ihr?

00:58:10: Was?

00:58:10: Wie viel Rente?

00:58:12: Ja, wieviele Rente

00:58:12: bekommen Sie?

00:58:13: Wahrscheinlich nicht besonders sehr viel.

00:58:15: Was schätzen Sie?

00:58:16: Ja... dreihundert

00:58:17: Euro.

00:58:19: Nein!

00:58:20: Sie bekommt hundert

00:58:21: Euro Wahnsinn.

00:58:23: Und wir reden von Deutschland.

00:58:24: und jetzt normalerweise sagen die Leute immer, ah, hat sie denn gearbeitet?

00:58:29: Dann sag ich ja Sie haben gearbeitet aber sie war nicht erwerbstätig.

00:58:33: Also wenn man sich das vorstellt Ja sie kann halt Bürgergeld empfangen.

00:58:39: Die will nicht Bürgergeld entfangen.

00:58:40: Sie ist verheiratet, sie hat den Mann nach wie vor.

00:58:42: Sie kriegt trotzdem nur hundert Euro Rente.

00:58:46: Das ist einfach etwas was nicht sein darf.

00:58:51: Ja und auch ich, ich meine, ich zahle jetzt schon wieder zwanzig Jahre ein in meiner Rente.

00:58:56: Also momentan haben wir die auf siebenhundertfünfzig Euro und wenn ich weiterhin so brav einzahle bis zu meiner Rnte dann kriege ich nur noch fünfzig Euro.

00:59:03: irgendwie sowas davon kann man in Deutschland nicht leben!

00:59:08: Punkt

00:59:10: Ja, und das habe ich immer angekreidet.

00:59:13: Das hatte ich immer gesagt Leute, dass muss so sein!

00:59:16: Jetzt kommt auch noch der Herr Merzler daher und erzählt, dass es sowieso nur ein Basis-Rendicke ist.

00:59:22: Es ist sowieso alles Quatsch.

00:59:23: Aber gut aber auch... Das muss man sich vorstellen.

00:59:29: Du ziehst drei Kinder groß ja?

00:59:31: Die sind alle Steuererzahlern verdienen und so weiter und sofort und du selbst kannst schauen wo du bleibst Also da, also krank werden ist nicht.

00:59:42: Nicht arbeiten ist nicht!

00:59:44: Ich arbeite bis ich Tonunfall.

00:59:47: Das ist einfach so fertig und das darf nicht sein.

00:59:51: und ich hatte aber immer gute Ideen gegeben.

00:59:54: Ich habe gesagt zum Beispiel vor zwanzig Jahren habe ich gesagt dass Ehegattensplitting soll automatisch an den erwärmstlosen Partner gehen.

01:00:08: da mache ich keinen Unterschied.

01:00:10: Der erwerbslose Partner, der sich um die Kinder kümmert, der soll die Kohle kriegen und das dann eben wie so eine künstliche Sozialkasse oder sowas einzahlen können damit der oder sie auf ein Geld zugreifen kann im Falle einer Trennung usw.

01:00:25: und sofort.

01:00:26: viele Frauen können sich hier gar nicht mal trennen weil sie sofort einen sozialen Abstieg haben.

01:00:32: Das meint sie jetzt auch immer noch so, weil wir haben ja das Gefühl, dass sowas zum Beispiel eher in den fünften der sechziger Jahre in Deutschland war.

01:00:37: Ist es immer noch?

01:00:38: Nein, seit Corona ist es super!

01:00:41: Da hat es nochmal ein Salto-Motale in die Vergangenheit gegeben.

01:00:46: Aber was hat

01:00:48: Corona da befeuert?

01:00:49: Corona hat befreut, im Home-Schooling kann man ja auch Homeoffice machen, ist doch super.

01:00:54: Die schafft er schon.

01:00:56: Also dann wurde einfach die ganze Belastung nochmal auf die Frau gelegt Und heutzutage müssen die Frauen, oder brauchen Paare und sagen sie noch sofort schrittlich eigentlich zur Einkommen.

01:01:09: Ja ja absolut.

01:01:11: also wenn man realistisch sozusagen in der Gesellschaft lebt und nicht irgendwie... Wie ist

01:01:16: das bei Ihnen?

01:01:18: In meiner persönlichen Situation finanziell.

01:01:22: Ich bin ja ein quasi teilweise brotloser Künstler und ich bin auch Barkeeper in einer Gastronomie mittlerweile, aber ich habe immer in meinem Zeit meines Lebens in Gastronomien immer mal wieder gearbeitet.

01:01:35: Habe aber auch eine Filmproduktion seit vor zwanzig Jahren also früher eine GBR usw.

01:01:42: Und ich bin allerdings... ledig und gehabt eine tochter die eben auch in den halben Monat bei mir lebt und so weiter, aber ist ja jetzt auch schon ein bisschen älter.

01:01:52: Aber auf jeden Fall bei mir ist es so, dass ich natürlich auch schauen muss.

01:01:58: Ich kann gerne zum Beispiel das Beispiel nennen, dass sich auch lange eine Wohnung gesucht habe.

01:02:04: gesagt hab ich brauche auch wegen meiner Tochter z.B.

01:02:06: zwei Zimmer oder drei Zimmer nicht nur ein Zimmer, aber letzten Endes wenn ich mir schaue die Kosten, die ich habe auch mit meiner Kunst oder Kreativität.

01:02:16: also das ist hier sicherlich keine Kunst.

01:02:18: Ich meine das auch, wenn ich Filme mache.

01:02:21: Ich muss ja letzten Endes auch in viele Sachen einfach Geld reinstecken und so, dass ich... Es reicht gerade so.

01:02:27: Aber es ist mit Wohnung und alles wirklich sehr eng.

01:02:30: also man muss genau gucken.

01:02:31: Ist nicht das sich der große Sprünge machen kann?

01:02:34: Und wenn es wegfallen würde oder wenn ich sagen wir mal zu lange krank bin oder was auch immer ... Der Gastronomie ist ja auch ein Trinkgeldfaktor sicherlich immer vorhanden dann muss ich auch gucken.

01:02:44: Also von daher Ja, es ist sicherlich grade was zum Beispiel auch Wohnungen angeht in Deutschland für mich ist es sehr teuer.

01:02:53: Ich bin hier im Rhein-Main-Gebiet in der Nähe von Frankfurt, das ist auch jetzt vielleicht nicht die ganz günstigste Gegend.

01:02:59: aber trotz all dem.

01:03:01: also deswegen auf diese Fragen.

01:03:03: ja ich kann das absolut nachvollziehen dass das schwierig

01:03:05: ist und ich meine man will ja seinen Kindern eine Zukunft geben und will die Träume irgendwie möglich machen usw.

01:03:12: und so fort.

01:03:13: und das ist das greide ich Das kreide ich der Gesellschaft nach wie vor an, dass sich da nichts geändert hat.

01:03:25: Und das muss geändert werden!

01:03:27: Weil ohne Mütter gibt es keine Gesellschaft.

01:03:31: Ohne unseren Nachwuchs haben wir niemanden, der in Renten einbezahlt und sich um die Natur kümmert, um den Klimawandel, egal was... Wir brauchen junge Menschen und momentan sind lauter alte weiße Männer einer Macht.

01:03:50: Ich habe ein Interview gehabt mit dem Regisseur Leander Hausmann.

01:03:53: Der kam zufälligerweise nach Darmstadt, weil es glaube ich darum ging hier auch zu inszenieren am Staatsjahr und so.

01:03:59: Es war also auch so ein Live-Interview und dann hat er mir von dieser Theaterwelt wie er die momentan empfindet und dass er eigentlich kann man eben auch danach hören bei mir gesagt hat.

01:04:11: Eigentlich hat sich nichts verändert von den Leuten, die die Macht haben.

01:04:15: Die haben nur wie andere... andere Strohpuppen eingesetzt.

01:04:18: Also so hat das nicht wortwörtlich gesagt, aber die haben letzten Endes alles um sich gescharrt.

01:04:22: also sozusagen haben viele alte männliche Regisseure verlieren zum Beispiel den Job dafür werden junge Frauen eingesetzt und man denkt natürlich geil toll tolle Sache.

01:04:32: Aber im Hintergrund sitzen eigentlich so die alten Männer Die sagen, die bauen wir mal vor uns auf und damit uns nichts passiert.

01:04:41: Wir sind unsichtbar.

01:04:42: Und ich glaube das könnte sich mehr in der Politik auch vorstellen dass sich deswegen auch nichts ändert weil die entscheiden könnten, die sind da gar nicht in diesen Positionen.

01:04:55: Das ist ja auch beim Film usw.

01:04:58: Ich meine es ist ja beim Fernsehen man sieht ja die politischen Themen oder überhaupt die Themen usw.. Viele alte weiße Männer, die das ganze Fernsprogramm bestimmen und so weiter.

01:05:10: Und auch die jungen Leute gar nicht ranlassen.

01:05:13: Die lassen die Leute gar nie ran.

01:05:15: Wenn dann sind sie gleich so eingeschüchtert, dass wenn sie da irgendwo ausbüchsen ist es ganz schlecht.

01:05:25: Sie

01:05:25: lassen

01:05:26: die jungen Leute schon ran, aber zu den eigenen Konditionen.

01:05:28: Zu dem was auch wieder politisch korrekt ist in den Augen von und das macht es dann schwierig.

01:05:33: Das fördert nicht die Freiheit oder den Freigeist

01:05:36: sozusagen

01:05:36: auch nicht.

01:05:37: Aber wie sie jetzt so sehr leidenschaftlich auch von diesem Thema erzählt haben, hat sie ja nie verlassen als Thema, aber da liegt vielleicht auch ihre Gegenwart im Zukunft oder in Projekten?

01:05:51: Als Aktivistin noch mehr sozusagen selber?

01:05:56: Ich weiß es nicht.

01:05:57: Also als Aktivisten, wir wissen das ja Brotlose Kunst ist wenn ich irgendwie in die Politik gehen könnte und mich dafür bezahlen würde, würde ich das sehr gerne tun.

01:06:11: Aber mich nehmen sie nicht, weil ich eben meinen Mund aufmache.

01:06:15: Genauso wie Sie mich im Fernsehen nicht für eine Moderation nehmen oder sowas, weil Ich wahrscheinlich auch nicht ganz das lieb Kind bin und insofern sind das Träume... Manchmal hätte ich gerne einfach einen geregelten Shop Und würde wissen, wann das Geld reinkommt und würden ansonsten das tun was ich gerne mache oder gerne lebe.

01:06:43: Das ist sehr anstrengend jeden Tag mit seiner eigenen Kreativität zurechtzukommen und die immer voranzutreiben und im Grunde auch machtlos zu sein.

01:06:56: Das ist eigentlich das Trauerige.

01:06:58: Ich habe so viele gute Ideen, ich hab so viel gute Projekte... ...ich bin so flexibel!

01:07:06: Mir kann man keine Steine in den Weg legen weil ich die einfach immer wieder entferne und einfach sehr tüchtig bin und immer wieder was Neues beginne.

01:07:15: aber es gibt gewisse Dinge die kann man nicht beeinflussen.

01:07:18: Es gibt keinen Grund warum ich keine Rollenangebote kriege oder so wenig.

01:07:25: Ich habe goldene Kamera gekriegt, ich habe international Karriere gemacht.

01:07:31: Ich schaue nicht so schlecht aus dass man sagt ja die alte Runzlige können auch nicht mehr nehmen.

01:07:36: Nein aber es sind immer nur die fünf

01:07:37: Gleichen die engagiert

01:07:38: werden.

01:07:40: Ja gut, ja.

01:07:41: Das ist aber auch so ein bisschen das deutsche... Ich sage Ihnen, da sind es ja quasi auch schon bei.

01:07:48: Ich habe manchmal auch Schauspieler über mir zu Gast oder ich hatte gerade letztens jemand den Klaus Nierhoff heißt.

01:07:56: Schauspieler kennen einfach das Gesicht kennen man irgendwie so.

01:07:59: und dann zudem habe ich auch gesagt Auch in Talkshows alleine, also gerade in so ähnlichen Formaten was wir hier jetzt hier gerade bestreiten.

01:08:07: Da sitzen auch immer die gleichen oder die reden dann halt nur über ihr ganz oberflächlich und da kommen noch Komedien der macht zum Schluss noch etwas Lustiges.

01:08:15: Also das hat ja auch eine Struktur.

01:08:17: Aber es gibt Schauspielerinnen, die wir gar... Ich glaube dass die Medien auch eine Verantwortung dafür haben wie zum Beispiel so ein Arzt-Darsystem ist oder wie wir Leute wahrnehmen.

01:08:28: Wenn wir den auch medial mehr wahrnehmen in anderen Formaten interessiert er uns auch.

01:08:35: Gleichzeitig mehr.

01:08:36: Also es ist nicht nur die Aufgabe der Filmproduzenten, sondern eigentlich auch der wirklich Fernsehschaffende und sage ich mal auf diese Leute, die sehr interessante Geschichten... Ich sagte eben zu Anfang das mit deutschen Schauspielern so wie Exilschauspieler.

01:08:49: Die sagen ja hier in Deutschland will man und beachtet man mich gar nicht!

01:08:54: Das liegt die Verantwortung in allen Medienschaffenden und Kreativ-Schaffenden.

01:08:58: Und das kriegen sie hier noch nicht so richtig auf die Kette, ja?

01:09:01: Also das ist glaube ich ein bisschen das Ding, dass man gerne das alt bewerte... Aber alle sind gelangweilt.

01:09:08: Man nimmt immer das Gleiche, aber alle finden es langweilig und es kommt keine neue, es gibt keine neue Energie.

01:09:14: Und wieder fährt das

01:09:14: Raumschiff vorbei?

01:09:16: Ja genau!

01:09:19: Das ist ja genau das Ding.

01:09:20: Ich habe zum Beispiel eine Serie konzipiert die nennt sich Omo To Go und ich finde aber keine Filmproduktionen, die eine Serie oder einen Fernsehfilm machen will mit einer jungen Oma, die ich nur mal bin.

01:09:36: Ja, weil Oma muss all zu einem Rolator und tut irgendwie so Schürze.

01:09:43: Ja?

01:09:43: Oma hat ein gewisses Bild... Da kann sie nicht eine neuneinfünfzigjährige hinstellen und ein elfjähriges Enkelkind gehen nicht!

01:09:51: Funktioniert nicht

01:09:52: ja?!

01:09:53: Und das ist eben.

01:09:54: da sind wir wieder bei den Schubladen.

01:09:57: Auch da sind die Schubladen.

01:09:58: Das ist einfach... und das ist einfach das Schwierige.

01:10:02: oder.

01:10:02: ich habe einen Buch geschrieben Das nennt sich Briefe an eine ungeborene Liebe und es geht einen Grunde darum, dass Gefühle jung bleiben.

01:10:13: Und es ist ein sehr schönes Buchprojekt!

01:10:15: Ich finde keinen Verlag dafür.

01:10:19: Ist das dann sozusagen?

01:10:20: wenn Sie aber sagen würden mit Briefen von meiner Mutter die auch was darüber geschrieben hat würden sie dann schneller einen Verlag finden?

01:10:27: Nein.

01:10:28: Auch nicht.

01:10:30: also der Name Shell zieht da auch nichts sozusagen?

01:10:33: Nein, der zieht sowieso.

01:10:34: Ich sage ja, meine Familie ist tot!

01:10:36: Naja gut, aber trotzdem sagen wir mal... Die die im Buchbusiness

01:10:38: sind haben keine Ahnung.

01:10:40: Nein!

01:10:41: Das ist ja nochmal ein Problem das man als Künstler immer abhängig ist.

01:10:44: Ja?

01:10:45: Also als Schauspielerin bin ich abhängiger und weißungsgebunden wie man so schön sagt in Deutsch.

01:10:50: Lohnsteuer na?

01:10:51: Bin ich weißungs gebunden?

01:10:56: Da bin ich keine Künstlerin also.

01:10:58: Und da muss ich dann immer bei der Künstlerssozialkasse sage ich hab zwei Drehteile, da habt ihr eine schöne Rung hier.

01:11:04: Sonst bin ich auch selbstständig immer.

01:11:07: Auch das ist Ballerballer, weil natürlich wenn ich zwei Drehtage habe dann muss ich mich anstellen lassen für die zwei Trete... Also furchtbar!

01:11:14: Aber gut ja und so hast du also immer zu den Vornen verloren, wo war ich?

01:11:23: Ja also beim Film dann als

01:11:28: Autorin.

01:11:28: Wir

01:11:28: hatten es ja zu Anfang eben von wie der Name Schell ob er noch zieht sozusagen und wir sagten jetzt nicht

01:11:33: gerne Genau, aber auch als Autorin.

01:11:37: Ich habe jetzt zwei unterschiedliche Bücher geschrieben bei zwar unterschiedlichen Verlagen und das eine Buch war bei DTV ganz großer Verlag.

01:11:48: Buch kam raus, es sehen keine Ehe mit Grotz zusammengeschrieben.

01:11:54: Wir sind von null auf Platz zwanzig Besseller Liste gelandet dann auf Platz sechzehn die Woche drauf und dann Platz auf Platz dreißig und da waren wir draußen.

01:12:06: Warum?

01:12:09: Was wir nicht wussten und dann wurden wir auch noch bei der Frankfurter Buchmesse ausgeladen was wir nicht wussten innerhalb von drei Wochen drei Auflagen.

01:12:16: Die haben eine zu niedrige Auflage gemacht Bäm!

01:12:20: Und dann war das Buch nicht mehr da, also flog das raus.

01:12:23: So jetzt habe ich einen kleinen Verlag, ja?

01:12:26: Mini-Verlag, Buch... Kameras-Lebel und drauf haben besteller Autorin, fand ich sehr schön dass sich das nach dem zwei Besteller schon haben kann.

01:12:37: Kleiner Verlag.

01:12:40: Das Buch kam im November raus und ich bin zu den Buchlehnen gegangen, Hugen-Duglauber ist auch immer heißen und hab gesagt, ich möchte mal ein Buch kaufen Und dann hieß das ja, also lieferbar in drei oder vier Wochen.

01:12:55: Das gibt's ja nicht.

01:12:55: und dann habe ich einen befreundeten Buchhändler gebeten mir rauszufinden warum wieso sagen die das so?

01:13:03: Dann hat der mir ein Screenshot geschickt dass das Buch bei den Großhändlern nicht einmal bestellbar ist.

01:13:11: Warum?

01:13:12: weil sie den kleinen Verlag gar nicht ernst genommen haben Das Buch wäre lieferbar gewesen, aber die haben sich gedacht.

01:13:17: Nö, da warten wir erst mal ab und dann müssen wir erst einmal Fünfzig Bestellungen reingeben.

01:13:21: Dann bestellen wir da noch ein paar Bücher.

01:13:25: Und so bist du als Kreativer auch nochmal abhängig von dem was andere mit... Also ich verdiene sowieso nicht, sondern wenn es so ein Buch... Ja, da verdiene ich, wenn ich einen Buch verkaufe, einen Euro zweiundfünfzig.

01:13:48: Das ist eben das Schwierige auch, dass man das gar nicht vermitteln kann.

01:13:52: Diese ganze Medienarbeit macht es ja umsonst und dann bist du aber trotzdem angewiesen auf Lieferketten, auf Druck, auf Versteckuvers alles.

01:14:03: Und das ist sehr anstrengend!

01:14:05: Und da wünsche ich mir manchmal wirklich lieber, was ich zum Beispiel gerne mache.

01:14:09: Ist du Seminare oder Coachings mit Leuten?

01:14:12: Ja... Ich habe ja auch Reiseleitungen gemacht.

01:14:14: Die haben auch im Kino gearbeitet!

01:14:15: Ich hab Gastro gemacht.

01:14:16: Also ich kenne all die Dinge.

01:14:18: Ich bin jemand der sehr bodenständig ist und für mich wie gesagt es gibt kein Problem wenn ich Probleme habe mit Webmaster dann lerne ich immer ein Webmaster.

01:14:26: Wenn man Webseiten macht, wenn ich probleme habe mit meinem Grafiker, dann lernte ich einfach wie mache ich das selber mache ich meine Booklets und Plakate und alles selber.

01:14:36: Was natürlich sehr anstrengend ist, weil ich ein One-Woman unternehmen bin ja?

01:14:42: Und wenn ich meine Lesung organisiere dann mache ich alle sehr.

01:14:47: Das ist manchmal schon am Limit da wäre ich gerne der Star die Schauspieler, die dann Agenten hat und sagt ja machen sie doch mal!

01:14:56: Ja, das möchte ich

01:14:57: auch haben.

01:14:58: Das hätten wir ja auch gerne.

01:15:00: Ja, ich hätte das gerne.

01:15:02: So einen Vertrag unterschreiben und dann...

01:15:04: Ja auf der einen Seite!

01:15:05: Auf der anderen Seite wissen Sie jetzt, in Ihrem Fall habe ich sie einfach angeschrieben und dann kam ein bisschen so ein menschlicher Kontakt.

01:15:12: zustande jetzt so.

01:15:14: Ich habe mir nicht zehn Fragen aufgeschrieben die ich sie fragen will.

01:15:18: also dass würde der Manager mir vielleicht versauen wenn es schon so förmlich von Anfang an gewesen

01:15:23: wäre.

01:15:24: Deswegen habe ich keinen Manager, weil ich dem immer sagen müsste was er jedem schreiben soll.

01:15:28: Das

01:15:28: ist für mich das anstrengende Weil ich einfach sage... Ich beschäftige mich grundsätzlich mit den Menschen die mir begegnen Immer direkt und selber.

01:15:39: Also ich hab mir nicht alle ihre Sendungen angeschaut aber ich habe mir ein paar Sendungen Angeschaut um einfach zu wissen ah okay wie tickt der Mann klingt gut kann man machen Ist in Ordnung ja?

01:15:48: Und ist eigenwillig und für gewisse Leute sicher sehr interessant oder auch nicht interessant, aber für mich war das dann okay.

01:15:59: Und ich denke einfach dieser zwischenmenschliche Umgang der ist so verloren gegangen.

01:16:05: und meine Großmutter die sprach immer von Herzensbildung Und die hatte Herzensbildung.

01:16:13: Das ist ein Begriff, den ich einfach mal im Leben mitgenommen habe und mir geht es eben um Herzensbildungen.

01:16:18: Mir geht es darum, dass sich die Menschen erreichen möchte und die Menschen so wie sie mir begegnen, so begegne ich ihnen.

01:16:27: Wenn man im Herz irgendwo spricht, dann rennt bei mir auf eine Tür ein und umgekehrt ja?

01:16:35: Das Wichtige, dass man überhaupt noch wahrnimmt.

01:16:37: Die anderen Individuen, die auf einen zukommen und nicht nur in Kategorien denkt oder nicht nur im Geld denkt.

01:16:45: Geld allein macht uns nicht glücklich.

01:16:48: Kriege machen uns auch nicht glücklich.

01:16:52: Deswegen kann man nur mit Liebe und mit Fürsorge und mit Horizont öffnen.

01:16:57: Und deswegen bin ich hier zum Beispiel so gerne auf Tenerife.

01:17:00: Weil auf Ternarife ist eine Insel Der Horizont.

01:17:04: Und der Horizont ist blau und das Meer um den Runde aufblauen, damit es irgendwo auch blauer Meer ist.

01:17:09: So fertig!

01:17:11: Also man kann sehr viel Kultur hier erleben.

01:17:13: also ich wünschte ich wünschte Deutschland hätte nur ansatzweise das Kultur leben wie hier auf der Insel weil zum Beispiel dem Aber jetzt zeige ich schon, in einem Horizont zu Ende.

01:17:28: Mein Horizont wird dadurch erweitert weil ich halt nur einen Horizont hier und dadurch fallen so viele Nebenschauplätze weg und dann kann ich wieder meinen eigenen inneren Horizont finden.

01:17:41: der ist wahnsinnig wichtig um überhaupt kreativ zu sein oder neue Kraft zu schöpfen oder sich auf das Lebenswichtige zu konzentrieren Was eben toll ist, zum Beispiel auf Tenerife.

01:17:52: Es gibt erst wahnsinnig viele kostenlose Angebote, aber zum Beispiel kann man hier ins Auditorium gehen.

01:18:00: Das gibt die tollsten Konzerte mit dem Symphonikern von Tenerifa und da kostet der Eintritt zwischen fünfzehn und achtzehn Euro für Jugendliche bis zum dreißigsten Lebensjahr.

01:18:17: fünf Euro

01:18:19: Guck ich mir an, wenn ich wieder mal auf den Riffer bin.

01:18:22: Ich war noch nie da.

01:18:24: Nein aber es ist halt wirklich so dass die Seele immer gefüllt sind.

01:18:29: Natürlich!

01:18:29: Das ist eine tausend Plätze Saal und die Hälfte sind junge Leute ja nicht nur graue Köpfe und das man sich Kultur überhaupt noch leisten kann.

01:18:40: Das ist sowas was mir fehlt und es wird überall bei der Bildung eingespart.

01:18:44: Es wird also schön wenn Bayern jetzt gehen Nächstes Jahr als Pflicht, die Bayerische Nationalhühne.

01:18:52: Den braucht man wieder im Schulunterricht und so.

01:18:56: Ist

01:18:56: das so oder was?

01:18:57: Ich habe das gar nicht mehr gekriegt!

01:18:58: Ja

01:18:58: tatsächlich, mach mal...

01:19:00: Ich weiß gar nicht wie die geht.

01:19:02: Aber ich bin auch kein Baja-Aber.

01:19:04: Ich war

01:19:06: halt von dir hier.

01:19:07: Hör' ich mir direkt mal an.

01:19:08: Das ist ja interessant.

01:19:09: Und das spielen die Wandern am Anfang immer, oder?

01:19:12: Nein

01:19:12: bei Abschlussfeiern

01:19:14: Abschlussfeier null, Gott sei Dank.

01:19:16: Es muss die Ballwäsche auf alle Fälle in Bayern gesungen werden und dann entweder die deutsche oder die europäische.

01:19:23: Wir

01:19:23: sind schon wieder soweit?

01:19:27: Ja das sind ja so ein bisschen konservative Zeiten wo er wieder Zeugler einführt.

01:19:35: Ja, ich bin sehr froh, dass ich sie kennengelernt habe.

01:19:39: Ich hab ja auch ein bisschen Respekt gehabt.

01:19:41: Weil ich dann auch traditionelle Interviews gesehen habe, aber aus dem Fernsehen und so, wo Sie ja manchmal gesagt haben Moment!

01:19:47: Moment!

01:19:48: So ist das... Und dann hab' ich so gedacht Oh Gott, oh Gott!

01:19:50: Aber dann hab', ich auch gedacht Man sieht ja die... Also nicht oh Gott, o Gott wie schlimm sondern

01:19:56: ähm ich

01:19:56: bin mal gespannt Fühlt sie sich angegriffen von der Moderatorin zu Recht oder zu Unrecht?

01:20:01: Und irgendwann habe ich gemerkt, zu Recht.

01:20:02: Also es liegt eigentlich daran dass die Moderatoren völlig überfordert ist mit diesem relativ authentischen was ich eben schon mal angesprochen hatte bei ihnen umzugehen weil ihr hattet halt ihre Agenda oder ihre Fragen und dann kommt da so ein echter Mensch.

01:20:17: Das kann ich was machen, soll mir die Arme... Deswegen um so bereichernder wahr das heute für mich mit ihnen unterhalten zu dürfen.

01:20:24: Ich muss noch mal abschließend fragen hat man denn aber nicht jetzt nochmal ganz kurz zurück auf ihre Mutter zu kommen?

01:20:29: Hat man ist nie an sie herangetreten und hat gesagt wir machen zum Beispiel ein Film über das Leben von Maria Schell?

01:20:37: Nein.

01:20:37: Das auch nicht, weil das müsste doch fast auf der Hand liegen.

01:20:40: Ich habe eine ganz tolle Filmidee gehabt und ich hatte auch keinen Produzenten gehabt.

01:20:45: Und ich hätte so gerne meine Mutter selber gespielt in diese Idee die ich machen wollte.

01:20:51: Und nein!

01:20:53: Und ich hätt sogar noch ein Regisseur dafür gehabt... Ja gut, es scheitert Geld.

01:20:56: Wunderlich,

01:20:57: weil sowas ist doch immer mal wieder auch passiert mit anderen Persönlichkeiten?

01:21:01: Vor allem ich könnte ja wirklich gut meiner Mutter spielen.

01:21:04: Absolut

01:21:05: Als ältere Frau aus der Sicht, der älteren Frau die Geschichte erzählt.

01:21:09: Das müsste doch eigentlich da irgendein Produzent daraus... Die Idee kommen.

01:21:14: also weiß ich nicht.

01:21:16: Ach, ich weiß.

01:21:17: Und

01:21:17: das meine ich nicht nur im Sinne von jetzt... also nicht von jetzt wie Sie sagten Meine Familie ist tot oder so.

01:21:22: Das ist vorbei weil das meinte ich wieder mit diesem.

01:21:25: man muss ja auch das kulturelle ein bisschen was man mal hatte auch wieder einmal zurückholen und dann neu aufarbeiten und sagen hier schaut mal gucken wir ihn film also man macht er jetzt auch so.

01:21:33: Michael Jackson biopic kann man sich auch im Kino angucken.

01:21:36: Also da wird ja auch immer klar vielleicht eine andere Dimension sage ich Mal bei allem Respekt aber trotzdem Ja

01:21:44: gut mir sick behind

01:21:50: Ja.

01:21:50: Na gut.

01:21:51: Frau Rillin, wo kann man sich denn das nächste Mal bewundern sozusagen?

01:21:56: Wenn Sie eine Lesung haben zum Beispiel oder steht da etwas an in nächster Zeit?

01:22:01: Oh ja, es steht was an und man kann es auf meinen Webseiten immer nachgucken.

01:22:06: also ich bin im Fernsehen nicht drehte auf mit Jeswischel mit Sting keiner Ehe.

01:22:11: wir sind bis zu tausend achtundzwanzig gebucht.

01:22:14: alles findet man auf meiner Webseite mariteres-teres.com oder region.de.

01:22:25: Ich verlinke das auch alles noch mal hier.

01:22:28: Da sind alle Tourdaten drauf und wie gesagt, ich werde jetzt im Fernsehen auftreten volle Kanne, ZDF usw.

01:22:40: Es kommen mehrere Lesungen.

01:22:42: Einige sind noch gar nicht genannt, also die sind noch nicht aufgelistet aber die kommen jetzt auch.

01:22:47: Bei so einer Lesung hat man auch das Gemöglichkeit mit Ihnen mal kurz persönlich ein Wort zu wechseln.

01:22:53: Sowieso.

01:22:54: und das Schöne ist bei den Lesungen, dass sie dauernd es eine Lesesfuheri sozusagen die ich mache mit Michael Halberstadt mein Musikerkollegen zusammen Und die sehr kurzweilig sind.

01:23:05: zwei Stunden mit Pause Immer sehr persönliche Momente, ich freue mich darauf.

01:23:12: Ich bin wahnsinnig gern auf der Bühne und ich bin sehr gerne mit dem Publikum zusammen und kann sehr gut agieren und reagieren.

01:23:24: Ja, da entstehen erstaunliche Dinge manchmal.

01:23:28: Und das ist auch sehr schön weil zum Beispiel haben wir eine sehr schöne Lesung gemacht in Miesbach an einem Donnerstag um vierzehn Uhr und ich dachte mir wer kommt?

01:23:36: An einem Donnersdag um vierzen Uhr.

01:23:38: hat sich die Veranstalterin nicht ein bisschen verkalkuliert und es kamen hundertfünfzig Seniorinnen und Senioren.

01:23:48: Es war so eine tolle Stimmung und jeder hat mir irgendeine Geschichte zu meiner Mama erzählen.

01:23:53: Es war einfach schön, weil... ...so viel Emotionen lebendig geworden ist ja!

01:24:00: Und genau, deswegen mache ich das sehr gerne.

01:24:05: Ja wunderbar, das gehen wir mal hier so raus, wenn das interessiert wird.

01:24:09: Und

01:24:09: gedreht habe ich dieses Jahr auch zwei, aber das darf ich noch nicht sagen, wann das gesendet wird.

01:24:13: Das steht

01:24:13: im Vertrag drin, da darf man nichts vorder sagen.

01:24:17: Gar nichts dürfen Sie.

01:24:19: Was für ein Genre dürfen sie da sein?

01:24:21: TV.

01:24:22: Ja gut, TV.

01:24:23: Aber ich mein so liebes Film oder...

01:24:25: Serie!

01:24:27: Also sehr, wissen wir schon mal.

01:24:29: Frau Rehlin bleiben Sie noch kurz dran aber ganz offiziell ich wünsche Ihnen alles Gute!

01:24:34: Wir sind ja jetzt sozusagen latent verbunden über die sozialen Medien und vielen vielen Dank für Ihren Besuch.

01:24:40: Wir haben

01:24:41: übrigens eine Lesung in der Nähe von Frankfurt.

01:24:43: Ja tatsächlich.

01:24:45: Flörsheim

01:24:46: Dahlsheim.

01:24:49: Ich werde mir die Termine anschauen und wenn ich Zeit habe schaue ich mal vorbei.

01:24:53: Ja,

01:24:53: der doch schon.

01:24:54: Wunderbar so verbleiben wir ja.

01:24:56: also machen sie es gut

01:24:57: Frau

01:24:59: Rilin.

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